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20.07.06

Doc Morris in Saarbrücken

Vor wenigen Wochen erhielt der niederländische Internet-Apotheker Doc Morris die Genehmigung zum Betrieb einer Apotheke in Saarbrücken. Dies ist der erste Standort des Unternehmens in Deutschland. Die Apotheker-Vereinigung im Saarland hat die Erteilung der Genehmigung scharf kritisiert und ist der Auffassung, sie verletze geltendes Recht. Nachdem die saarländischen Apotheker mit einer Strafanzeige gegen den zuständigen Minister Josef Hecken (CDU) wegen Beihilfe zum illegalen Betrieb einer Apotheke gescheitert sind, möchte man nun die Genehmigungserteilung vor dem Verwaltungsgericht des Saarlandes in Saarlouis anfechten, um Doc Morris so zur Schließung seiner Filiale zu zwingen.

Spätere Beiträge zu diesem Thema:
DocMorris: Hecken fordert Apotheker zu Reformen auf (08.08.2006)
DocMorris obsiegt vor LG Saarbrücken (09.08.2006)

M.Weller (09:27) | Link | Sonstiges
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Kommentare

Ich denke das Saarland hat wiedereinmal gezeigt, dass es sich mit seinen Möchtegern-Innovationen und seinem pseudo-progressiven Verhalten nicht als innovativ zeigt, sondern lediglich lächerlich macht. Es gibt halt geltendes Recht, welches auch im Saarland gilt. Die einschlägigen Normen sind aus gutem Grund gerade nicht Landes- sondern Bundesrecht. Es stellt sich aber dem halbwegs rechtskundigen Bürger die Frage, was den Oberstaatsanwalt der StA Saarbrücken zu solch einem harschen Vorgehen und zu den teilweise höchst unqualifizierten Bemerkungen bewegt. Zwar ist bekannt, dass der Justizminister die rechtswidrige Ansiedlung von Doc Morris befürwortet, dass die StA dies jedoch so plump wiedergibt zeugt nicht gerade von politsicshen Fingerspitzengefühl. Es wäre m.E. sinnvoller dies auf politischen Wege zu klären, bzw. notfalls gerichtlich klären zu lassen. Das Saarland hat durch diese Aktion aber wiedermal gezeigt, dass wo nix ist, auch nix wird.

Mc Dorris (25.07.06 15:09)

Ob die Erteilung der Genehmigung an Doc Morris tatsächlich geltendes Recht verletzt, wird das Verwaltungsgericht des Saarlandes und hiernach sicherlich das Saarländische Oberverwaltungsgericht klären. Ich denke, dass auch der halbwegs rechtskundige Bürger erkennen muss, dass Verwaltungshandeln von einem Verwaltungsgericht zu prüfen ist und nicht von der Staatsanwaltschaft. Es entsteht somit m.E. für einen unbefangenen Beobachter gerade nicht der Eindruck, das Saarland oder die StA habe sich lächerlich gemacht, sondern es tritt vielmehr Hilflosigkeit und Panik seitens der saarländischen Apotheker zu Tage, die sich scheinbar mit allen Mitteln eines unliebsamen Konkurrenten zu entledigen versuchen und hierzu ungezielt um sich "schlagen".

M.Weller (25.07.06 22:56)

wir verkommen immermehr zu einer bananenrepublik.hier bricht ein bisher unbekannter minster namens hecken absichtlich bestehendes landesrecht. es ist wirklich schlimm,von wen wir regiert werden.erst der unfähige umweltminister schnappauf,jetzt herr hecken.

rummel (27.07.06 18:12)

Lediglich zur Vermeidung von Missverständnissen sei angemerkt, dass sich die Erteilung der Erlaubnis zum Betrieb einer Apotheke nach § 2 des Apothekengesetzes und damit nach (deutschem) Bundesrecht richtet. Inwieweit die Vorschriften des Apothekengesetzes mit europäischem Gemeinschaftsrecht vereinbar sind, wird sich im Laufe des angekündigten Verfahrens zeigen müssen.

M.Weller (28.07.06 09:03)

Das einzige was dieses Verfahren anzeigt, wieviel Angst müssen die Apotheken um ihre Exisstenz haben? Sie sollten sich besser mal Gedanken machen wie Sinnvoll es denn wirklich ist an jeder kleinsten Ecke eine Apotheke zu eröffnen man zähle mal nur in der Stadt Saarbrücken!!!! Aber wenhn es denn darum geht Sonn oder Feiertags eine oder gar Nachts eine geöffnete Apotheke zu finden, da hat man seine Schwierigkeiten. Man würde sich also besser mal darrüber seine Gedanken machen wie man den potenziellen Kunden besser entgegenkommen könnte!!!!!!!!!

S. Morio (01.08.06 09:29)

Wer lesen kann, dürfte sicherlich keine
Schwierigkeiten haben, Sonn-oder Feiertags oder
gar Nachts eine geöffnete Apotheke zu finden.
Die Dienstpläne werden in den örtlichen Blättern
regelmäßig veröffentlicht.
Es sind im Übrigen oftmals diejenigen, die eine
Arbeitswoche über 40 Std.-geschweige Nacht-oder Sonntagsdienst- nur vom Hörensagen kennen, die sich über fehlende Dienstleistungsbereitschaft
oder einen etwas längeren Anfahrtsweg mokieren.

Hirnbeiß (01.08.06 22:42)

ich schlage den apotheken dann mal vor den preisen für arzeimittel um eine kommastelle zu erweitern. dann können sie noch schärfer kalkulieren...

11,458 € z. Bsp.

manoi (03.08.06 11:29)

Und ich schlage vor, sich vor dem Schreiben von Kommentaren noch schärfer mit der deutschen
Grammatik auseinander zu setzen, um auf diese Weise eine qualitative Übereinstimmung von
Inhalt und Darbietung zu vermeiden.

hanoi (04.08.06 12:32)

es freut mich, dass mein kleiner beitrag gelesen wurde und jemanden ermutigt hat darauf zu antworten.

manoi (04.08.06 12:49)

Man Manoi - Du rallst echt gar nix. Die Preise machen nicht die Apotheken, sondern der Staat.

Also - wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die ..., genau, halten.

Power-Apotheker (08.08.06 17:08)

Entlich Hoffnung,
ein Minister (Bravo Hecken)der sich was "Traut"

gelddrucker (08.08.06 17:33)

Halten Sie durch! Europarecht vor deutschem
Recht.
Die Lobby der deutschen Apotheker im Zusammenhang
mit der Pharmaindustrie muss durchbrochen werden.
Die Arzneikosten müssen deutlich sinken.

Raimund Jonas (09.08.06 05:04)

Entweder wollen wir Europa oder wir wollen es nicht.Freie Marktwirtschaft ist halt so. In den meisten Branchen gehen in dem überteuerten Deutschland schon lange Arbeitsplätze von Leuten die Ihre Pfründe behalten wollen verloren. Jetzt hat es halt die Apotheker erwischt. Ich bin sicher kein Globolisierungsfreund, aber es muß so weiter gehen, bis wir uns irgendwann das Leben wieder bezahlbar wird. Haltet einfach die Preise von Doc Morris und verhindert so das das Kapital aus Deutschland fließt. Wenn unterm Strich 1500.- € Netto im Monat für einen Apotheker rauskommen, verdient er doch gut.In anderen Branchen ist der Gehaltsverfall wesentlich schlimmer.

Flowertom (09.08.06 07:43)

es ist doch alles ganz einfach:
preise: auf arzneimittel den vermniderten mehrwertsteuersatz
wenn man nun bedenkt das auf verschreibungspflichtige medikamente 3% aufschlag gelten und vater staat sich z.Zt. 16% einstreicht und ab januar 19% fällt mir persöhnlich dazu nichts mehr ein.

sixpack (09.08.06 10:18)

Was soll man da sagen? Die ganzen saarländischen Apotheker, die die Medikamente billig in Frankreich einkaufen und umetikettieren regen sich jetzt auf!! Ich fass es nicht.

Warum nicht ein, zwei große Apotheken pro Stadt mit 24 h Dienst? Klar gehen da einige Apotheken drauf, aber das Geld was die Kunden da sparen, können Sie endlich für andere Sachen ausgeben und damit Arbeitsplätze schaffen. Ich als chronisch Kranker bin über JEDE Erleichterung froh.

Und zu den dummen Dienstplänen wer wann wo geöffnet hat: Das ist schon lange nicht mehr zeitgemäß.

Aber wo wir gerade bei den WESENTLICH billigeren Medikamenten im Ausland waren: Warum kostet hier ein Medikament 20 Euro was im Ausland 4,50 Euro kostet? EXAKT das gleiche?! Apotheken und Pharmaindustrie sei dank.

Saarländer (09.08.06 10:59)

Es ist schon schlimm zu lesen, das Menschen sich freuen, wenn andere Gesetze brechen!

Wenn eine Veränderung kommen soll, dann bitte ERST die Gesetze ändern und DANN Apotheke eröffnen.

Zudem finde ich erschreckend, das immer nur ein teil der Wahrheit kundgetan wird.
In den Apotheken arbeiten ca. 200.000 Menschen und zahlen braf Steuen, Abgaben etc.. Jetzt wird sich gefreut, dass diese evtl arbeitslos werden (kosten dem Staat dann mehr als 2 Milliarden), wenn es Firmen erlaubt ist ein Apothekenfilialnetz zu unterhalten.

Aldi, Norma usw. würden sich bestimmt freuen, wenn DocMorris hiermit durchkommt. In jeder Filiale wird eine "kleine" Apotheke eröffnet und ein Mitarbeiter, der vorher Obst sortiert hat, bietet selbige dann feil.
Schon mal in einem Supermarkt gefragt, woher die Bananen kommen? "Warten Sie ich muss erst schauen"

Wir können uns auch mutwillig Arbeitsplätze flächendeckend zerstören und das dann mit "Einsparungen" abtun.

Das sind schon schlimme Zeiten, wo lieber im Ausland gekauft wird als in Deutschland und sich dann gleich noch im selben Athemzug darüber aufgeregt wird, das es keine Arbeitsplätze gibt?!

Ziehen wir doch alle nach Russland, da ist alles billig ... Arbeitsplätze, wer brauch das schon!?

Als Ausweg sehe ich nur:

Lohnnebenkosten runter, 25% Steuer für alle (wie in Neuseeland) und dann kann sich auch jeder das Arzneimittel leisten, weil er einen Arbeitsplatz hat und auch etwas Geld in der Tasche.


Entsetzt (09.08.06 11:07)

Auf jedem Fall gehe ich jetzt in die rote Apotheke nicht mehr, sondern nur noch in die Grüne. Oder?

mirta (09.08.06 11:30)

Vielmehr ist der Neid einiger Juristchen größer als deren gesunder Menschenverstand oder? aber wer macht eigentlich die Preise??? Bisher??? Im Staat??? Wer arbeitet denn an diesen Postitionen in Ministerien??? Juristen??? Oh ja, da fällt mir ja glatt was auf.... Sieht vielleicht sogar jemand mal die Idee, dass Juristen Gesetze und Verordnungen machen... und damit auch die Apotheken und Pharma(Preis)gesetze??? Danke Juristen für die letzten 20 Jahre der Unterdrückung durch zu hohe Preise???? Hinterfragt euch bevor ihr schreibt, vor allem euren Berufsstand...

jo (09.08.06 11:54)

Kann es nur begüßen,endlich hat der mündige Bürger das was andere Brancen schon lange aufzeigen: Wettbewerb! Gratulation dem kleinen Bundesland mit Inovationen,dies hat geschaft was unsere Frau Schmidt einfach nicht schaffen möchte.Wie auch ,bei der Meute voller Lobbiesten welche nur Ihre eigenen Interessen vertreten.Hoffe nur das Doc Morris den langen Atem zeigen kann und nicht von der profilneurotischen Pharmaschaft in die Enge getrieben wird.Wir die seit langem überzahlenden Patienten (haben so manchen Porsche Chayenne mit bezahlt)sollten diese Chance nutzen und so den Mut des grünen Kreuzes unterstützen.
M.Günther

M. Günther (09.08.06 13:17)

Ich lach mich tot. Während sich die Deutschen noch hinter ihren Paragraphen verschanzen kommen die Hollander und räumen den Markt ab. Klagt ruhig weiter, die Optionen gehen Euch ja langsam aus.

So soll es sein!!!

Möge der Klügere gewinnen, für den Kunden gibt es endlich mal Wettbewerb.

Endlich mal größere Ketten, die ganz anders mit den Pharmafirmen verhandeln können als der einzelne Dorfapotheker.
Leute, seid nicht so naiv. Dies Gesetz gegen die Filialisierung bei Apotheken soll doch nicht den Kunden schützen, sondern nur die Pharmafirmen. Ihr glaub gar nicht wie möchtig die Pharmalobby in Deutschland ist.
Es ist schliesslich immernoch der Arzt, der eine Diagnose und eine Medikation verschreibt. Der Apotheker ist nur der Überqualifizierte Händler, der ab und zu mal ne Salbe zusammenrührt und einem immer das Präparat verkauft, das der Arzt gar nicht aufgeschrieben hat, weil er an Bayer mehr verdient als an Ratiopharm.
Ihr Apotheker könnnt euch dumm und dusselig diskutieren und klagen, das ist eine Entwicklung die lange Zeit überfällig war und an deren Resultat ihr nichts mehr ändern könnt.

jan (09.08.06 14:28)

Hallo, ich glaube Konkurrenz tut gut. Die heutigen Apotheker müssen schon kämpfen, aber einiges könnte billiger sein. Ich bekomme z.B. Paracetamol um ein Vielfaches preiswerter in den NL, warum nicht hier oder Ibuprofen, Voltaren usw. Dafür finde ich es gut so eine Doc Morris Apotheker. Aber ansonsten bleibe ich bei meiner fachkundig beratenden Apotheke.
Helga 16.30 - 09.08.

Helga (09.08.06 16:13)

Schön zu beobachten, dass weiterhin von uns "Deutschen" in der Zukunft und im eigenen Land nichts zu bewegen ist. Super tolles System, innovativ, flexibel und mit Visionen behaftet. Wann klingelts eigentlich in der oberen Kruftiloge der Regierung? Nie, sind alle von der Lobby finanziert.

Gruß v. freies Deutschland

Stiller Beobachter (09.08.06 16:30)

Bald suchen alle Billigheimer in Ihrem Ort vergeblich eine Apo. Und billiger? Siehe USA!
Doppelt so teuer. Glauben die Leute, dass Aldi und Co so billig arbeiten wie Apotheken.
eigentlich müßig zu diskuttieren wo Unverstand wahre
urständ feiert

Scarabaeus (09.08.06 17:19)

Schon mal Gedanken darüber gemacht, daß auch Doc Morris ein Pharmalobbyist sein könnte?
Dort gibt es nämlich kein verfügbares Vollsortiment, wie es jede deutsche Apotheke anbieten muß!Es wird nichts umständlich beschafft, wenn man bei Doc Morris nicht Teilhaber dieser Pharmafirma ist...da werden Rosinen gepickt!!!Und das soll ein Fortschritt für den Kunden sein?
Und zum Thema das man in der Apo immer ne andere Firma erhält, als die die der Doc verordnet hat...auch der Verordner erhält von den Pharmafirmen Zuwendungen und ist nicht frei in seiner Entscheidung..d.h. sie wird ihm in gewisser Weise erleichtert :-)

Der Kaufmann Apotheker hat somit auch die freie Auswahl bei den Generika und sichert damit sein Einkommen und vor allem die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter - immerhin 200.000 z.Zt.

In diesem Sinne:abwarten und Geld zählen....

Linde (09.08.06 18:28)

Ich habe einen Kommentar geschrieben und eine sehr unfreundliche email an meine email-adresse bekommen.
Wie kommt jemand an die adresse?
Ich werde in Zukunft also solche Kommentare-schreiben-Aufforderungen meiden.
Helga
09.08. 21.55

Helga (09.08.06 21:39)

Als alter Kunde von Ihnen, meine Glückwunsche zu weiteren grünen Apotheken ! Gut das diese alten Strukturen aufgebrochen werden.
MfG KW

Klaus Witte (09.08.06 23:05)

Liebe Helga!

Als Autor des Artikels und Redakteur des LAWgical kann ich Ihnen mitteilen, dass Ihre e-Mail-Adresse nicht von unserer Redaktion veröffentlicht oder einem Dritten zugänglich gemacht wurde.

Ich bedaure Ihren Entschluss, sich nicht weiter an einer Diskussion zu beteiligen, obwohl Sie dies gerne täten. Insoweit hätte auch ich es begrüßt, wenn der Absender der an Sie gerichteten e-Mail - ebenso wie Sie - sich an dieser Stelle, für alle sichtbar geäußert hätte.

M.Weller (09.08.06 23:52)

Meine Glückwünsche an Ralf Däinghaus und sein Team, die es wieder einmal geschafft haben, den Apothekenbesitzstandswahrern in den Popo zu treten. Bleibt zu hoffen, das endlich den vielen überzähligen Apotheken und damit auch den Preistreibern der Hals zugezogen wird. Der mündige Verbraucher wirds dankbar zur Kenntnis nehmen und ich kann meine Medikamente beim Freigang jetzt in SB einkaufen. Hoffentlich mache ich keine Dummheiten dabei.
Dr.H.L.

Dr. Hannibal Lecter (09.08.06 23:58)

Ich finde diese Diskussion über Wettbewerb im Arzneimittel Sektor ganz Klasse.
Oma Erna wird sicherlich richtig Glücklich darüber sein, dass sie Ihr Herzmedikament welches in Ihrer Apotheke in Spandau 30€ kostet, in Zossen so ca. 30km weiter südlich für 20€ beziehen kann, oder andersrum klar mit 80 Jahren googelt sie mal schnell in den Niederlanden.
Leute Ihr macht Euch und allen anderen folgenden Generationen das Leben nur schwerer.
Diese Geiz ist Ge... Mentalität kostet uns allen div. Sozialversicherungspflichtige Jobs, oder glaubt hier irgendjemand das Doc Morris in seinen Versandlagern PTA's, Pharmazeuten o.ä. beschäftigt.
Lidl und Aldi beschäftigen zum grossen Teil auch nur Leute auf 300€ Basis.
Also klar: 200.000 Sozialversicherungspflichtige Jobs gegen 1€ billigeres Aspirin.
MAHLZEIT

sixpack (10.08.06 09:17)

Ich weiß garnicht was die Aufregung soll, alle Branchen sind von der Globalisierung betroffen und warum sollten ausgerechnet Apotheken davon ausgenommen werden? Es hätte schon viel früher ein Ausländisches Unternehmen diesen Markt betreten sollen.

Die Medi Preise in DE sind unverschämt und da kann es keine 2 Meinngen geben. Ich wohne an der Niederländischen Grenze und weiß daher das z.b. Frauen ihre Anti - Babypillen für fast den halben Preis bekommen und das vom selben Hersteller!!

Hitman (10.08.06 10:27)

Hitman......
hast Du mal darüber nachgedacht das in NL die Märchensteuer ne andere ist.
Wenn die Pille in DE 11.60€ kostet und in NL 10€ kann wohl jeder rechnen das die diff. nicht beim Apotheker bleiben und die Preissteigerung ab 01.01.2007 auf 11.90€ in DE bleibt auch nicht beim Apotheker.
Uns Ulla hat diesen Kommentar, näselnder Weise, auch schon von sich gegeben.

sixpack (10.08.06 10:36)

Die NL haben 19% Mwst und wir noch 16% und wenn ich die hälfte sage, dann meine ich nicht €1,60!

Das Problem in DE ist einfach, das es in dieser Branche keine echte Mitbewerber gibt und statt nun zumeckern sollen uns die Deutschen Apotheker einfach ma zeigen das sie die besseren sind. Ich sehe im Moment nur die Angst bei denen.

Und wenn wir jetzt mit dem verlust der Arbeitsplätze argumentieren wollen, dann sollten wir berücksichtigen das unser Staat wohl der größte Vernichter von Arbeitsplätzen ist

hitman (10.08.06 10:48)

Den Jubel zu DocMorris kann ich verstehen und schüttel doch den Kopf in Unglauben über diesen Unsinn: Es wird geltendens Recht gebrochen, um einer Aktiengesellschafft (wurden vor kurzen noch als Heuschrecken bezeichnet) Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Eine AG ist genause wie eine normale Apotheke bestebt Gewinn zu erwirtschaften, nur sind die finanziellen Möglichkeiten den Markt zu gewinnen unterrschiedlich. DocMorris treibt das Spiel Anteile am dt.Markt zu gewinnen, schon ein paar Jahre und hat noch immer keinen nennenswerten Gewinn eingefahren, as kann nur eine AG aushalten. Warum macht das eine AG? Weil sie sich davon verspricht zukünftig den Markt zu dominieren und dann die Gewinne zu holen die in deen Jahren vorher nicht gemacht wurden. Wie geht das? Na wie es jetzt ja angeblich auch schon geht, durch hohe Preise. Wer glaubt, daß DocMorris bei marktbeherrschender Position kleine Preise machen wird, der träumt. Ein Beispiel der Gegenwart zeigt wie Ags agieren: Die Allianz macht Milliarden Gewwinne und entläßt doch tausende von Mitarbeitern, die diesen Gewinn erwirtschaftet haben. Empörung!!
Ein weiteres Beispiel: Media Markt, der doch so günstig ist, wird ständig von Marktforschern kritisiert, da seine Preise überhöht sind, entweder weil Geräte veraltet und damit nicht mehr marktgerecht berechnet sind, oder geringerre Ausstattung haben, als vergleichbare Geräte im Einzelhandel und damit auch nicht marktgerecht berechnet sind. Von der Beratung die im Media Mrkt mühevoll erkämpft werden werden muß gar nicht zu sprechen.
Da ist dann wieder die Parallele zur Apotheke Da kauft Helga lieber bei DocMorris weil es so schön billig ist, für die Beratung geht sie lieber in die bekannte Apotheke vor Ort, aber bezahlt sie denn auch dort die Information die sie erhält? Nein, außer sie kauft dort etwas, denn Apotheker sind Dienstleistr,die ihr Dienstleistungshonorar über die verkaufte Ware beziehen. Bei der nächsten Notdienst-Inanspruchnahme sollte sie dara denken, daß der DocMorrisNotdienst im Internet erst in drei Tagen liefert, also Notfälle bitte vorausplanen!! Ach das geht nicht?
Thema Preisbildung der Apotheke: In Deutschland wird 16% MwSt kassiert in Holland nur 6%, also schon mal ca. 10% günstiger. Der Staat hat im Jahr 2005 aus den Umsätzen der Apotheken mit den gesetzlichen Krankenkassen genausoviel MwSt kassiert, wie diese an Rohertrag erwirtschaftet haben. Der Staat hat nur die Hand aufgehalten, die Apotheken haben dafür gearbeit und arbeiten lassen, mußten also noch Gehälter zahlen, Sozialbeiträge abführen und den Rest dann nochmal besteuern lassen.
Mein Schwager ist Amerikaner und so kann ich die Preise aus dem Land der Glückseligkeit ganz gut verrgleichen. Verschreibungspflichtige Medikamente kosten dort das zwei bis dreifach verglichen mit dem dt. Markt. Noch mag in Polen das Herrzmedikanet für Oma Erna günstiger sein, da der Markt dort noch von der Industrie isoliert betrachtet wird, sollte eine weitere Globalisierung im Arzneimarkt einsetzen, wird die Industrie reagieren und die Preise angleichen.
Ach ja noch mal Amerika: dort ist der Versandhandel nur innerhalb des Landes erlaubt, eine Einfuhr von außerhalb des Landes ist verboten, sonst müßten die Rentner ja nicht nach Kanada oder Mexico reisen um sich dort mit günstigen Medikamenten zu versorgen.
Dies läßt sich noch endlos fortführen und wird doch nicht die überzeugen, die glauben, daß mehr "sogenannter" Wettbewerb für bessere Preise sorgt.
Warum gejubelt wird, wenn der dt. Mittelstand, der ausbildet, der wohnortnahe Arbeitsplätze schafft, der sozial integriert ist und dementsprechend ein Interesse an der Gesellschaft hat, vernichtet wird kann ich nicht verstehenund schüttel deswegen den Kopf über den DocMorris Unsinn.

Mozart Apotheke Würzburg (10.08.06 11:08)

@ Mozart Apotheke:

Natürlich ist Doc Morris nicht das was es nach außen verspricht und das man da auf dauer auch nicht billig einkaufen kann sollte jedem klar sein.

Aber mit dieser Kette kommt endlich mal Konkurenz ins Land und das ist gut. Konkurenz belebt das Geschäft und das muß man in allen Branchen feststellen. Ich wohne wie bereits erwähnt in den NL und habe mit meinem Unternehmen stark mir Mitbewerbern aus den NL zukämpfen. Sicherlich habe ich schon geflucht und gemeckert ABER ich musste mir auch einige neue Dinge einfallen lassen um nicht Mitarbeiter zuentlassen oder andere Schritte in dieser Richtung einzuleiten. Vor 8 Jahren hatte ich 29 Mitarbeiter und heute habe ich 40. Also trotz steigener Konkurenz kann man positive Geschäfte machen.

Mein Schwiegervater hat ein Bauunternehmen in der 3. Generation und die Arbeiter aus Polen machen ihm das tägliche Geschäft nicht leichter. Doch er hat den Konkurenzkampf angenommen und behauptet sich jedes Jahr aufs neue. Sogar der Staat vergibt Aufträge nach Polen und weitere Ostländer, doch Schwiegervater muß nur mit wenigen Umsatzrückgang leben aber das liegt am allgemeinen Bautief.

Man sollte nicht immer Angst haben wenn Konkurenz den Markt aufsucht, man sollte einfach beweisen das der Preis nicht alles ist. Ich kann gerne 40 Zeugen aufzeigen die diesen Kampf mit Ausländischen Mitbewerbern täglich aufnehmen und sich sehr gut schlagen.

hitman (10.08.06 11:19)

Hab da einen kleinen fehler getippt *g* Ich wohne nicht in Holland sondern an der Grenze, also in der Nähe. Sorry

hitman (10.08.06 11:21)

hitman

Ich habe keine Angst vor Mitbewerbern, aber es geht erst mal um gleiche Bedingungen. Das Apothekengesetz hat viele Auflagen für uns: bestimmte Fläche der Apotheke, Ware, die verkauft werden darf, technische Ausstattung, Notdienstpflicht( die ich begrüße), Anfertigung von Rezepturen usw.
Für das Baugewerbe gilt vielleicht ähnliches, zur Zeit stellt sich für uns aber die Situation so dar, als wenn einer kommt und sagt die Bauhandwerker aus Polen, müssen nur geringere Normen einhalten, für die dt. Handwerker gilt dies nicht.
Wir haben hier in Deutschland Gesetze die für alle gelten, warum wird es Pfründeerhalten bezeichnet, wenn man diese Rechtssicherheit einfordert? Das Vorgehen von DocMorris ist leider immer der Weg des Rechtsbruchs, um sein Ziel zu erreichen. Der richtige Weg wäre aber vor dem EUGH zu klagen um sein Recht zu bekommen, dann die Gesetzesänderungen des Landes abzuwarten und dann zu handeln.
Wr haben zur Zeit keine Planungssicherheit mehr: als Beispiel das neue Eckpunktepapier der Regierung: ein Punkt ist, daß die Apotheker 500 Mio. EUR ins System der Krankenkasse dadurch bringen, daß sie mit der Pharmaindustrie Rabatte vereinbart und diese an die Kassen weiterleiten. Durch die letzte Reform ist uns aber verboten worden mit der Industrie Rabatte zu vereinbaren. Wie soll es also funktionieren, zumal wir auch nichts in der Hand haben, das wir der Industrie anbieten können (nur so geht das nähmlich: Ich geb dir was, dan gibts du mir was) um Rabatte zu erhalten. Der Clou ist aber nun, wenn wir die Rabatte nicht erringen, müssen wir die Differenz aus eigener Tasche zahlen. Bei ca. drei Milliarden EUR Rohertrag in 2005 bedeuten 500 Mio eine ganze Menge Geld! Dies wird dann wirklich Existenzen kosten.

Mozart Apotheke Würzburg (10.08.06 11:54)

Sicherlich haben Apotheken einen größeren Katalog an Verordnungen wie viele anderen Branchen, schließlich geht es ja um Gesundheit. Aber wenn man das Baugewerbe nimmt, im durchschnitt kostet der Polnische Handwerker ( in Polen angemeldet ) incl. aller Abgaben 9,50€, aber in Deutschland kostet eine ungelernte Kraft mind. 10,50€ pro Stunde plus Sozialabgaben und da brauche ich Dir ja nicht erzählen wieviel da noch draufkommt.

Ich stimme Dir zu, das Recht und Gesetzt nicht gebrochen werden darf aber gleiche Bedingungen ist bei ausländischer Konkurenz unmöglich.... Ich sehe es an den Niederländern und Deutschland. In den Niederlanden werden "Bauern" vom Staat gefördert und können so mit der Industrie Geschäfte machen aber bei uns ist es anders. Das bißchen Geld was Sie von der EU bekommen reicht nicht wirklich. Der deutschen Staat gibt kaum noch Geld und begründet es mit den Fördergeldern der EU, die JEDES Land bekommt. Was ich damit sagen will, das die Produkte die ich vertreibe in Holland eh billiger sind und meine Firma gezwungen wäre auch dort einzukaufen, ich aber versuche deutsche Ernte an meine Kunde zubringen. Nur mit deutschen " Bauern " kann man schwer Geschäfte machen weil sie preislich nicht an den Niederländern oder auch Belgierer rankommen.

Was mich aber an der ganzen Geschichte ein wenig stört ist, das anscheinend EU Recht über Deutsches Recht steht und das kann nicht der richtge Weg sein

hitman (10.08.06 12:12)

.... da haben so einige Apotheken etwas falsch verstanden.Das Problem ist nicht Doc Morris, sondern das völlig unverdiente Monopol der Apotheken.Wir leben im Jahr 2006 und nicht nicht mehr im 19.Jahrhundert wo Salben und Medikamente in der Apotheke selbst angefertigt wurden.Auch der alte Witz der Beratung ist völlig unnötig,diese erhalte ich immer schon zuvor beim Arzt. Heute wird das schnelle Geld gemacht und die Pharmalobby gesättigt.Nicht die günstigten Medikamente (stehen meistens versteckt in der Ecke),sondern die gewinnbringendsten werden schon beim Arzt verschrieben.Nun gillt das was seit langem überfällig ist,...WETTBEWERB!! ist das Zauberwort,dies unterliegt allen Anbietern gleich,oder denken Sie Doc Morris wäre der einzige Anbieter in 5 Jahren.Es wird eine Strukturveränderung auf dem gesamtem Markt in den nächsten Jahren geben,der Arbeitsplätze kosten wird,aber auch neuen schaffen kann.Wir wohnen in einer kleinen Gemeinde im Hunsrück,dort gibt es 2 Apotheken,aber eine Tüte Milch ist nicht mehr zu bekommen.Also ein großes Lob an die Veränderung,die unsere (lobbybehafteten)Politiker im Land nicht lösen wollten,aber den Bürger endlich auf den richtigen Weg bringen wird.

M.G. (10.08.06 12:20)

AN M.G.
auch diese Antwort wird als Lobbyarbeit abqualifiziert werden.
Aber mir muß endlich jemand etwas erklären: M.G. sagt, daß der entstehende Wettbewerb sichere Arbeitsplätze kosten wird (Faktenfeststellung), diese werden aufgegeben für welche die entstehen können (Annahme). Warum ist es ein so großer Sieg das Aspirin 50 EUR-Cent günstiger zu bekommen, wenn dafür die Sozialabgaben im Bereich der Arbeistlosenversicherung steigen, das heißt alle betreffen?
Noch ein interessanter Gedanke ist sich zu beschweren, das im Dorf von Apotheken die dörfliche Struktur stärken, aber Tante Emma-Läden nicht mehr existieren, um die tägliche Milch zu kaufen, da diese ein Opfer der Lebensmittel-Oligopole wie EDEKA oder REWE geworden sind. Denn das Geschehen um DocMorris wird ähnlich Ergebnisse für Apotheken nach sich ziehen, das heißt es werden Apothekenketten als Oligopole entstehen die nur Interesse haben sich in Zentren niederzulassen, die Struktur stirbt mit der Konsequenz, das weite Wege zu den Medikamenten entstehen.
Übrigens der Arzt hat durch die Verordnung von teuren Medikamenten keine Wertschöpfung (bitte jetzt nicht das Argument Ärzte stehen auf der Gehaltsliste der Pharmaindustrie, dies kann nicht für über 60.000 Ärzte stimmen). Die Apotheke hat nur noch ein Fixaufschlag von 8,10 EUR plus 3% auf den Einkauf auf das Medikamente, ob es 10,- oder 1000,- im Einkauf kostet, also ist für die Apotheke die verordnete Menge der Medikamente in erster Linie wichtiger als der Abgabepreis. Ach ja ein letzter Hinweis den Die Krankenkassen nicht gerne kommunizieren, auf jede Packung bekommt sie nämlich 2,- EUR Rabatt von den Apotheken, also 25% des Fixaufschlages.
Nun ma frohes rechnen wie reich ein Apotheker wird

Mozart Apotheke Würzburg (10.08.06 13:49)

Ich frage mich nun, wenn alle Apotheker nichts verdienen und auch die Ärzte jammern wie arm die sind, warum gibt es soviele davon? Ich bin überzeugt das jeder Apotheker mehr verdient als der durchscnitt in meiner Firma.

hitman (10.08.06 14:08)

Lieber Unbekannter aus der Mozart Apotheke,
DANK für Deinen fundierten und hervorragend formulierten Beitrag.
Es ist niemandem klar, daß eine oder 100 Apotheken nicht den Preis für Medikamente beinflussen.
Die Apotheker sind voll Kaufleute, das ist niemandem klar.
Aber, welcher Kaufmann muss sich rumschlagen mit vordiktierten Preisen.
Zitat:
>>> Die Apotheke hat nur noch ein Fixaufschlag von 8,10 EUR plus 3% <<<

Für mich gibt es hier nur eines:
entweder wir geben den Markt komplett frei.....
oder....
wir bleiben beim "alten" System, das dann aber für alle gilt.

Sixpack (10.08.06 15:31)

Die Diskussion um das Einkommen eines Apothekers erinnert mich an ein Gespräch mit dem Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens. Der fragte (eher rethorisch): "Was nutzt das ganze Geld, wenn es bei Herrn Aldi auf dem Konto liegt?". Was er damit meinte dürfte jedem einleuchten: Das erfolgreiche des Geschäft eines Großunternehmens hat den Nachteil, dass es ab einem bestimmten Zeitpunkt dem Markt mehr Geld entzieht, als es in den Markt zurückfließen lässt und führt schließlich zum Erlahmen der Wirtschaft - das, was wir zur Zeit erleben. Eine Theorie, die - wie ich finde - nicht so ohne Weiteres von der Hand zu weisen ist. Vielleicht sollte die Diskussion daher dahin gehen, dass man überlegt, welche Form des Wettbewerbs wünschenswert wäre.

M.Weller (10.08.06 15:32)

Solange es für ALLE Branchen einen offenen Wettbewerb gibt können wir zufrieden sein. Geschäftsbereiche mit Monopol sind das, was die Wirtschaft unten hält. Es sollte im Grunde das Monopol für sämtliche Bereiche fallen gelassen werden, den ordentlicher Konkurenzkampf belebt die Wirtschaft und der Kunde ist der lachende dritte am Ende

hitman (10.08.06 16:56)

Hallo Autor und Redakteur,
danke für Ihre an mich veröffentlichten Zeilen.
Ich habe selbst herausbekommen, wie man an die email-adressen kommen k o n n t e - heute geht es nicht mehr. Und zwar: die Unterschrift des Schreibers war bisher grün unterlegt, wenn man darauf tippte, stand unten in der Fussleiste die jeweilige email-adresse. Ich habe es zigfach ausprobiert. Es war also ein Fehler von Ihnen ,.... jetzt geht es nicht mehr!!!
Derjenige, der mir die unfreundliche und unsachliche email auf meinen kurzen Kommentar geschrieben hatte und mit "wow" unterschrieb und zu erkennen gab, dass er nichts begriffen hatte. Ich habe ihm zurückgeschrieben, was er bezweckt mit dieser blöden email u. ob er ein Hund sei, Wow. Daraufhin schrieb er heute ...liebe .... und er entschuldigte sich, er hielte nichts vom Internet, .....
Also vorbei.
Man konnte also die email-adressen von jedermann erfahren, das scheinen Sie ja jetzt abgestellt zu haben.
Zu dem eigentlichen Thema:
Apotheken-Ware preiswerter kaufen:
durch DocMorris habe ich mich mit einer bestimmten Internet-Apoth. befasst und dabei herausgefunden, dass z.b. homöopatische Mittel, ....Globuli 20 g knappe 8,-- Euro kosten, hier in Dt. Apotheken 10 g 6,45. Da wir Verbraucher alle viel mehr selbst zahlen müssen, werde ich davon in Zukunft Gebrauch machen. Betone aber, Apotheken-Beratung muss sein. Da kann ich ja mit den verschriebenen Mitteln hingehen.
Ich bekomme ab 1.1.06 kein Heuschnupfenmittel mehr verschrieben, ich kaufe es einfach so, also brauche ich dafür auch keinen zuständigen Arzt. Die Beratung macht jetzt die Apotheke.
Eine Schraube ohne Ende, alle haben Einbussen.
Konkurrenz ist gut.
Helga 21.48 - 10.8.06

Helga (10.08.06 21:34)

frage an die apotheker die hier so fleissig schreiben und versuchen mit rechte und gesetze zu argumentieren. glauben sie wirklich sie koennten damitt gegen d.m. was ausrichten? warum keine sammelklage, warum kein verband, warum kein sog. angriff - nicht mit schreiben. sondern taten. aktiv was tun. selbst an die front und gekämpft. was tun die saarbruecker apotheker gegen d.m.? ich wuerde paroli bieten. aber man wartet ob doch noch ein kollege einen prozess anstrebt. daraus wird nichts. die sache ist schon gelaufen. man wird es schlucken und abwarten. so wie bei den versandhaendlern. nichts dazu gelernt. man hat ja schliesslich anderes zu tun. ich kann aus eigener erfahrung sagen dass die meisten apotheker schlafen. greifen sie sich selbst an die nase.
ich habe etlichen apothekern vorschlaege unterbreitet. im besonderen auf sogenannten diabetikertagen. die allerwenigsten machen was.
ein insider. gute nacht es hat so kommen muessen.

beobachter (10.08.06 21:56)

Schön, daß ich gerade ein paar Tage Urlaub habe und somit noch ein wenig schreiben kann.
Zur Frage warum der Verband der Apotheker nicht angreift, kann ich nur sagen, daß laut Verband Klagen gegen die Betriebserlaubnis von DocMorris eingereicht sind.
Mit Zivilcourage reagieren die saarländischen Pharmazieräte( von der Aufsichtsbehörde der Apotheken eingesetzte Apotheker, die Apotheken kontrollieren, ob sie den Vorgaben des Apothekengesetzes genügen), diese lassen zur Zeit ihr Amt ruhen, trotz Drohung seitens Ministers Hecken dies rechtlich zu verfolgen (komisch hier hat er wieder sein Bewußtsein für geltendes Recht gefunden), da sie bei der Betribserlaaubnis übergangen worden sind. Normal müssen sie eine Apothekenbegehung machen und erklären ob die Apotheke betreibsberiet ist oder nicht.
Es wäre noch die Frage zu klären, warum eine AG für den Betrieb einer Apotheke so "gefährlich" oder auch nachteilig sein kann, während die jetzige Rechtsform der Apotheken( Personengesellschaften) mehr Sicherheit bedeutenn: Auch in Apotheken können Fehler gemacht werden. Eine AG ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, haftet also bei Schäden nur in Höhe der Gesellschaftseinlage, die jetzige Rechtsform der Apotheken sorgt für eine unberenzte Haftung, also nicht nur das Firmenvermögen dient zur Absicherung von Schäden sondern auch das private Vermögen des Apothekers. Wie gesagt ein Fehler kann immer mal passsieren, bei dem auch gravierende gesundheitliche Schäden entstehen können. Hier ist auch eine erklärung warum es beim monatlichen Einkommen des Apothekers ruhig ein bischen mehr sein darf als 1500,- pro Monat wie oben gefordert. Der Einsatz des Apothekerrs als Selbstständiger ist mit nicht geringen Risiken verbunden, wie pesönliche Haftung, Vorfinazierung des Warenlagers, das mal leicht 100.000,- EUR überschreiten kann, dazu kommt ein nicht unerheblicher zeitlicher Einsatz ( meine Wochenstunden belaufen sich zur Zeit auf ca 60 Stunden, zuzüglich Notdienst 1-2x im Monat), mal Kranksein ist nicht drin, dieser Urlaub ist der erste seit zwei Jahren und ich fahre gerade mal eine Woche an die Nordsee.
Ich möchte dies nicht als Klagen verstanden wissen, sondern daß es einfach als Fakten zur Kenntnis genommen wird.

Mozart Apotheke Würzburg (11.08.06 14:06)

Mir kommen die heutigen Apotheken vor wie Tante Emma Läden.
Nur weil Doc M ne AG ist muss man sie nicht gleich mit der Allianz auf eine Ethik-Stufe setzen. Ein Einzelunternehmen und eine AG streben zuerst mal nach Gewinn. Nur weil die Werbeagentur von nebenan die selbe Rechtsform hat die die Dorfapotheke kann man ja nicht alle Apotheker verdächtigen Praktikanten auszunutzen und so moderne Sklavenarbeit zu betreiben.
Schaut Euch mal die Jobseite von Doc Morris an, dort werden für Praktikanten z.b. sehr gute Arbeitskonditionen mit Unterstützung von Mitkosten und Praktikumsvergütung angeboten. Heutzutagen schon fast die Ausnahme.
Und nur weil Doc Morris jetzt seine erste Filliale eröffnet muss man nicht schon von Marktbeherschung sprechen. Es muss nur noch eine oder zwei andere Ketten dazukommen und schon gibt es einen Wettbewerb.
Und Aldi beschäftigt NICHT hauptsächlich 300 Euro Kräfte, sondern bezahlt überdurchnittlich gutes Geld.

Die Argumente der Apotheker hier sind sehr dünn.

jan (11.08.06 19:31)

Lieber Jan,
wenn ich lese , was du da von dir gibst,
glaube ich nicht,daß dir die Argumente
zu dünn sind, sondern daß sie dich
überfordert haben.
Lies dir doch mal den Kommentar von
hanoi 04.08.2006, 12:32
durch, vielleicht hilft`s.

Schmid (12.08.06 18:12)

Wäre gesichert,wenn einige wenige Anbieter in
Zukunft die Arzneimittelversorgung mit weniger Personal in preisgünstigeren Räumen mit preisgünstigerer Austtattung durchführen, daß die dann geforderten Preise zum einen nicht ihre
Marktdominanz (mehr Wettbewerb? )widerspiegeln und zum anderen beim deutschen (!) Fiskus einen wenigstens teilweisen Ausgleich für die
entstandenen volkswirtschaftlichen Schäden
( Kaufkraftabfluß,Lohnsteuereinnahmenminderung,
Sozialversicherungseinnahmenminderung, Hartz IV-
Zahlungen etc.) darstellen ??

Branchen, die eine derartige Entwicklung ( mehr Wettbewerb ) bereits hinter sich haben, lassen daran zweifeln !!

Wäre für eine derartige Konstellation auch die
Haftungsfrage bei Personenschäden- analog der
unbeschränkten Haftung des Apothekers- geregelt ???

Fritz (13.08.06 17:08)

Kann man jetzt vielleicht auch noch einen
pfiffigen Tip des saarländischen Justizministers
für die deutschen Steuerzahler erwarten ?

Im deutschen Steuerrecht gibt es doch bestimmt
auch ein paar evtl.nicht EU-konforme
Vorschriften.

Was beim Apothekenrecht möglich ist..... .

Fritz (14.08.06 16:14)

Im Grunde sollten die Apotheker keine Angst vor DocMorris haben, sondern wenn es eine betreffende Gesetzesänderung gibt, dann bekommen wir bald unsere Medis bei Schlecker, DM und co.

Und übrigens, bei uns in NRW werden demnächst die Ladenschlußzeiten abgeschafft und man darf Mo-Fr 24h rund um die Uhr geöffnet haben. Doch respekt vor unseren kleinen Geschäften die es sich nicht leisten können 24h geöffnet zuhaben, die jammern nicht sondern überlegen sich GEMEINSAM wie man die Verluste klein hält

hitmansascha (17.08.06 10:46)

Ich kann die Apotheken nicht verstehen, wie kann man sich nur so lächerlich machen.
Da wird mit Gesetzen argumentiert, die eindeutig nicht im Einklang mit dem Gemeinschaftsrecht der EU stehen. Dies wird das Verwaltungsgericht des Saarlandes zweifelsfrei feststellen.
An Stelle der Apotheker würde ich mir mal Gedanken machen, warum sie sich so vor Doc Morris fürchten. Wenn sie soviel gewissenhafter und besser sind, dann haben sie wohl nichts zu befürchten, denn ich denke wohl kaum, dass zufriedene Kunden es nötig haben zu Doc Morric zu rennen bzw. dort Kunde zu bleiben, falls sie mit Doc Morris unzufrieden sind.
Wettbewerb hat noch nie geschadet und verkrustete Strukturen noch nie geholfen.
Also mein Vorschlag an die Apotheker: Bereitet euch auf den Wettbewerb gründlich vor und stellt ihm euch!Zeigt eure Vorteile gegenüber Doc Morris transparent und für jeden Kunden nachvollziehbar auf! Lasst doch endlich mal den Kunden entscheiden, woher er seine Medikamente bezieht!

Ignaz (21.08.06 13:01)

Was glaubst du Ignaz, wer die Stadionrunde 400 m
schneller schafft, ein Läufer oder ein Motocross-
Fahrer mit Spikes ?
Wenn Wettbewerb von den Organisatoren so
geregelt wird, möchte ich nicht der Läufer sein.
Lies dir doch einfach mal den einen oder anderen
Gedanken etwas genauer durch.

Fritz (21.08.06 14:30)

Ich hätte gern gewußt wie teuer die Körperlotion bei eubos oder Eucerin sowie andere Produkte für Neurodermitis erkrankte von diesen Firmen sind.


Mit freundlichen
Waltraud Carell


Waltraud Carell (21.08.06 14:58)

Sorry, aber dafür habe ich weder Mitleid noch Verständnis übrig. Wer nicht mehr mithalten kann, der soll sich ruhig ein paar mehr Gedanken machen, warum dem so ist. Die Gesetze, auf die sich hier berufen wird, sind nicht mehr zeitgemäß und EU-rechtswidrig. Es bringt doch nichts dieses künstlich geschaffene, konkurrenzlose Schlaraffenland der deutschen Apotheker ewig beizubehalten und gegen Eiunflüsse von "aussen" zu schützen.
PS: Die armen Heizer haben auch geheult, als die Dompflokomotiven abgeschafft wurden!

Ignaz (21.08.06 20:58)

Lieber Ignaz,

wer seine (vorgefaßte)Meinung hat
dem ein oder anderen Vorurteil nicht
abgeneigt und beratungsresistent ist,
dem soll man nicht zuviel Zeit hinterhertragen.

Wenn einge wenige Ketten in Zukunft den
Vertriebsmarkt beherrschen sollten und
die kleine, lästige Konkurrenz das Handtuch
geworfen hat, werden Rossmann, dm, doc morris
und co. bestimmt nicht bei Ignaz nachfragen
was er jetzt z.B.gegen Preiserhöhungen
einzuwenden hat, gegen Personalentlassungen
aufgrund share holder value oder Filialschließungen aufgrund mangelnder
Rentabilität, etc.etc. .
Und die o.a.Protagonisten werden ihr sauer
verdientes Geld auch nicht in Ignaz Kleinstadt
beim Bäcker, Metzger, Wirt, Fahrradgeschäft etc.
ausgeben, sondern da wo der Wettbewerb (!)die
beste Rendite und die geringsten Steuern verspricht.

Fritz (22.08.06 12:10)

Na und? Lerne damit zu leben, exakt das nennt sich freie Marktwirtschaft! Ausserdem besteht bei dem von dir ausgemalten Szenario (Anhebung der Preise durch die bösartigen Grosskapitalisten, sobald diese eine "Monopolstrellung inne haben) durchaus die Möglichkeit, dass exakt dann wieder neue Apotheken öffnen, die wieder konkurrenzfähig sind. Ausserdem haben die bisherigen Apotheken die Möglichkeit eben die Medikamente zu veräussern, die Doc Morris nicht anbietet!
So ist es z. B. bei kleinen Geschäften des Einzelhandels zu beobachten, dass sie der Konkurrenz der grossen Kaufhäuser dadurch begegnen, dass die sich Spezialisieren und dadurch teilweise erstaunliche Gewinne zu verzeichnen haben.

Ignaz (22.08.06 13:49)

Ach noch eins, es ist natürlich evident, dass bei Doc Morris Maschinen arbeiten, die kein Gehalt beziehen, dass sie Bäcker, Metzger, Wirt, Fahrradgeschäft etc. verbraten. Ebenso muss es als Tatsache hingenommen werden, dass die braven Apotheker ihren kompletten Gewinn in Mettbrötchen und Fahrrädern etc. anlegen und somit wesentlich zur Binnenkonjunktur beitragen.

Ignaz (22.08.06 14:03)

Ach Ignaz ....

Fritz (22.08.06 15:47)

Hallo da bin ich wieder.

Was Ignaz beschreibt ist keine frei Marktwirtschaft, sonden Kapitalismus der feinsten Sorte, folgend den darwinistischen Thesen nur die Starken überleben.
Nur leider ist das Wirtschaftsystem in Deutschland anders orientiert. Ludwig Erhardt hat eine soziale Marktwirschaft etabliert und damit der Kapitalmacht Regeln entgegen gestellt, die dafür sorgen, daß auch der kleine Arbeitnehmer von seiner geleisteten Arbeit profitiert. Deshalb ist unser Wirtschaftssystem auch so empfindlich gegenüber Störungen von außen, die der Staat nicht sofort den Regeln der sozialen Marktwirtschaft unterwirft.
Und Ignaz, ja der dt Apotheker legt seine Gewinne in Mettbrötchen und Fahrrädern an, denn er ist ein Mittelständler der weiß, daß soziale Verpflechtungen am Wirtschaftsstandort für ihn wichtig sind, denn der Bäcker holt nur dann sein Aspirin bei ihm, wenn der Apotheker im Gegenzug seine Brötchen bei diesem Bäcker kauft usw.
Aber dies gilt ja nichts Ignaz, oder?
Aber diesen Gedanken kann man auch noch fortführen, denn Apotheken bieten familienfreundliche, wohnortnahe Frauenarbeitsplätze mit flexibelen Arbeitszeiten( 150.000 Angestellte in den Apotheken davon ca 90% Frauen) diese werden von den Apothekern/innen verantwortungsbewußt erhalten, trotz schwieriger Situation, zum Teil noch ausgebaut, um noch mehr Beratungskompetenz zu haben, wie 2005 geschehen; da haben die dt Apotheken noch 3000 neue Arbeitsplätze geschaffen. ( Jetzt heißt es natürlich mensch geht es denen gut die können noch leute einstellen, da kann man noch was holen). Eine Gesellschaft wird nie so handeln, da steht als erstes das Ergenis unter dem Strich und das muß positiv sein und möglichst groß siehe Allianz, 3 Milliarden reichen nicht, also noch mal eben 10.000 Leute entlassen, dann stimmt die Bilanz wieder. Die Zeche für diesen tollen Wettbewerb zahlt der Staat oder der Bürger, denn diese Arbeitslosen haben Forderungen an den Staat. In diesem Punkt würde mich mal Ihre Tätigkeit interessieren Ignaz, damit ich neben Ihrer Meinung, die ich akzeptiere, auch Ihre Kompetenz einschätzen kann, ob sie die Tragweite ihrer Forderungen auch einschätzen können.

An W. Carell:

Die Preise der Lotionen für Neurodermitis von Eubos und Eucerin kann ich Ihnen nennen:

Eubos TH 10% Urea 200ml Kosten im Einkauf 8,19 EUR, mit Rabatt vom Großhandel 7,41 EUR, dies netto. der Verkaufspreis ist Brutto 12,50 (10,76 netto), also verdiene ich maximal 3,35 EUR Rohertrag an der Lotion.
Eucerin TH 10% Urea 250 ml EK 10,58 netto, mit Rabatt 9,74, VK 16,90 Brutto( 14,57 netto), hier habe max 4,58 EUR Rohertrag.

Rohertrag bedeutet davon sind noch nicht alle Kosten abgezogen. Wenn ich dann noch 15 Minuten den Kunden beraten habe welche der Lotionen nun denn besser ist für den Neurodermitiker, dann habe ich so richtig dicken Profit eingefahre, oder ?

Mozart Apotheke Würzburg (22.08.06 18:43)

Wenn ich mir die Kommentare der Mozart Apotheke so durchlese, dann kommen mir fast die Tränen vor Rührung. Was sind die deutschen Apotheker/innen nicht für altruistische Philanthropen, die nur das Allgemeinwohl nicht aber den schöden Gewinn im Auge haben.
Sorry, aber das ist mir dann doch etwas zu dick aufgetragen! Vielleicht demnächst mit etwas weniger Pathos.....

Ignaz (22.08.06 19:44)

Tja Ignaz liegt wohl an meinem Beruf, der mit sozialer Kompetenz zu tun hat und neben dem Eigennutz auch Platz für die Liebe zu meinen Mitmenschen läßt. So reiche ich auch Ihnen elektronisch eine Packung Tempo, um Ihre Tränen zu trocknen und auch auf diesem Weg Ihnen zu Diensten zu sein.
Nichtsdestotrotz sind Sie mir vielleicht eine Antwort schuldig, aber auch hier kann ich Verständnis für Sie aufbringen, wenn Sie lieber in der Anonymität verweilen wollen.
Pathos können Sie noch gerne von mir haben, aber ich habe hier keinen Grund irgendetwas zu beschönigen oder dramatisch darzustellen. Das Wirken in den Apotheken ist sehr transparent, durch festgeschriebene Preisgestaltungsverfahren. Mit keiner Silbe habe ich verneint Geldverdienen zu wollen, sondern mich eher beklagt, daß dies nur eingeschränkt möglich ist. Wie jedes Unternehmen versuche auch ich ein positives Ergebnis in der Bilanz zu erzielen, aber ich glaube, daß die Apotheken hier eine besondere Leistung dafür bieten, daß sie Erfolg haben und ich glaube nicht, daß Unternehmen wie DocMorris, die Geldgebern verpflichtet, sind bereit sind die gleiche Leistung unentgeldlich zu bringen wie dt. Apotheken dies zur Zeit noch machen. Suchen sie doch den Kontakt zu Apothekenangestellten und lassen sich deren Sicht schildern, die ist vielleicht nicht so verblendet wie meine alte Zunftbrille.
Zum Stichwort Apothekenpreise kann ich nur sagen, daß ich auch gerne bereit bin, günstiger zu verkaufen, denn die höhe des Umsatzes ist mir wurscht, wichtig ist was unter dem Strich rauskommt und da liegt leider das Problem, denn wenn ich für ein Aspirin schon einen höheren Einkaufspreis zahle, als dieses z.B. in Spanien im Verkauf kostet, dann wird zwangsläufig mein Endpreis höher sein als in Spanien, denn wie gesagt es muß beim Verkauf was für mich übrig bleiben, weil meine Leute ihr Gehalt wollen, der Staat will Mehrwertsteuer, MIete Strom usw. und schlußendlich will auch ich von etwas Leben. Haben Sie sich mal Gedanken gemacht wie Ihr Gehalt erwirtschaftet wird? Sie sollten sich mal mit der Wirtschaftabeilung Ihres Betriebes in der Mittagspause unterhalten.
Noch mal, das was ich hier und weiter oben beschrieben habe läßt sich überprüfen, wenn man es sehen will. Auch wenn es nach Dramatil Pathos oder sonst etwas klingt, es entspricht der Realität

Mozart Apotheke Würzburg (23.08.06 00:15)

Ignaz, deine Kommentare zeugen von enormem
Sachverstand und Urteilsvermögen und
Vorurteile und Sozialneid sind dir gänzlich
fremd.
Bleib wie du bist.

Fritz (23.08.06 11:23)

Nun gut, bleiben wir sachlich! Ich kann mich noch gut daran erinnern, als vor ca. 2,5 Jahren vom EuGH festgestellt wurde, dass der europaweite Versandhandel per Internet auch mit verschreibungspflichtigen Medikamenten legal ist und eine Beschränkung des selbigen gegen Art 28 EG verstößt. Das gab natürlich einen riesigen Aufschrei unter den hiesigen Apothekern, die einen Umsatzeinbruch von 80 % befürchteten, da Doc Morris zu ca. 70 % nach Deutschland liefert, tatsächlich erreichte Doc Morris im Jahre 2004 in Deutschland einen Umsatz von ca. 140 Millionen € was in etwa einem Marktanteil von 0,5 % auf dem deutschen Markt entspricht.
(Die „grüne-Gefahr“ aus Holland ist wohl dann doch weniger bedrohlich gewesen)
Doch wie reagierten die deutschen Apotheker? Viele von ihnen eröffneten Internetshops in denen sie Medikamente bis zu 15% günstiger anboten als in anderen deutschen Apotheken; dies geschah natürlich nur deshalb, weil sie sich eine aufwendige, dreistündige Beratung der Kunden ersparen konnten, oder Frau Mozart Apotheke?
Mir zeigt es vor allem eins: dass es trotz Preisbindung offenbar die Möglichkeit gibt realistischere Preise anzubieten und dabei nicht zu verarmen!
Und nun noch etwas zu ihren Ausführungen bezüglich Schutz des Mittelstandes, der Wirtschaftlichkeit bzw. der Betriebsführung, es gibt grundsätzlich nur einen Grund der Rechtfertigung in die Grundrechte von Doc Morris einzugreifen und die Eröffnung einer Filiale zu untersagen, und das ist der Gesundheitsschutz der Kunden. Ihre rein wirtschaftlichen Erwägungen rechtfertigen keine Grundrechtseingriffe. Ebenso wenig sind ihre Chancen, Erwartungen und Hoffnungen auf zukünftigen Gewinn nicht schützenswert im Sinne des GG. Es gibt keinerlei Grund, die deutschen Apotheken unter Naturschutz zu stellen.
Der Gesundheitsschutz der Kunden wird hingegen dadurch durch qualifizierte Berufsträger gem. § 2 Abs. 5 Nr. 2 ApoG, dem auch die Doc-Morris-Apotheken unterliegen, gewährleistet.
Es ist unredlich zu behaupten, dass eine selbstständiger Apotheker seinen Beruf gewissenhafter und in stärkerer, der besonderen öffentlichen Gemeinwohlbildung verpflichteter Weise ausübe, als ein approbierter, aber angestellter Apotheker. Wenn man es ganz genau nimmt, dann liegt in dieser Unterstellung schon fast eine Diskriminierung

Ignaz (23.08.06 13:27)

"Bleiben wir sachlich" ??
Wer für Polemik ähnlich sensibilisiert
wäre wie für Pathos, würde sich manchen Kommentar
sparen, oder Fräulein Ignaz ?

hirnbeiß (23.08.06 14:01)

Doc morris ist eine Kapitalgesellschft und
ich kann mich nicht erinnern im 1.Semester Jura
etwas über Grundrechte dieser Gesellschaftsform
gehört zu haben.

Die übrigen rechtlichen Ausführungen bewegen
sich auf ähnlichem Niveau.

hirnbeiß (23.08.06 14:10)

Werte Hirnbeißerin,
Vielleicht hättest du über das 1. Semester hinaus studieren sollen. Was ich im Auge hatte war die Grundfreiheit der Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit gem. Art.43, 49 EGV innerhalb der EU, danach ist eine Beschränkung nur in engen Grenzen zulässig. Und ja, das gilt sehr wohl für Kapitalgesellschaften.
Was das Niveau meiner weiteren Ausführungen betrifft, so gönne ich dir deine hochqualifizierte Meinung und rate dir, dich mal mit der einschlägigen Rechtsprechung auseinanderzusetzen.

Ignaz (23.08.06 16:12)

Übrigens handelt es sich bei Doc Morris um eine AG, eine solche gilt als jur. Person des privaten Rechts. Für inländische Personen des privaten Rechts gelten Grundrechte dann, wenn die ihrem Wesen nach anwendbar sind Art 19 III GG. Ob eine jur. Person inländisch oder ausländisch ist, bestimmt sich nicht nach dem Hauptsitz ihrer Haupzverwaltung, sondern nach ihrem tatsächlichen Aktionszentrum.

Horst (23.08.06 16:35)

Wenn sachlich geblieben wird sollte man aber nicht bei Halbwahrheiten bleiben. Der EuGH hat im Urteil zum Arzneimittelversand etwas differenzierter geurteilt, als es hier dargestellt wird. 1. Feststellung war das der Versand erlaubt sein muß, um dem Binnenmarkt keine Grenzen zu setzen. 2. Feststellung war aber auch das das jeweilige Land festlegen kann, den Versand mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zu verbieten. Hier wurde von der damaligen Bundesregierung der Versandhandel komplett geöffnet bevor das EuGH-Urteil erschienen war, mit der Begründung wir müssen es ja doch erlauben und war ziemlich erstaunt, daß man hier doch differenzierter hätte reagieren können. Auch im Fall des Apotheken-Gesetzes kann das Urteil sehr wohl differenzierter ausfallen, denn es wird keinem Europäer, der im Besitz einer Approbation oder ähnlicher Legetimation den Apothekerberuf auszuüben ist verboten sich in Deutschland niederzulassen und eine Apotheke zu betreiben. In diesem Rahmen kann es sehr wohl sein, daß im Namen der Gesundheitsführsorge der Staat regulieren kann. Das von Minister Hecken zitierte Gutachten vergleicht griechische Opotiker mit dt. Apotheken und da werden wohl Äpfel mit Birnen verglichen.
Desweiteren weist dieses Gutachten auch darauf hin, daß es nicht richtig ist, deutsches Recht auf grund höherrangigen EU-Rechts zu brechen, wenn keine schwerwiegenden Gründe dies rechtfertigen und diese sieht das Gutachten nicht, sondern empfiehlt den Gesetzgebungsweg zu gehen (mehr fordern die Apotheker im übrigen nicht)
Übrigens soll DocMorris jetzt dem dt Apothekengesetz unterliegen oder nicht? Wenn ja dann ist auf DocMorris §2 Abs 5 nicht anwendbar, sondern es gelten §§ 7 + 8 in denen die Verpflichlichtung zur persönlichen Leitung, bzw. die Gesellschaftsformen die den Betrieb einer Apotheke erlauben geregelt sind. § 2 kann nicht gelten, da DocMorris keine natürliche Person ist und dies ist Vorraussetzung für die Erteilung einer Betriebserlaubnis. Desweiteren steht im § 4 daß die Betriebserlaubnis zurückzunehmen ist, wenn sie nicht gemäß § 2 erteilt worden ist.
Unredlichkeit lasse ich mir nicht unterstellen, denn ich habe erstmal nur der Kapitalgesellschaft unterstellt sich nicht dem Gemeinwohl verpflichtet zu sehen und nicht dem angestelltem Apotheker, der mit Sicherheit sorgfältig und gewissenhaft arbeiten wird, anders kenne ich die große Mehrheit meiner Kollegen auch nicht. Aber eine Gesellschaft wird nur dort für eine Apotheke interessieren, wo der Gewinn sich maximieren läßt, dies hat erstmal auf die Tätigkeit des angestellten Apothekers geringen Einfluß, aber die Gesellschaft wird sich nicht in der ländlichen Struktur bemühen, dort wird die Versorgung wegbrechen, denn das Geschäftsgebaren der Gesellschaft wird dafür sorgen, daß auch auf dem Land der Einzelapotheker nicht mehr wirtschaftlich arbeiten kann und damit wird ein Gesellschaftsunternehmen langfristig dem Gemeinwohlschaden

Mozart Apotheke Würzburg (23.08.06 18:48)

"Ebenso wenig sind ihre Chancen, Erwartungen und
Hoffnungen auf zukünftigen Gewinn nicht
schützenswert" , schreibst du lieber Ignaz.

Und dabei nimmst du es manchmal doch ganz genau !?

" Wenn man es ganz genau nimmt, dann liegt in dieser Unterstellung schon fast eine Diskriminierung", schreibst du auch.

Lieber Ignaz, wenn man es ganz genau nimmt, liegt auch eine Diskriminierung darin, Unsinn
zu verbreiten und diesen dann einem Dritten
in den Mund zu legen.

Zangi (23.08.06 18:49)

Bei den Juristen hat sich heute ja auch was
getan.

Aber um richtig Bewegung rein zu bringen,
sollte sich Herr Hecken der Sache annehmen.
Der kann das.

Das lästige Gesetzgebungsverfahren und die
anschließende Umsetzung abzuwarten bringt doch
nichts.Im Saarland muß ein Präzedenzfall
geschaffen werden.

Wer kann sich denn heute bei diesen
Preisen noch Anwaltsgebühren leisten. Der
kleine Mann vielleicht? Haben wir etwa
eine Zweiklassenrechtsordnung?
Wenn, dann schlage ich die polnische Gebührenordnung vor.
Die Versicherungen sollten außerdem alle
ihre Versicherten anschreiben und sie auf die
preiswerte Alternative im Netz hinweisen, ver-
bunden mit dem freundschaftlichen Rat, dieses
Angebot auch anzunehmen, um nicht auf die
Erstattung verzichten zu müssen.
Und die Bundesregierung sollte ihren Einfluß
geltend machen, um DocJus vorhaltlos zu unterstützen.
Es ist volkswirtschaftlicher Unsinn, den Bürgern
dringend benötigte Kaufkraft via Anwaltsgebühren
abzuziehen, außerdem ist der Wettbewerb zu
stärken, das Monopol der Anwälte zu brechen und
die Sache dem Markt , dem freien Spiel der
Kräfte anzuvertrauen.

DocJus, genau !
Unter den Talaren..... heißt es doch.

Zangi (23.08.06 21:21)

P.S.:
Ich gehe einfch mal davon aus daß die
polnische Gebührenordnung deutlich
günstiger für den Rechtsuchenden ist.
Ansonsten kann es ja nicht so schwer sein
die Gebührenordnungen zu vereinheitlichen
auf einem deulich niedrigeren Niveau.
Es gibt eh viel zu viele Juristen, da muß man sich doch nur umschauen.
Auf geht`docjus !

Zangi (23.08.06 21:37)

@Ignaz
"Na gut, bleiben wir sachlich" , schreibst du,
bevor du wieder polemisierst.
Mich würde interessieren,was du von dir gibst,
wenn du in deinen Augen nicht sachlich bleibst.
Sollte man Polemik und Sachlichkeit nicht
auseinander halten können, zumal als Jurist?

Fritz (23.08.06 21:49)

Persönlich finde ich, dass die Argumente der Mozart-Apotheke Würzburg überzeugen können. Die These, dass der regionale Mittelstand infolge enger Verflechtung wesentliche Stütze des jeweiligen regionalen Marktes ist, entspricht auch meiner Beobachtung. Es ist in der Tat so: der Apotheker vor Ort kauft auch seine Brötchen beim Bäcker vor Ort - eine Handlungsweise, die großen Kapitalgesellschaften oft fremd ist. Das sollte man bei einer Deregulierung des Arzneimittelmarktes bedenken.

Auch die Vorgehensweise, zuerst die gesetzlichen Bestimmungen zu ändern, wenn politisch gewollt ist, auch Kapitalgesellschaften den Betrieb von Apotheken zu ermöglichen, halte ich vorliegend für die richtige. Aktuell hätte die Betriebserlaubnis an DocMorris nicht erteilt werden dürfen, da m.E. das speziellere Apothekengesetz der ebenfalls im Range eines Bundesgesetzes stehenden, aber allgemeineren Niederlassungsfreiheit in jedem Fall vor geht. Darüber hinaus sehe ich diese aufgrund der Möglichkeit, jedem EU-Bürger, der die Voraussetzungen nach dem Apothekengesetz erfüllt, eine Betriebserlaubnis zu erteilen, nicht verletzt.

Wie bei den Apotheken ist es auch bei der Rechtsberatung keine rechtliche, sondern eine politische Frage, ob eine Deregulierung des Marktes oder einzelner Marktsegmente gewollt ist. Als Jurist bin ich mir aber aufgrund der Komplexität unserer Rechtsordnung und die (zumeist) sehr hohe Qualität der Rechtsberatung durch die Rechtsanwälte sicher, dass der "Kunde" diese Qualität der unabhängigen Beratung zu schätzen wissen und sich auch weiterhin an einen Rechtsanwalt seines Vertrauens wenden wird (s. hierzu auch mein Beitrag Vom Ende des Anwaltsmonopols).

M.Weller (24.08.06 00:23)