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LAWgical: Archiv Oktober 2004


31.10.04

"Phishing" bald über Soziale Netzwerke?

Ein Bericht der BBC News malt ein düsteres Bild von der Zukunft des "Phishing" (wir berichteten hierüber). Dieses soll auf neue Web-Technologien ausgeweitet werden:
"Another such attack could mine social networks, such as Orkut, to find out who knows whom and use the names it finds to create fake e-mails that look like they come from a victim's friends or relatives.

"A phisher can find out whether a person in your 'personal network' list is a wife, a husband, a sister or a business associate, and take advantage of that," he said."

(Link gefunden im Inter Alia-Newsletter)

30.10.04

Big Brother Awards 2004 vergeben

Am 29. Oktober wurden seit 2000 nunmehr zum fünften Mal die deutschen Big Brother Awards vergeben. Zu den Preisträgern zählen unter anderem:

  • die Bundesagentur für Arbeit in der Kategorie "Behörden und Verwaltung"
    wegen der inquisitorischen Fragebögen zu ALGII, der Unwilligkeit, die Fragebögen vor 2005 datenschutzgerecht zu überarbeiten, sowie der vermuteten Zugriffsmöglichkeit auf die Daten der Arbeitssuchenden von sämtlichen Arbeitsagenturen bundesweit. Dadurch verstoße die Bundesagentur massiv gegen den Sozialdatenschutz, das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und den Grundsatz der Datensparsamkeit.
  • Bundesjustizminsterin Zypries in der Kategorie "Politik"
    für ihr Festhalten am Großen Lauschangriff als Instrument der Strafverfolgung. Sie plane entgegen der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts sogar eine Ausweitung der Überwachungsmäglichkeiten auf Ärzte Journalisten und Pastoren; der Gesetzentwurf sei nur auf öffentlichen Druck hin zurückgezogen worden
    und
  • Bundesgesundheitsministerin Schmidt in der Katagorie "Gesundheit und Soziales"
    für das Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung GKV-Modernisierungsgesetz (GMG), das am 01. Januar 2004 in Kraft getreten ist. Durch die damit eingeführte versichertenbezogenen Datenverarbeitung komme es zu einer massiven Verschlechterung des Datenschutzes für die Patienten.

Weitere "Preisträger" sind LIDL, Tschibo, die Universität Paderborn für Viedoüberwachung in Rechnerräumen, die Firma Armex sowie Canon für das Einbetten einer unsichtbaren weltweit einmaligen Geräte-Kennung in sämtliche Farbkopien, um bei jeder Kopie nachvollziehen zu können, welches Gerät benutzt wurde.

27.10.04

Robo Lex Tech

Bei Inter Alia wurde gestern Robo Lex Tech als "Blawg Of The Day" vorgestellt. Es handelt sich um ein ...
"... law blog (blawg) of Anthony Cerminaro focused on robotics, automation, expert systems, artificial intelligence, wearable computers, bionics and other human-machine technology".
Also dem Anschein nach ein "echtes" Rechtsinformatik-Weblog, jedenfalls, wenn der Kommentator Recht behält:
"... Looks more "robo" than "lex" right now, but he's just getting started."

Übrigens: "Rechtsinformatik" hat keinen Wikipedia-Eintrag.

21.10.04

WikiTreffen

Am kommenden Mittwoch (27.10.04) findet nach ausgiebiger Sommerpause das 62. WikiTreffen in Saarbrücken statt. Eingeladen ist jeder, der sich für WikiWikiWeb im allgemeinen und das JuraWiki im besonderen interessiert. Die Teilnahme ist auch per Chat oder direkt im JuraWiki möglich. Mehr dazu auf der Seite WikiTreffen.

Webnote - Anwendungen?

Bei Netbib fragt man sich, ob und wozu man Webnote ernsthaft einsetzen kann. Ich frage mich das auch.

Erstmal kurz zusammengefasst: Mit Webnote kann man, ähnlich wie in einem Wiki, Seiten frei anlegen (durch Eingabe einer neuen URL). Auf diesen (frei zugänglichen) Seiten kann man PostIt-Notizen frei anlegen, ändern (in HTML-Notierung, also inkl. Links) und löschen. Die Ausgabe ist auch als RSS-Feed möglich.

Im Gegensatz zu Wikis, in denen die Texte immer linear angeordnet sind, bieten die PostIt-"Zettel" die Möglichkeit einer Strukturierung der Inhalte. Damit rückt das Tool in die Rubrik der Mind-Manager-Programme und eignet sich z.B. für gemeinsame Brainstorming-Sitzungen. Dazu wäre es natürlich schön, wenn man Seiten mit Zugriffskontrolle versehen könnte und außerdem einzelne Zettel, z.B. durch Linien oder Pfeile, miteinander verbinden könnte.

Arbeitsgruppen könnten sich ihre ToDo-Listen auf Webnotes-Seiten legen und als persönliche Homepages einrichten. Außerdem könnte die Site noch fertige "Code-Schnipsel" zur Verfügung stellen, mit denen man sich z.B. fremde RSS-Feeds auf einen PostIt-Zettel legen könnte.

Wer weitere Ideen, gerade für die juristische Anwendung hat, äußert sich bitte in den Kommentaren.

20.10.04

BMJ lässt BGB übersetzen

Für den Bürgerservice "Gesetze im Internet", den das BMJ zusammen mit der juris GmbH betreibt, übersetzt der Langenscheidt Übersetzungsservice bis Herbst 2005 alle fünf Bücher des BGB ins britische Englisch. Das teilte die Langenscheid KG bereits am 05.10.04 in einer Pressemitteilung mit. Das Bundesministerium der Justiz plane, den gesamten "German Civil Code", der auch die neuesten EU-Richtlinien berücksichtigen werde, im Internet der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, heißt es weiter. Dem BMJ selbst ist das offenbar keine eigene Pressemitteilung wert.

NoSoftwarePatents.com

Eine neue Kampagne gegen Softwarepatente in der EU wurde heute in 12 Sprachen unter der Adresse www.NoSoftwarePatents.com gestartet, teilt Florian Müller als Leiter der Kampagne in einer Pressemitteilung mit.

Einheitliche Notrufnummer für Kartensperre geplant

Wer seine Brieftasche verliert oder Opfer eines Taschendiebes wird, hat zu allem Übel anschließend noch das Problem, sämtliche bei dem Vorgang abhanden gekommenen Zahlungskarten sperren zu müssen. Zwar haben bieten inzwischen die Sparkassen und einige andere Kreditinstitute eine gemeinsame Notrufnummer an (01805-021 021), doch wer mehrere ec- oder Kreditkarten hat, muss gleich mehrere Sperranrufe tätigen.

Die RegTP plant jetzt eine Abhilfe für dieses Problem. Unter der einheitlichen Notrufnummer 116 116 soll ab 2005 die Sperre elektronischer Berechtigungen wie beispielsweise EC- und Kreditkarten, Handys, digitaler Signaturen, Krankenkassenkarten, Mitarbeiter-Ausweise und diverser Kundenkarten über eine zentrale Stelle ermöglicht werden. Im Interesse von Sprach- und Hörbehinderten soll die Rufnummer auch faxfähig und bei Anwahl aus dem Inland entgeltfrei erreichbar sein. Auch aus dem Ausland soll eine Anwahl der Nummer nöglich sein.

Das Zuteilungsverfahren für die Nummer wird heute eröffnet. Details können der Pressemiteilung der RegTP entnommen werden.

19.10.04

Law Blogger für 19,90

Das passende Outfit für den hippen Juristen bietet ra-shop.de. Das Angebot reicht vom Hobbyjuristen über den Datenschützer bis zum Staranwalt und selbst an den Law Blogger ist gedacht. Aber ob das ein Anwalt unter der Robe trägt?

Ralf Zosel (21:15) | Link | Sonstiges | Kommentar(e) (0)

Uni Passau: Studienschwerpunkt im E-Government

Die juristische Fakultät der Universität Passau bietet ab diesem Semester (WS 2004/2005) einen Studienschwerpunkt zum "Informations- und Kommunikationsrecht in der
Verwaltung"
an. Ziel der zweisemestrigen Ausbildung ist die Spezialisierung
zum "IT-Juristen" als Grenzgänger zwischen Verwaltung, Wirtschaft und
Politik. Gefördert wird das Programm von der LexisNexis Deutschland GmbH, das den Teilnehmern einen kostenlosen Zugang zum Portal LexisNexis Recht zur Verfügung stellt.

18.10.04

BSI-Newsletter "SICHER • INFORMIERT"

Heute startet ein neuer Newsletter des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unter dem Tiltel "SICHER • INFORMIERT". Der Newsletter, Teil der BSI-Initiative "BSI für Bürger ist, soll speziell auf die Bedürfnisse der privaten Computernutzerinnen und- nutzer zugeschnitten sein und im 14-Tages-Rhythmus verteilt werden. Ner Nutzer soll darin sicherheitsrelevante Informationen erhalten, z.B. welche Computerviren gerade ihr Unwesen treiben und welche Patches man sich unbedingt herunterladen sollte. Anmelden kann man sich hier.

Wikipedia vor Gericht

Zur Sammlung "Wikipedia as a court source" kam jetzt ein weiterer Fall hinzu: Der United States Court of Appeals for the Eleventh Circuit verweist in einer Entscheidung vom 15.10.2004 auf den Wikipedia-Beitrag zum Homeland Security Advisory System (PDF, Seite 16). Mehr dazu bei Mathias Schindler.

Vorlesung im JuraWiki

Auch dieses Semester wird es wieder vorlesungsbegleitende Seiten im JuraWiki geben. Privatdozent Dr. Jürgen Bröhmer lädt seine Studierenden ein, die Seite VorlesungSb/BroehmerStaatsOrganisationsRecht als "informelles Forum" zu nutzen. In den vergangenen Jahren hatten auch die Studenten selbst die ein oder andere Seite angelegt und zur Diskussion genutzt, wobei die Saarbrücker traditionell stark vertreten waren. Es wird spannend, wie sich das in diesem Jahr entwickelt. Mehr dazu auf der Seite VorlesungImJuraWiki.

16.10.04

Google Desktop Search

Google hat seit dieser Woche ein neues Produkt auf dem Markt, die Beta-Version der "Google Desktop Search". Auf den ersten Blick fasziniert das Programm: Dokumente auf der Festplatte werden blitzschnell gefunden, kein Vergleich zur Windows-eigenen Dateisuche.

Das Programm hat allerdings auf den ersten Blick zumindest zwei Pferdefüße. Erstens: Es werden nur bestimmte Dateitypen indiziert, und zwar vor allem Microsoft-eigene Dateiformate sowie AOL-Chat und -Instant-Messenger-Archive. Abgesehen von HTML und Plain Text werden offene Standards und freie Software, wie z.B. Firefox und OpenOffice, (noch) nicht unterstützt. Wer viel mit diesen Programmen arbeitet, hat von der Google-Suche also wenig bis gar nichts.

Zweites Problem ist (mal wieder) die "Google Desktop Search Privacy Policy". Sie hinterlässt zumindest einen faden Beigeschmack:

"By default, Google Desktop Search collects a limited amount of non-personal information from your computer and sends it to Google. This includes summary information, such as the number of searches you do and the time it takes for you to see your results, and application reports we'll use to make the program better. You can opt out of sending this information during the installation process or from the application preferences at any time."

15.10.04

Rechtsanwalt und blind?

Interessante Einblicke in seinen Arbeitsalltag als blinder Rechtsanwalt gibt Peter Och auf anderssehen.at. Warum ich gerade heute darauf hinweise, sehen Sie hier.

Ralf Zosel (22:08) | Link | Sonstiges | Kommentar(e) (0)

14.10.04

3. Digital Rights Management Konferenz 2005

Die 3. DRM-Konferenz am 13. und 14. Januar 2005 in Berlin soll eine interdisziplinäre Plattform schaffen, auf der wirtschaftliche, technische, rechtliche, politische und wissenschaftliche Fragen des DRM und der Zukunft digitaler Inhalte diskutiert werden, heißt es in der Ankündigung, die soeben über die NETLAW-L-Mailingliste verschickt wurde. Mehr dazu unter digital-rights-management.org.

Ralf Zosel (15:22) | Link | Termine | Kommentar(e) (0)

Neues Graduiertenkolleg "TrustSoft"

Die Fakultät II für Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Universität Oldenburg bietet in Kooperation mit Microsoft, Sun und anderen Unternehmen ein Graduiertenkolleg an mit dem Namen "TrustSoft - Vertrauenswürdige Software-Systeme".

Gefördert werden 14 besonders qualifizierte NachwuchswissenschaftlerInnen aus der Informatik und den Rechtswissenschaften.

Mehr dazu in der heute veröffentlichten Pressemitteilung und bei trustsoft.org.

LexisNexis-RechtsNews: RSS-Feed

Der (noch) kostenlose Aktualitätendienst RechtsNews von LexisNexis (wir berichteten) bietet seinen RSS-Feed mittlerweile auch öffentlich an. Er enthält die jeweils 25 zuletzt online gestellten Meldungen.

13.10.04

Jurablogs-Suche (Version 0.0001 pre pre alpha)

Die deutschsprachigen Blawgs und einige weitere für Juristen relevante Feeds werden von dem Metablawg JuraBlogs.de nicht nur komfortabel präsentiert, sondern lassen sich auch gezielt durchsuchen. Der Versionsnummer nach handelt es sich bei der Jurablogs-Suche um einen wilden Hack von Matthias Klappenbach, das Programm liefert aber durchaus schon brauchbare Ergebnisse.

Zum Beispiel lässt sich so das (deutsche) Blawg-Echo auf das Erscheinen von JuraBlawgs (online seit 27.08.04) nachvollziehen. Nebenbei bemerkt: Eine magere Ausbeute angesichts der Tatsache, dass JuraBlogs offenbar das erste MetaBlawg weltweit ist.

Die Möglichkeit der gezielten Suche in Blawgs gab es bisher nur bei bLAWg SEARCH (derzeit leider nicht funktionsfähig), allerdings beschränkt auf englischsprachige Angebote (Ausnahme: Handakte). Sollte ich hier etwas übersehen haben, bin ich für Kommentare dankbar.

US Supreme Court nimmt 2P2-Verfahren nicht zur Entscheidung an

Der US Supreme Court hat am gestrigen Dienstag ein Verfahren über Internet-Tauschbörsen nicht zur Entscheidung angenommen.

Hintergrund des Verfahrens ist, dass sich die mendienindustrie auf ein Gesetz aus dem Jahr 1998 berufen, wonach sie berechtigt seien, Informationen über Nutzer von Internet-Tauschbörsen von deren Betreibern zu erhalten. Die bisher mit der Materie befassten Gerichte sind jedoch zu der Auffassung gelangt, dass dieses Gesetz erlassen wurde, beor die Technik des File-Sharing weite Verbreitung gefunden habe. Deswegen könne es darauf keine Anwendung finden. Der Digital Millennium Copyright Act verpflichte die Provider lediglich, Daten über die Anbieter von "Piraten-Webseiten" herauszugeben.

Leider erfolgen derartige "Nichtannahmebeschlüsse" des Supreme Court in aller Regel ohne Begründung. Bisher ist ledigliche in Bericht bei CNN dazu verfügbar.

Das letzte Wort dürfte in dieser Angelegenheit übrigens noch nicht gesprochen sein, da in den USA noch zahlreiche ähnliche Verfahren vor diversen Gerichten anhängig sind, die früher oder später den Weg zum Supreme Court finden werden.

BMWA-Broschüre "Arbeitsrecht" aktualisiert

Die Broschüre "Arbeitsrecht" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit wurde aktualisiert. Sie kann als Print- oder PDF-Version bezogen werden.

Update: Anscheindend wird die Broschüre derzeit nicht mehr über die Website des Ministeriums angeboten. Um weiteren Anfragen unserer Nutzer nach Zusendung der Broschüre entgegenzuwirken, haben wir daher den toten Link in diesem Beitrag entfernt. Für weitere Informationen wenden Sie sich ggf. bitte direkt an das Ministerium.

Bundesbeauftragter für Datenschutz im Chat bei "tacheles.02"

"tacheles.02" heißt die Chat-Reihe von tagesschau.de und politik-digital.de. Gast der letzten Chatveranstaltung war Peter Schaar, Datenschutzbeauftragter des Bundes. Das Transkript ist online abrufbar. Weitere Chattranskripte findet man im Archiv.

11.10.04

Verfassungstexte

Gegenwärtige und historische, nationale und internationale Verfassungstexte findet man unter http://www.verfassungen.de/.

10.10.04

Intelligenzrente

Ein schönes Beispiel, wie auch abgelegenere juristische Themen sehr schön wiki-mäßig aufbereitet werden können: Die Jurawiki-Seite zur Intelligenzrente, ein besonderes Interessengebiet des Nutzers Florian Thomas Hofmann.

EDRI: Neue Website

Die Initiative European Digital Rights (EDRI) hat sich die Verteidigung von Bürgerrechten in der Informationsgesellschaft zur Aufgabe gemacht. Auf der neu gestalteten Website kann der zweiwöchentlich erscheinende Newsletter (das EDRI-gram) nun wahlweise auch als RSS-Feed abgerufen werden.

08.10.04

Spambekämpfung Fragebogen

Die "DG Information Society" und die holländische EU-Präsidentschaft haben einen Fragebogen zur Spambekämpfung veröffentlicht. Antworten können noch bis zum 20. Oktober eingesandt werden.

Creative Commons in Großbritannien

Creative Commons Lizenzen sollen ab dem 1. November auch für Großbritannien verfügbar sein. Kommentare und Anmerkungen zu diesem Projekt werden noch bis zum 18. Oktober entgegen genommen.

07.10.04

Überlegungen zur jüngsten ec-Karten-Entscheidung des BGH

Am 5. Oktober hat der BGH sich zum Anscheinsbeweis für grob fahrlässiges Verhalten des Karteninhabers bei Geldabhebungen mit gestohlenen ec-Karten geäußert. Bisher liegt zu der Entscheidung lediglich eine Pressemitteilung vor, die dem Katennutzer jedoch bereits Anlass zum Nachdenken geben sollte.

Das Gericht stellt zunächst fest, dass das Berufungsgericht - sachverständig beraten - zu der Erkenntnis gekommen sei, dass sich die PIN-Nummer von ec-Karten nicht allein aus den auf der Karte enthaltenen Informationen errechnen lasse. (Eine im Grunde für den Kunden erfreuliche Erkenntnis - sah dies doch noch vor einigen Jahren ganz anders aus.) Das Errechnen der PIN sei lediglich bei Kenntnis des so genannten Institutsschlüssels möglich, der zum Generieren der PIN genutzt würde. Im zu entscheidenen Fall lägen allerdings keine Anhaltspunkte für einen "Innenangriff", also eine Indiskretion eines Bankmitarbeiters vor.

Im Ergebnis gelangt der BGH daher zu der Einschätzung, dass nach dem Beweis des Ersten Anscheins nur eine Möglichkeit in Betracht komme, wie der Täter zu der PIN gekommen ist: Die Geschädigte müsse diese auf der Karte notiert oder zusammen mit der Karte verwahrt haben.
Die Möglichkeit der Ausspähung der PIN wird nicht in Betracht gezogen, da dies "nicht hinreichend dargetan" sei.

Es stellt sich natürlich die Frage, in welcher Weise ein geschädigter Bankkunde ein Ausspähen der PIN hinreichend dartun kann. Mehr als dies behaupten kann er schließlich nicht. Er verfügt weder über die Logfiles der Geldautomaten noch über die Überwachungsvideos aller von ihm benutzten Geldautomaten, auf denen sich eine Ausspähung möglicherweise belegen ließe. Bei derart hohen Anforderungen an die Darlegungslast, droht die kundenschützende Norm des § 676h BGB ins Leere zu Laufen. Vielleicht bringt ja der bis jetzt noch nicht veröffentlichte Urteilstext ein wenig Licht in diese Frage.

Für einen sicherheitsbewussten Bankkunden gibt es wohl nur eine vernünftige Konsequenz aus dieser Entschedung: Keine ec-Karten mehr benutzen!

Steuer-Newsletter

Ein kostenloser Steuer-Newsletter bietet aktuelle Steuerinfos sowie Tipps für die Praxis an. Über eine Suchmaske kann auf vergangene Ausgaben zugegriffen werden.

Kopien brauchen Originale

Zum Gesetzgebungsverfahren zur Novellierung des Urheberrechts hat das Bundesministerium der Justiz nun das Portal "Kopien brauchen Originale" online gestellt. Neben Gesetzestexten und dem Referentenentwurf findet man hier u.a. auch Chat-Transkripte, Links und ein Wissensspiel.

Congreso Mundial de Derecho Informático

Vom 11. bis zum 15. Oktober 2004 findet in Peru der "4. Weltkongress für Rechtsinformatik" statt.
Wer sich zudem für den "Master der Rechtsinformatik" in Spanien interessiert, findet auf den Seiten des "Instituto Español de Informática y Derecho" Informationen zur Ausbildung.

(10:43) | Link | Termine | Kommentar(e) (0)

Master-Studium Rechtsinformatik in Madrid

Das Instituto Español de Informática y Derecho an der Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universidad Complutense in Madrid bietet einen einjährigen, gebührenpflichtigen Master-Studiengang für Rechtsinformatik (Master en Informática y Derecho) an. Die entsprechende Website informiert über den Studienplan, die Zulassungsvoraussetzungen und alle notwendigen Formalitäten.

06.10.04

Gemeinsamer Standpunkt zu Softwarepatenten verschoben

Noch am 14. September hatte die F.A.Z. berichtet, dass in den folgenden Wochen damit zu rechnen sei, dass der EU-Ministerrat ohne weitere Beratung einen Gemeinsamen Standpunkt verabschiedbe im Hinblick auf den Standpunkt des Europäischen Parlaments über die Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen (festgelegt in erster Lesung am 24. September 2003).

Inzwischen ist jedoch spanischen Medien zu entnehmen, dass der Ministerrat den Beschluss des Gemeinsamen Standpunktes vertagt hat (siehe Berichte bei barrapunto.com und elmundo.es).
Demnach wird die Vertagung offiziell damit begründet, dass die Übersetzungen für die neuen Mitgliedsländer noch nicht fertig seien. Angesichts des erheblichen politischen Tauziehens um die Richtlinie darf jedoch bezweifelt werden, dass es wirklich nur Übersetzungsprobleme sein sollen, die die Verabschiedbung des Gemeinsamen Standpunktes hinauszögern. Immerhin hat Daniel Cohn-Bendit von den Europäischen Grünen in einer Pressemitteilung vom 22. September 2004 die Verschiebung als "gute Nachricht" begrüßt, da offensichtlich noch Diskussionsbedarf im Ministerrat bestehe. Eine Verabschiedung des Gemeinsamen Standpunktes ohne erneute Beratung, wie von der F.A.Z. prognostiziert, bleibt also eher unwahrscheinlich.

(Das LAWgical-Team dankt Matthias Schassek für seinen Beitrag)

US-Präsidentschaftswahl: Aktuelle Umfragen

Nur noch knapp vier Wochen bis zu den US-Präsidentschaftswahlen: Die Spannung steigt. Beim Electoral Vote Predictor 2004 kann man beobachten, wie sich die aktuellen Umfragewerte in den einzelnen Staaten auf die Verteilung der Wahlmännerstimmen bei der Wahl auswirken würden. Wer den RSS-Feed abonniert, wird täglich mit den aktuellen Umfrageergebnissen und sonstigen Neuigkeiten versorgt.

Ortsnetzrufnummern müssen geographischen Bezug zum Nutzer haben

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat heute verfügt, dass Ortsnetzrufnummern einen regionalen Bezug zum Nutzer haben müssen.

Das Problem des fehlenden regionalen Bezuges ist recht neu. Es trat in jüngerer Vergangenheit jedoch massiv zu Tage mit der Vergabe von Rufnummern für Voice-over-IP.

Die RegTP hat Ihre diesbezügliche Rechtsauffassung auf ihrer Website in einer ausführlichen Stellungnahme dargelegt.

03.10.04

Website der "Birthler-Behörde"

Zum heutigen Tag der Deutschen Einheit möchten wir auf das Web-Angebot der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes
der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik
(BStU, besser bekannt als "Birthler-Behörde") hinweisen. Dabei ist vor allem die Rubrik "Die Stasi im Jahr 1989" hervorzuheben. Dort wird die Anbahnung und der offene Ausbruch des revolutionären Umbruchs in der DDR aus der Perspektive der Staatssicherheit anhand unzähliger Originaldokumente nachgezeichnet.