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LAWgical: Archiv Internet und (juristische) Software


24.08.06

Renovierungsarbeiten beim LAWgical

LAWgical wird im Laufe des Tages auf ein neues System umgestellt. Es kann daher vorübergehend zu kurzfristigen Störungen kommen.

Die neuen Seiten werden aber nach wie vor unter der gewohnten URL http://lawgical.jura.uni-sb.de erreichbar sein. (Während der Umstellungsphase können Sie die neue Version bereits über diesen Link aufrufen.)

Falls Sie den LAWgical-Newsfeed abonniert haben, ändern Sie bitte die Einstellungen in Ihrem Feed-Reader. Die neue Adresse des RSS 2.0 Feeds lautet http://lawgical.jura.uni-sb.de/index.php?/feeds/index.rss2.

Die bisherigen Beiträge sind weiterhin über die Seite http://lawgical.jura.uni-sb.de/index-old.html zugänglich. Die Kommentarfunktion steht jedoch nicht mehr zur Verfügung.

Wir hoffen, Sie auch als Leser im neuen LAWgical begrüßen zu können.

Ihr LAWgical-Team

23.08.06

Wortwolke

Auf wortwolken.de lassen sich die "am besten passenden, verwandten Artikel" zu Wikipedia-Beiträgen in sog. Wortwolken anzeigen. Hier ein Beispiel: http://wortwolken.de/Ju/JuraWiki.html.

Das gleiche gibt es dann unter wortwolke.de (also ohne n) auch für einige sonstige Internetseiten.

Leider fehlt eine Erklärung, wie die Wörter ermittelt werden und wozu das ganze gut ist.

20.07.06

www.bundesrat.de neu

Vor ein paar Tagen wurde der Internetauftritt des Bundesrates relaunched. Es gibt "neue Funktionen sowie zielgruppen- und themenspezifisch strukturierte Inhalte", heißt es in der Pressemitteilung vom 10.07.06. Als Blogger freut man sich besonders über die RSS-Newsfeeds.

Auf archive.org lässt sich die Entwicklung der Website seit 1998 nachvollziehen.

Mapping-Community mit Jura-Mindmaps

Eine große Auswahl an Mindmaps zu juristischen Themen wird auf mapandshare.com angeboten. Leider ist der Download erst nach Registrierung möglich, diese ist aber kostenlos.

Es handelt sich um eine "Mapping-Community", die von Mindjet als "Portal für den Wissensaustausch" betrieben wird. Mindjet ist Anbieter des kommerziellen Tools "Mindmanager", mit dem ich seit Jahren sehr gerne arbeite. Weitere Informationen zum Mindmapping (auch mit kostenlosen Alternativen) gibt's im JuraWiki.

10.07.06

ec-basics.de überarbeitet

Das Internet-Informationsangebot ec-basics.de zu rechtlichen Fragen des Vertragsschlusses via Internet wurde in den letzten Tagen überarbeitet. Im Zuge dieser Überarbeitung erhielt die Seite ein neues Design. Dies war nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass bereits vor einiger Zeit eine bayerische Bildagentur die Verwendung von Bildmaterial, für das sie Exklusivrechte zu besitzen behauptete, moniert hatte. Neu ist auch die Rubrik "eComPapers", in der in Form eines Blogs auf akutell veröffentlichte Urteile, Anmerkungen und Aufsätze, die in elektronischer Form zugänglich sind und das Thema eCommerce zum Gegenstand haben, hingewiesen wird.

05.07.06

Rechtsinformatik bei del.icio.us

Beim Social Bookmarking Dienst del.icio.us füllt sich die Sammlung zum Tag "Rechtsinformatik" nur langsam. Ob sich das jetzt ändert? ;-)

Einen kurzen Einstieg, wie das mit den öffentlichen Lesezeichen und dem tagging funktioniert, bietet Wikipedia.

14.06.06

Lücke im eBay-Verifikationssystem

Eine weitere Lücke sich eBay-Zugänge zu erschleichen ist jetzt im größeren Umfang bekannt geworden: Wurden bisher von mutmaßlichen eBay-Betrügern gerne Zugänge über ausländische eBay-Seiten angelegt, so werden nun die Daten verstorbener Personen verwendet, um einen deutschen eBay-Account zu bekommen.

In dem makaberen Fall verkaufte ein Tommi J.* aus Ulm nicht existenten Arbeitsspeicher für Computer zu Niedrigstpreisen unter dem Namen einer auf tragische Weise verunglückten Person, deren Angehörige eine Homepage zu ihrem Andenken ins Internet gestellt hatten. Dabei nutzte er eine Lücke im SCHUFA-Verifikationssystem von eBay, das um die Gültigkeit der angegebenen Daten beim Anlegen eines Accounts zu überprüfen, die Adresse und das Geburtsdatum in dem SCHUFA-Datensatz abgleicht. Hier lieferte die Abfrage beim Anlegen des Accounts grünes Licht, da es in den seltensten Fällen der SCHUFA mitgeteilt wird, wenn jemand verstorben ist.

Allerdings hatte in diesem Fall der mutmaßliche Betrüger nicht seine Kontonummer verschleiern können und war somit noch identifizierbar. Dennoch zeigt dieser Fall eindeutig die Schwächen dieses datenschutzrechtlich nicht ganz unbedenklichen Vorgehens von eBay: nicht nur mit den Daten Verstorbener können eBay-Zugänge gefakt werden, sondern auch mit Daten lebender Personen, von denen der Angreifer Adresse und Geburtsdatum kennt. So können unbescholtene Bürger schnell in das Blickfeld polizeilicher Ermittlungen geraten, wenn auf die beschriebene Weise ein eBay-Zugang unter ihrem Namen generiert und dieser für kriminelle Vorgänge missbraucht wird.
(* Name von der Redaktion geändert)

20.05.06

Google vor Gericht?

Ein belgisches Computer-Unternehmen möchte Google vor ein Gericht in Leuven bringen, berichtet der Spiegel in seiner Online-Ausgabe. Grund hierfür ist, dass Google demjenigen, der nach Produkten der Belgier suche, Hinweise darauf gebe, wo illegale Kopien der dort hergestellten Software bezogen werden könnten. Die Klage sei die einzige Möglichkeit für das belgische Unternehmen, da Google Benelux auf den Wunsch, illegale Angebote aus dem Vorschlagsmodul der Google-Toolbar zu entfernen, nicht reagiert habe.

18.04.06

Triebtäter-Datenbank geschlossen

Nun scheint eingetreten, wovor Kritier immer gewarnt hatten: Im US-Bundesstaat Maine sind zwei Menschen, die als Sexualstraftäter in der Datenbank des Staates Maine registriert waren, erschossen worden. Wie der Spiegel in seiner Online-Ausgabe berichtet, wurde die Datenbank vorsichtshalber zur Vermeidung weiterer Fälle von Lynchjustiz aus dem Netz genommen. Die Maine Sex Offender Registry enthält ca. 2.200 Einträge mit Angaben zu Wohnanschriften, Arbeitgeber und teilweise auch Bilder der Registrierten. Der mutmaßliche Täter habe sich selbst erschossen als versucht wurde, ihn festzunehmen. Über die National Sex Offender Public Registry des US-Justizministeriums ist es möglich, zu den Datenbanken der einzelnen Staaten zu gelangen und so den Aufenthaltsort jeden registrierten Sexualstraftäters in Erfahrung zu bringen. In Kalifornien sogar mit einer Landkartensuche.

05.04.06

Cool URIs don't change

Von Problemen mit Landesgesetzen, die in den Datenhimmel entschwinden, berichtet das AccessBlog. Für das Bundesrecht ist das Problem ja inzwischen glücklicherweise behoben.

Merke: Cool URIs don't change.

Unternehmer @ eBay

Viele kennen das Problem der Feststellung, ob der Handelspartner bei eBay als Unternehmer oder als Privatperson zu betrachten ist. Hiernach richtet sich nicht zuletzt die Zulässigkeit des gern genutzten Gewährleistungsausschlusses beim Verkauf. Das ecin berichtet, dass eBay nun einen neuen Marktplatz plant, auf dem Unternehmer ihre Neuware gegen einen Festpreis verkaufen können.

Diese vertrauensbildende Maßnahme, bei der sich die Unternehmer bei der Anmeldung zur Einhaltung spezieller Standards verpflichten (z.B. bzgl. der Versandzeit und der Gewährung des Widerrufs- und Rückgaberechts), soll den gewerblichen Händlern einen neuen Vertriebsweg eröffnen und auch solche Unternehmer ansprechen, die bislang nicht über das online-Auktionshaus handeln. Der Start sei für Herbst geplant.

01.04.06

JuristischeBegriffe.de startet mit komfortablem Webauftritt

Nachdem sich die seit Sommer letzten Jahres unter JuristischeBegriffe.de zur mobilen Examensvorbereitung angebotenen MP3-HörDefinitions-Dateien anhaltend hoher Downloadzahlen erfreuen, gibt es dort seit heute auch endlich eine komplette Webseite zum Projekt. Der Definitionen-Index greift stets auf die Liste des aktuellen Definitionenbestandes im JuraWiki zu und stellt übersichtlich Optionen zum Betrachten und Bearbeiten der 132 bereits zusammengetragenen und eingesprochenen Definitionen sowie zum Download der MP3-Dateien zur Verfügung.

Auf diese Weise soll die Motivation der Nutzer gesteigert werden, sich auf bequeme Weise an dem parallel im JuraWiki stattfindenden Kollaborations-Projekt zu beteiligen, mit dessen Hilfe weitere Texte zusammengetragen und die bereits vorhandenen auf aktuellem Stand gehalten werden sollen. Aus dem selben Grund soll künftig auch der Projektteil JuristenLatein in das Angebot von JuristischeBegriffe.de mit integriert werden.

Des Weiteren wird auch über Möglichkeiten einer sinnvollen Verwendung von Podcast-Feeds nachgedacht. So kann derzeit ein probeweise mit einer ersten HörDefinition eingerichteter Feed dank phonecaster.de auch bereits unter der Telefonnummer 0931-663990443 (bei entsprechender Handy-Flatrate sogar gratis von unterwegs) abgehört werden.

Vorschläge, Fragen oder Hinweise sind sehr willkommen und können im JuraWiki angebracht werden.

28.03.06

Schöpfungszeitpunkt

Wer schöpferisch tätig ist und ein Werk schafft, ist diesbezüglich durch das Urheberrecht geschützt. Hatten zwei Schöpfer denselben Gedanken, den sie auch in die Tat umsetzten, stellt sich die Frage, wer war der Erste? Als Beleg für den Schöpfungszeitpunkt kommt eine notarielle Hinterlegung in Betracht. Diese ist für den Einzelnen bisweilen aufwändig. Wie das ecin berichtet, verspricht die Firma PriorMart AG Hilfe. So soll es Urhebern, die ihre Idee elektronisch festgehalten haben, möglich sein, die Datei auf den PriorMart-Server hochzuladen. Die Hinterlegung bei einem deutschen Notariat, die Voraussetzung eines international anerkannten Nachweises ist, besorgt dann PriorMart. Der Dienst sei für eine Pauschale von einmalig fünf Euro uneingeschränkt nutzbar, so das ecin weiter.

20.03.06

Staudinger jetzt bei Beck Online

Nachdem Westlaw.de die Einstellung seiner Datenbank zum 30. April dieses Jahres angekündigt hat (wir berichteten), stellt sich nun die Frage, wo die (Literatur-)Inhalte künftig abrufbar sind. Für den Staudinger-Kommentar lautet die Antwort inzwischen: beim (Ex-)Konkurrenten Beck Online.

16.03.06

Jurawelt - Probleme?

Nachdem in letzter Zeit schon der Betrieb in den Mailinglisten für Studenten und Referendare nachgelassen hatte, scheint nun auch das Web-Angebot von Jurawelt in Schwierigkeiten zu sein. Der .com-Domain führt ebenso wie die .de-Domain auf eine Logo-Seite. Ab und zu erreichte ich die "normale" Homepage, doch von dort aus waren die Unterseiten nicht zu erreichen.

Hoffentlich handelt es sich nur um ein temporäres Problem. Es wäre sehr schade für die deutsche Rechtsinformatik, wenn Jurawelt "einginge".

UPDATE (17.03.): Schienen nur kurzfristige Probleme zu sein, es sind wieder alle Seiten abrufbar.

13.03.06

Möglichkeiten der Online-Recherche Gefahr für Privatsphäre?

Der Spiegel berichtet in seiner Online-Ausgabe, dass es Mitarbeitern der Zeitung "Chicago Tribune" mit völlig legalen und jedermann zur Verfügung stehenden Mitteln der Online-Recherche gelungen ist, über 2.600 Mitarbeiter, eine Reihe von Scheinfirmen und Standorte der CIA zu enttarnen. Eine große Gefahr für die Privatsphäre besteht nach Ansicht der Zeitung jedoch nicht, da die Informationen, die man z.B. über Google oder Lexis Nexis erhalte über zahlreiche Institutionen verteilt seien und nur dann einen Rückschluss erlaubten, wenn sie in eine Beziehung zueinander gesetzt werden. Über die genaue Vorgehensweise schweigt sich das Blatt aus. Dennoch seien die Daten - mittels Datamining-Methoden analysiert - in den falschen Händen ein gefährliches Instrument.

08.03.06

Anklage gegen Internet-Betrüger

Nach einem Bericht von Spiegel online hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück gegen vier Männer Anklage wegen banden- und gewerbsmäßigen Computerbetruges und Datenveränderung erhoben. Die Angeschuldigten sollen Besuchern unverdächtig klingender Websites Dialer auf ihren Computer übertragen haben. Der Dialer habe die Sicherheitseinstellungen des Computers verändert und eine Internetverbindung über eine 0190-Nummer hergestellt. Insgesamt seien über 100.000 Personen geschädigt worden, der Schaden belaufe sich auf ca. zwölf Millionen Euro. Laut Spiegel handelt es sich um den größten Fall von Internet-Betrug in der Bundesrepublik.

02.03.06

Bundesrecht wieder mit eindeutigen URLs

Das BMJ hat in den letzten Tagen seine Ankündigung, die Einzelnormen seiner Bundesrechtssammlung über logisch aufgabute URLs zu erschließen, klammheimlich in die Tat umgesetzt. So können die Einzelnormen jetzt über das Schema http://bundesrecht.juris.de/[kürzel]/__[norm].html verlinkt werden; § 433 BGB hört somit jetzt wieder auf den Link http://bundesrecht.juris.de/bgb/__433.html.

Damit hat die Bundesrechtssammlung einen großen Schritt in Sachen Benutzerfreundlichkeit getan. Was leider noch immer fehlt, ist die Möglichkeit, die jeweils vorherige odere nächste Norm direkt anzuspringen. Hierzu muss der Nutzer jedesmal den Weg über das Inhaltsverzeichnis nehmen - bei langen Normen wie dem BGB eine sehr zeitraubene Prozedur. Aber vielleicht nimmt das BMJ ja auch dieses Feature irgendwann in Angriff.

01.03.06

Encyclopodia

Wikipedia? Podcasting? Wie könnte man diese Begriffe verbinden? Genau: Encyclopodia bringt die Online-Enzyklopädie Wikipedia auf den iPod (allerdings nur zum Lesen, nicht zum Hören). Funktioniert leider nicht mit anderen MP3-Playern. (Gefunden bei Netbib.)

20.02.06

Kommerzialisierung der Blogosphäre

Wer eine Website betreibt, hat hierfür - wenn er nicht gerade einen freien Anbieter findet - gewisse Aufwendungen. Dies gilt auch für Blogs. Der Spiegel berichtet in seiner online-Ausgabe von dem nun auch unter Bloggern um sich greifenden Trend, durch die Schaltung von Werbung, nicht nur Unkosten zu decken. Doch ist dies nicht ganz unumstritten, steht diese Art des Kommerzes doch im Widerspruch zum Selbstverständnis vieler Blogger. Laut Spiegel ist der amerikanische online-Werbeexperte Harold Davis der Ansicht, dass der geschäftliche Erfolg eines Blogs von seinen Inhalten abhänge. Gerade auch Rechtsthemen halte er für interessant.

10.02.06

Ermittlungsroboter sucht Markendiebe

Die Firma MarkMonitor hat ein System vorgestellt, das Online-Shops, Auktionsplattformen, Websites, Suchmaschinen, Blogs, Boards und Chatrooms nach Markennamen durchsucht und einen Missbrauch ermittelt. Sodann soll das System automatisiert eine Bewertung von Kosten und Gefahrenpotenzial vornehmen und hiernach umgehend eine Reaktion oder sinnvolle Gegenmaßnahme starten. Basis ist eine intelligente Text- und Grafikerkennung. Zielgruppe des Anbieters sind Unternehmen, denen durch den Verkauf von Imitaten Umsatzverluste entstehen und die dies unterbinden möchten.

Nebenbei erlaubt das System auch die Ermittlung der legalen Verbreitung von Markenartikeln. Es solle sichergestellt werden, dass das Internet den Unternehmen als Absatzmarkt erhalten bleibe. Immerhin, so berichtet ecin, schätze die Weltzollorganisation den Anteil von Imitaten, die auf den verschiedensten Marktplätzen im Internet angeboten werden, auf fünf bis sieben Prozent.

07.02.06

Die eMail-Briefmarke

Mit einem kostenpflichtigen Dienst zum Versenden von eMail wollen AOL und yahoo dem Phänomen begegnen, dass häufig eMail, die von einem kostenlosen eMail-Konto versand werden, von den SPAM-Filtern aussortiert werden und ihren Empfänger deshalb nicht erreichen. Der Spiegel berichtet in seiner online-Ausgabe, der Dienst solle es ermöglichen, eMail auch an den Junkmail-Filtern vorbei sicher zuzustellen. Hierzu soll die jeweilige Mail als besonders vertrauenswürdig gekennzeichnet werden. Das neue Angebot, für dessen Umsetzung die Firma Goodmail verantwortlich zeichnet und das in zwei Monaten starten soll, stehe (zunächst) nur Unternehmen zur Verfügung.

03.02.06

Westlaw DE gibt auf

Der juristische Online-Service Westlaw DE wird zum 30. April 2006 eingestellt. Das teilt die Westlaw Datenbank GmbH auf ihrer Homepage mit. Die Entscheidung habe Thomson Legal & Regulatory getroffen, weil das Marktwachstum der juristischen Onlinedienste in Deutschland geringer ausfalle als ursprünglich erwartet, man werde sich weiterhin auf internationale Märkte konzentrieren.

Knapp 40 Mitarbeiter seien von der Schließung betroffen, heißt es weiter. Ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen sehr, dass die vom Unternehmen angekündigte Unterstützung bei der Suche nach angemessenen neue Positionen hilft.

Zu den bei Westlaw aufgelegten Inhalten gehören so renommierte Werke wie der Staudinger. Man darf gespannt sein, wer hier das Rennen macht.

31.01.06

Die Antwort der Filmindustrie

Haben wir vor wenigen Tagen noch die Frage gestellt "Kunde oder potenzieller Straftäter?", scheint Warner Bros. Entertainment diese in Richtung "Kunde" beantworten zu wollen. Das Unternehmen hat angekündigt, im März diesen Jahres die weltweit erste legale P2P-Tauschbörse für Filme in Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Leben zu rufen. "In2Movie" basiert auf einer in Deutschland entwickelten P2P-Technologie. Bei der Frage, warum man sich für den deutschsprachigen Raum entschieden habe, verweist Warner Bros. darauf, dass in der ersten Hälfte des Jahres 2005 etwa 1,7 Millionen Deutsche 11,9 Millionen Filme illegal aus dem Internet auf ihre Rechner heruntergeladen hätten. Diesem Trend wolle man entgegenwirken.
Quelle: Electronic Commerce Info Net

22.01.06

Informationsweiterverwendungsgesetz

Seit etwa einem Monat betreibt unser ehemaliger Autor Christopher Brosch das Informationsangebot http://www.informationsweiterverwendungsgesetz.de. Das Gesetz (kurz: IWG) wird auf Grundlage der Richtlinie 2003/98/EG umgesetzt und betrifft die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors. Das Angebot stellt Informationsquellen zu der Richtlinie, ihren Hintergründen und ihrer Umsetzung - in erster Linie in deutschsprachigen, nach Möglichkeit auch in anderen Mitgliedsstaaten - sowie Hinweise auf weiterführende Literatur zusammen.

01.01.06

Frei zugängliche Kommentierung zum Sächsischen Polizeigesetz

Durch einen anonymen Linksetzer in den JuristischenDefinitionen (über dieses JuraWiki-Projekt berichteten wir bereits hier) zum Polizeirecht bin ich soeben auf ein sehr ambitioniertes Projekt des Richters am Sächsischen Finanzgericht Hans Georg Patt aufmerksam geworden. Unter der URL http://www.polizeirecht-sachsen.de/ stellt der Autor eine Kommentierung zum Sächsischen Polizeigesetz zur Verfügung, die sich laut eigener Aussage an der Struktur des in gedruckter Form erhältlichen Kommentars von Reiner Belz orientiert und diesen (sogar) noch "um wesentliche Hinweise zu Rechtsprechung und Literatur sowie abweichende Ansichten" ergänzt. Damit solle "jedermann der Zugang zur aktuellen polizeirechtlichen Rechtsprechung im Freistaat Sachsen und - soweit relevant - in den übrigen Ländern der Bundesrepublik Deutschland gegeben" werden.

Zwar soll das Werk in den kommenden Monaten noch weiter ausgebaut und vervollständigt werden. Die Kommentierung zu den ersten 38 (von insgesamt 83) Paragrafen - und damit die für Ausbildung und Praxis besonders wesentlichen Teile - stehen aber bereits jetzt zur Verfügung. Auch der Gesetzestext selbst ist in zusammenhängender Form auf der Website abrufbar und direkt mit den einzelnen Kommentierungen verlinkt. Der hierdurch ermöglichte gesetzessystematische Einstieg macht die Seite nicht nur für Sächsische Polizeirechtler interessant. Im Übrigen hält der Freistaat Sachsen aber auch hier zahlreiche Landesvorschriften im PDF-Format bereit.

13.12.05

Juristische Abkürzungen

Der Leser eines juristischen Textes sieht sich vielfach mit einer großen Zahl von Abkürzungen konfrontiert. Hat man die gängigsten auch sofort parat und weiß, worum's sich handelt, ist dies bei nicht so ganz alltäglichen schon schwieriger. Dem Anfänger oder Laien bleibt die ein odere andere (zumindest zunächst) ein Geheimnis. Damit räumt die Redaktion der Zeitschrift für die Anwaltspraxis (ZAP) jetzt in ihrem Online-Angebot auf. Hier findet man ein kleines Abkürzungsverzeichnis der deutschen Rechtssprache. Ein - wie ich finde - sehr nützliches Angebot.

11.12.05

jurmatiX bohrt juris Bundesrecht auf

Nachdem Ministerin Zypries vor einigen Tagen die neue Bundesrechtssammlung im Netz freigegeben hat, haben einige Nutzer festgestellt, dass die neue Darstellung nicht nur Vorteile hat. Während früher die Einzelnormen über die eindeutige Nomenklatur http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/[kürzel]/__[norm].html verlinkt werden konnten, haben die Einzeldokumente nun kryptische URLs wie http://bundesrecht.juris.de/bgb/BJNR001950896BJNE042602377.html, die sich nicht über die §§-Nummer ermitteln läst. Wer in seinen Webseiten zahlreiche Links auf die alte Bundesrechtssammlung gestzt hatte, steht daher nun vor der unerfreulichen Aufgabe, die Links von Hand auf die neuen Adressen umzustellen, da sich dieser Vorgang ohne Kenntnis der URLs nicht automatisieren lässt.

jurmatiX bietet jetzt eine Lösung für dieses Problem. Über den jurmatix-Server können inzwischen die 104 wichtigsten Bundesgesetze über die gewohnte Nomenklatur http://bundesrecht.jurmatix.de/bundesrecht/[kürzel]/__[norm].html aufgerufen werden; in den alten Links ist lediglich der String "juris" durch "jurmatix" zu ersetzen. Aus dem obigen Link zu § 433 BGB wird dadurch http://bundesrecht.jurmatix.de/bundesrecht/bgb/__433.html.

29.11.05

Flächendeckender elektronischer Geschäftsverkehr in der Bremer Justiz

Die Bremer Justiz führt zum 1. Dezember 2005 flächendeckend den elektronischen Geschäftsverkehr ein.
Ab Donnerstag können Anwälte Klageschriften oder andere Dokumente in elektronischer Form einreichen, d.h. Dokumente, die mit einer qualifizierten elektronischen Signatur gemäß § 2 Nr. 3 SigG versehen sind. Als elektronisches Postfach kommt das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (egvp) zum Einsatz, an das bereits der Bundesfinanzhof und das Bundesverwaltungsgericht angeschlossen sind.

20.11.05

Google Base

Über Google Base wurde kurz nach der Veröffentlichung der (englischsprachigen) Beta-Version schon allerhand geschrieben. Bislang vorherrschend scheint dabei zur Zeit eine Perspektive des Produkts als Plattform für Online-Kleinanzeigen zu sein.

Google selbst beschreibt den Dienst allgemeiner als "place where you can easily submit all types of online and offline content that we'll host and make searchable online". Aus technischer Sicht geht Google also einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Web als Datenbank, oder auch: zum Semantic Web. Informationen werden kategorisiert (z.B. mit der Kategorie "Kochrezept") und mit Eigenschaften versehen (z.B. "italienische Küche", "Pasta"), damit sie vom Nutzer besser durchsucht werden können. Auch wenn Google Base intern nicht mit den Semantic-Web-Standards des W3C (RDF, OWL) zu arbeiten scheint (siehe hier), scheint es sich tatsächlich um eine semantische Suchmaschine mit Erfolgspotenzial zu handeln.

Das Produkt hat einen abstrakten Ansatz, denn es lassen sich auch eigene Informationstypen ("item types") definieren und ihre Eigenschaften beschreiben. Damit taugt Google Base auch für juristische Anwendungen. Wie wäre es mit dem Typ "Gerichtsentscheidung"? Oder "Gesetz"? Oder "Seminararbeit"? Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt - ich bin gespannt, wie es weiter geht.

08.11.05

Videoüberwachung zum Selbermachen

Wie man mit Hilfe von Google Kameras findet, die "öffentliche und nicht-öffentliche Bereiche kontrollieren", erklärt intern.de, nämlich so: http://www.google.com/search?q=liveapplet.

Die dort aufgelisteten Webcams lassen sich dann auch per Java-Applet steuern. Wenn man z. B. hier auf einzelne Personen zoomt, könnte man durchaus schon jemanden wiedererkennen - jedenfalls bei Tageslicht.

Die Videoanlage der Frankfurter Rundschau (siehe LAWgical vom 31.10.03) war übrigens bis vor kurzem "wegen Wartungsarbeiten" abgeklemmt und ist zur Stunde gar nicht mehr erreichbar.

27.10.05

HörDefinitionen ab sofort zum Download unter www.JuristischeBegriffe.de

Letzte Nacht hat das JuraWiki-Team unter www.JuristischeBegriffe.de ein zunächst provisorisch eingerichtetes Verzeichnis zum Download meiner 133 juristischen HörDefinitionen online gestellt. Unter dieser Domain soll in naher Zukunft u.a. ein komfortabler Podcast-Server eingerichtet werden, der auf die im Rahmen des JuraWiki-Kollaborationsprojektes JuristischeBegriffe (bestehend aus JuristischeDefinition und JuristenLatein) entstandenen Früchte aufmerksam machen soll.

Hier werden nämlich diejenigen juristischen Definitionen und Lateinvokabeln zusammengetragen, die als unverzichtbares, auswendig zu lernendes Rüstzeug für den Examenskandidaten gelten können. Um sich diese besser einprägen zu können, werden die entsprechenden Erklärungen aber nicht nur in einen textbasierten Lernindex eingepflegt, sondern auch nach und nach in MP3-Dateien, die sich jeder Examenskandidat für die eigene mobile Lernvorbereitung frei herunterladen kann, vertont.

Nähere Informationen gibt es auch im aktuellen NeuesAusDemJuraWiki-Podcast vom 26.10.2005.

17.10.05

EDV-GT Nachtrag: Arbeitskreis "Maschinelle Übersetzung"

Logo EDV-GTIm Arbeitskreis "Maschinelle Übersetzung" ging es zuallererst um die Frage, ob Computer überhaupt übersetzen können. Die Frage ist zunächst sehr schnell zu bejahen, doch muss man weiter fragen, um zu der Wurzel des Problems vorzustoßen. Denn maschinelle Übersetzung ist zwar durchaus keine neue Erfindung und wird schon seit Jahren von den meisten Dolmetschern als Hilfe angesehen. Nichtsdestotrotz wirft sie spezifische Probleme auf. Auf diese wurde in dem Arbeitskreis im Detail eingegangen. Die unterschiedliche Granularität von Quell-und Zielsprache muss in den Programmen ebenso Berücksichtigung finden, wie lexikalische und referentielle Mehrdeutigkeiten. Abschließend wurde der Bereich der maschinellen Übersetzung noch von der maschinengestützten Übersetzung abgegrenzt und noch Fragen der praktischen Umsetzung diskutiert.

Das LAWgical-Team dankt Elisabeth Drechsel für ihren Bericht

13.10.05

Stud.IP - Das Content-Management-System für Präsenzunterricht begleitende Web-Inhalte

Der Kollege Langenhan greift heute in seinem Handakte WebLAWg einen anlässlich einer Entwicklertagung zu dem Open Source Lern- und Projektmanagement-System Stud.IP entstandenen Radio-Beitrag (auch als Podcast) des Deutschlandfunk auf. Die maßgeblich an der Universität Göttingen zu Verwaltungs-, Organisations- und Kommunikationszwecken in der Lehre entwickelte Blended Learning-Software, die sich auch mit dem E-Learning Autorentool ILIAS der Uni Köln kombinieren lässt, kommt inzwischen bereits an über 50 deutschsprachigen Lehr-Standorten zum Einsatz.

Zufälliger Weise hat sich auch einer der LAWgical-Neuzugänge im Rahmen seiner Referendariats-Wahlstation beim Institut für Rechtsinformatik in den letzten Wochen eingehender mit dieser Social Software befasst, um das System hinsichtlich seiner Einsatzmöglichkeiten für die Referendarsausbildung im Freistaat Sachsen zu evaluieren. Dabei sind u.a. auch ein paar Mindmaps entstanden, die der Stud.IP Entwickler-Community zu Dokumentationszwecken zur Verfügung gestellt worden sind. Sie geben einen umfassenden Einblick in die sehr komplexe Funktions- und Menuestruktur dieses rollenbasierten Systems aus Sicht eines Root, eines Admin, eines Dozenten, eines Tutors, eines Autors sowie eines einfachen Users und können damit eine Entscheidungshilfe zur Frage der Verwendungsmöglichkeiten des Systems für die eigenen Zwecke bieten. Wer sich jedoch zuerst ein Bild von der Software im laufenden Betrieb machen will, kann dies in einer im Internet frei zugänglichen Demo-Installation tun.

09.10.05

EDV-GT Nachtrag: Arbeitskreis "Barrierefreiheit"

Logo EDV-GTBei dem diesjährigen Arbeitskreis „Barrierefreiheit“ handelte es sich um eine Fortsetzung der Veranstaltung vom vergangenen Jahr. Diesmal lag der Schwerpunkt auf der praktische Umsetzung des letztjährigen Workshops.
So präsentierte Frau Peters anhand ihres Notebooks die Sprachausgabe und Brailletastatur. Ihrer Aussage nach sind Internetseiten mit juristischen Inhalten im Allgemeinen mit Ihren Hilfsmitteln gut erreichbar. Auch „blinde Tabellen“ wie sie z.B. bei eBay verwendet werden bereiten dem Screenreader keine Probleme.
Herr Eitel referierte über die verschiedenen Konformitätsstufen innerhalb der Web Accessibility Initiative (WAI). Durch ein Rating zwischen A und AAA wird die Konformität zu den WAI-Richtlinien angegeben.
Mindmap BarrierefreiheitWichtigstes Merkmal für eine gute Zugänglichkeit von Webseiten ist die Trennung von Inhalt und Design. Mittels des CSS-Standards lässt sich eine solche Trennung sauber durchführen.
Herr Obrembalski stellte diverse Tools vor, mit denen sich die WAI-Zugänglichkeit testen lässt: Accessibilty Test, Web Accessibility Toolbar, Freedom Scientific und BITV-Test.

Meike Schneider vom JuraWikiTeam hat uns inzwischen auch eine Mindmap zu dieser Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Siehe hierzu auch die JuriWiki-Seite BarriereFreiheit.

Das LAWgical-Team dankt Ralph Hecksteden für seinen Bericht und Meike Schneider für die Zurverfügungstellung ihrer Mindmap.

08.10.05

ROLLYO: Die eigene Suchmaschine

Mit ROLLYO kann man sich seine eigene Suchmaschine bauen - ohne Programmierkenntnisse. Auf Basis der Yahoo!Search-Suchmaschine kann der Nutzer festlegen, welche Sites er in den Index "seiner" Suchmaschine aufnehmen will.

Eifrige Rechtsinformatik-Doktoranden überlegen schon, wie man damit eine neue, verbesserte juristische Suchmaschine bauen könnte...
(Link gefunden bei Marcus P. Zillman.)

25.09.05

Web 2.0

Selbst gestandene LAWgical-Redakteure wussten beim Gesprächskreis "Freie juristische Internetprojekte" nichts mit dem plötzlich in den Raum geworfenen Begriff "Web 2.0" anzufangen. Glücklicherweise weiß die Süddeutsche Zeitung mal wieder Bescheid:

"Mit diesem Begriff wird ein neuer Entwicklungsschritt des Internets beschrieben, bei dem die Nutzer das Netz für sich erobern. Alle Anwendungen, die unter dem Schlag- und Hype-Wort zusammengefasst werden, stellen die User und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt."

Der Artikel liefert ein ausführliches Glossar dieser Anwendungen.

19.09.05

Gesprächskreis-Teilnehmer (10 und Schluss): Der Rest

Logo EDV-GTNicht nur unsere Vorfreude auf den Gesprächskreis "Freie juristische Internetprojekte" am kommenden Donnerstag beim EDV-Gerichtstag ist groß, auch die unserer Teilnehmer. In unserer kurzen Reihe nicht ausdrücklich vorgestellt wurden die Projekte, die "selbstverständlich" auch mit dabei sind: das Tingeltangel Blog, der Jura-Trainer, das JuraWiki und natürlich das LAWgical.

An dieser Stelle sei nochmal kurz darauf hingewiesen, dass neben den bisher vorgestellten Projekten auch zahlreiche weitere Interessierte - auch aus dem Verlagswesen - ihre Teilnahme zugesagt haben. Und dass sich die genannten Projekte nicht nur beim Gesprächskreis vorstellen, sondern während der gesamten Tagung im CIP-Raum des Tagungsgebäudes (hinter dem Eingang links der erste Raum auf der linken Seite). Das ist ein Ergebnis unserer Initiative "Ich Mach's Online" - ein weiteres ist ein Flugblatt, das wir auf der Tagung auslegen werden.

15.09.05

Gesprächskreis-Teilnehmer (9): ec-basics.de

Logo EDV-GTMichael Weller, derzeit Wahlstations-Referendar am IFRI, betreibt schon seit Frühjahr 2002 das eCommerce-Portal ec-basics.de. Er vermittelt dort wichtigsten rechtlichen Grundlagen des Vertragsschlusses via Internet im deutschen Recht. Michael ist Gesprächskreis-Teilnehmer der "ersten Stunde". Ec-basics.de ist unserer Meinung nach ein klassisches (da nicht zuletzt Weblog-freies) Beispiel dafür, wie man einen juristischen Spezialbereich im Rahmen eines freien Projekts aufbauen kann und sollte.

13.09.05

Kostenpflichtig: LexisNexis RechtsNews

LexisNexis hat erneut (wir berichteten bereits) seine Marketing-Strategie umgestellt und bietet den Aktualitätendienst RechtsNews nur wieder kostenpflichtig an. Nicht angemeldeten Nutzern bleibt noch die Anzeige der Pressemitteilungen und bei einer Volltextsuche nur noch die Anzeige der Ergebnisliste. Für den Zugang zu den Fachpresseauswertungen ist dagegen eine Anmeldung erforderlich, die für einen Testzeitraum von mindestens 3,5 Wochen (!) gilt.

Der Zugang kostet nach Ablauf des Testzeitraums 14,80 EUR zzgl. MWSt. Studenten und Referendare bezahlen die Hälfte. Man darf gespannt sein, ob der Zugang zu Fachpresse-Abstracts ohne den Zugriff auf die besprochenen Quellen zu diesem Preis auf große Akzeptanz stoßen wird.

10.09.05

Gesprächskreis-Teilnehmer (8): rechtliches.de

Logo EDV-GTDer Titel ist abgekürzt: Der Betreiber von rechtliches.de, Mark Obrembalski (vgl. auch hier), ist nicht nur mit genanntem Projekt, sondern auch mit seinem Weblog "der winkelschreiber" beim Gesprächskreis "Freie juristische Internetprojekte" auf dem 14. EDV-Gerichtstag vertreten. Gleichwohl bezeichnet er rechtliches.de als sein "Hauptprojekt".

Wie man z.B. im JuraWiki feststellen kann, arbeitet Obrembalski zur Verbreitung von rechtliches.de intensiv mit Google-Werbung. Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, kann er aber nicht nur zu diesem Thema interessante Geschichten erzählen.

31.08.05

Gesprächskreis-Teilnehmer (6): IARLJ

Logo EDV-GTWir sind uns zwar nicht ganz sicher, ob es sich bei der IARLJ um ein "freies Projekt" im Sinne unser (vorläufigen) Definition handelt. Der Verantwortliche Paul Tiedemann hat uns jedoch so freundlich um eine Teilnahme am Gesprächskreis und eine Präsentation im CIP-Raum gebeten, dass wir jedenfalls nicht nein sagen konnten und ihn ebenso herzlich willkommen heißen wie alle anderen. Vielleicht finden wir beim Gesprächskreis Zeit, die Frage zu beantworten.

Die IARLJ ist die Internationale Vereinigung von Richtern im Flüchtlingsrecht. Neuester Bestandteil der Webpräsenz ist die IARLJ Database, die eine umfassende Sammlung internationaler Entscheidungen zum Asylrecht enthält. Tiedemann hat diese Datenbank jüngst auch bei JurPC ausführlich vorgestellt.

14.08.05

Gesprächskreis-Teilnehmer (2): JurisPedia

Logo EDV-GTJurisPedia ist ein aus universitärer Initiative entstandenes Wiki-Lexikon-Projekt, das sich den Rechtsordnungen der Welt und der Rechts- und Politikwissenschaften widmet. Es ist also eine Art juristische Wikipedia, gegründet auf Initiative der Équipe de Recherche Informatique et Droit (Juristische Fakultät der Universität Montpellier I), dem Team von JURIS (Universität von Québec in Montréal) sowie des Instituts für Rechtsinformatik (Universität des Saarlandes).

Für den Gesprächskreis haben neben Vertretern des IfRI, die ohnehin anwesend sein werden, auch Verantwortliche aus Montpellier ihre Teilnahme in Aussicht gestellt. Wir freuen uns darauf zu erfahren, wie die Betreiber ihr Ziel, den derzeit noch etwas bescheidenen Artikelbestand (aktuell: 52 Artikel) schnell zu erweitern, verwirklichen wollen - möglicherweise durch eine Kooperation mit anderen Wikis?

11.08.05

Serie: Teilnehmer am Gesprächskreis

Logo EDV-GTMan kann es nicht oft genug schreiben: Die Vorbereitungen zum Gesprächskreis "Freie juristische Internetprojekte" beim 14. EDV-Gerichtstag sind in vollem Gange.

Bis es endlich soweit ist, möchten wir im LAWgical in einer kleinen Artikelserie diejenigen Projekte und ihre Betreiber vorstellen, die sich bereits zum Gesprächskreis angemeldet haben. Das soll auch diejenigen motivieren, die sich ihrer Teilnahme noch nicht sicher sind: Wer sich in den nächsten Tagen bei Ralf Zosel oder mir anmeldet, wird noch in die Serie aufgenommen.

22.07.05

LexisNexis übernimmt ZAP-Verlag

Die LexisNexis Deutschland GmbH mit Sitz in Münster hat gestern die Übernahme des ZAP-Verlags bekannt gegeben. Nur die Kartellbehörde muss noch zustimmen.

11.07.05

JuraBlogs Presseschau

JuraBlogs, das juristische Metablog, bietet seit heute eine Presseschau zu juristischen Themen an. Wie das JuraBlogs-Blog heute mitteilt, werden dazu aus den Blog-Meldungen die Links auf Auftritte von Zeitungen und Zeitschriften herausgefiltert. Die daraus daraus extrahierte Linkliste wird unter www.jurablogs.de/presseschau veröffentlicht. Wieder eine sehr schöne Idee.

09.07.05

Providerstress für mindermeinung.de

Bereits Anfang April diesen Jahres war mindermeinung.de für einige Tage offline, weil die Festplatte des Servers infolge eines Stromausfalls beschädigt worden war (siehe hierzu die Meldung vom 14.04.05). Wie "Das Forum von und für Leipziger Jurastudenten" jetzt auf seiner Homepage mitteilt, habe der Hostingprovider die Website nun mit der Begründung vom Netz genommen, sie verursache nicht hinnehmbare Belastungen des Servers.

Wer als Provider einen guten Kunden gewinnen will, sollte also jetzt die Initiative ergreifen. Noch sind die Kontaktdaten der Kollegen im Google-Cache abrufbar.

15.06.05

Fremde juristische Newsfeeds in die eigene Webseite einbinden

Mit LexFeeds von jurmatix ist es seit heute möglich, Inhalte fremder Newsfeeds einfach in die eigenen Webseiten einzubinden. Webseiten etwa von Anwälten werden so durch aktuelle Informationen aufgewertet. LexFeeds ist bis 1000 Abrufe kostenfrei. Hier ein Beispiel (benötigt Java Script):

14.06.05

Verfügbarkeit und Archivierung öffentlicher Daten

Ein exzellenter Artikel von Emmanuel Barthe zu den Problemen der rein elektronischen Publikation in der Verwaltung ist gerade auf precisement.org erschienen. Er ist Teil einer ganzen Reihe zu diesem Thema.
Anlass gab die Vermutung, die Banque de France würde ihre Artikel und Information nur 20 Jahre vorhalten. Weiterhin erfährt man, daß es das Bulletin officiel des impôts (BOI) nicht mehr in Papierform gibt. Gleiches gilt für die Debatten und Anfragen im Europäischen Parlament. Eine Kritik des Bulletin Officiel du ministère de l’Intérieur zeigt, dass die Déclaration de Sarrebruck von 1997 weder in Deutschland noch in Frankreich ihre Aktualität eingebüßt hat

12.06.05

Status Quo: Online- und Desktop-Suche

Für die Online-Suche sind Google und Yahoo! nach wie vor das non plus ultra, so jedenfalls der CNet-Testbericht (Artikel und Vergleichstabelle), auf den Tom Mighell im aktuellen Newsletter hinweist.

(Kostenlose) Desktop-Suchmaschinen werden in der morgen erscheinenden Ausgabe des c't-Magazins (13/05, S. 170 ff.) einem Vergleichstest unterzogen. Hier schneidet Google Desktop eher schlecht ab. Empfohlen werden hier die Yahoo! Desktop Suche, Copernic Desktop und kleinere Anbieter wie der A-Z Finder, AutoFocus oder Mindbreeze Enterprise Search.

02.06.05

Phishing ist in

Die Zahl der Phishing-E-Mails nimmt beständig zu. Das Phänomen wird weltweit zum Problem. Die Schäden sind so enorm, dass die Politik in aller Welt beginnt, sich mit Phishing zu beschäftigen; leider nicht koordiniert.

Doch wird Phishing inzwischen auch zum Politikum. So fordert Martina Krogmann (CDU) nun, das wer Phishing-Mails aussendet, selbst strafbar ist, weil erst der Vermögensschaden zu einer Strafbarkeit führe. Der Satz "Diese hinterlistige Abzocke im Internet ist hochkriminell und muss sofort aufhören" lässt allerdings schon die Ungegorenheit der Forderung erkennen. Insbesondere verkennt Frau Krogmann die internationale Dimension des Phishing, die sich nicht mit solchen Parolen bekämpfen lässt.

Die Bundesnotarkammer schlägt vor, den Geschäftspartner zu identifizieren und dazu die qualifizierte elektronische Signatur breit anzuwenden. Wenn Online-Banking aber von der qualifizierten elektronischen Signatur abhängig wäre, dann hätten wir noch kein Online-Banking, weil die Technologie nicht im Browser implementiert ist. Darüber hinaus bietet die qualifizierte elektronische Signatur im Falle des Phishing keinen über SSL hinausgehenden Schutz, denn auch SSL verifiziert (auch basierend auf X.509v3), ob die Daten tatsächlich von dem Rechner kommen, der als der Bank-Rechner bezeichnet wird. Der Irrtum des Phishing-Opfer ist also auch mittels SSL aufzulösen. Das Problem ist vielmehr, dass das Phishing-Opfer gerade dies nicht tut.

Carola Ernesti meint, § 202a StGB reiche aus. Es gehe nur noch darum, dass der Versuch in § 202a StGB nicht strafbar sei. Der Wortlaut ist zwar passend, aber das Kriterium einer Überwindung eines Zugangshindernisses greift nicht, denn das Phishing-Opfer gibt ja die Daten freiwillig ein. Es findet gerade kein Bruch von Gewahrsam statt.

Rolf Jürgen Franke versucht es mit den §§ 269, 270 StGB, denn der Versuch ist strafbar. Dies hat viel für sich, denn der Phisher benutzt die abgefangen Credentials (Pin/Tan) um sie an eine neue Erklärung anzuhängen. Die §§ 269, 270 StGB sind parallel zum Urkundenbegriff ausgestaltet. Die durch das Credential gesicherte Erklärung kommt gerade nicht vom Empfänger. Aber auch hier gilt, dass die Zusendung der Phishing-E-Mail eine reine Vorbereitungshandlung ist.

Ich bin der Meinung, dass es sich letztlich um einen Betrug und/oder Computerbetrug (§§ 263, 263a StGB) handelt. Hier allerdings fehlt es an der Unmittelbarkeit zwischen Täuschungshandlung und Vermögensverfügung, da die Tat des § 269 StGB dazwischen liegt. Die Unmittelbarkeit wurde aber eingeführt, um den Tatbestand des versuchten Betruges nicht uferlos werden zu lassen. Das Kriterium der Unmittelbarkeit könnte man für anachronistisch halten, denn es bewirkt letztlich, dass aberwitzige Betrügereien mit vielen Zwischenhandlungen und einem grossen Vertrauen auf die Dummheit der Menschen (® Einstein) nicht erfasst werden können. Lässt man also die Unmittelbarkeit weg, dann setzt der Phisher mit dem Zusenden der E-Mail schon zu einem Betrug an. Damit ist man aber bei einer Abwägung zwischen zwei Übeln: Eine Aufweichung der Unmittelbarkeit führt zur ungewollten Kriminalisierung vieler Handlungen, aber sie wird wohl kaum eine Phishing-Mail verhindern.

Der Kernpunkt des Phishing liegt aber eindeutig in der Täuschung mit anschliessender Vermögensschädigungsabsicht. Phishing ist dabei die optimale Ausnutzung einer Schwäche in der Benutzerführung von Browsern und in HTML - Mails. Es nutzt Schwächen der internationalized domain names (IRI), indem das russische A zwar eine andere Domain ergibt, aber im Browser als A dargestellt wird. Phishing nutzt die Tatsache, dass die Browser auch dann ein gelbes geschlossenes Schloss anzeigen, wenn der Browser den von Verisign zertifizierten Server des Phishers besucht, denn es wird der Name nicht angezeigt. Es nutzt Fehler in der Gestaltung von Bankseiten, denn dort werden Frames verwendet und man kann die eigene Seite in diese Frames hineinladen. Da der Focus auf einen Bank-Frame gesetzt wird, zeigt der Browser eine valide SSL-Verbindung an. Erst wenn man in das Phishing-Fenster klickt, verschwindet die Sicherung, aber wer merkt das noch?

Letztlich handelt es sich also um ein Problem der Browser und Mail-Software. Dazu gibt es auch schon einige Initiativen. Die Prominenteste unter ihnen ist wohl Antiphishing.org. Dort kann man sehen, dass die technischen Probleme rund um das Phishing von einer sehr breiten Koalition von Firmen und Organisationen angegangen wird. Wenn die Politik helfen will, dann soll sie den Universitäten Geld geben, damit die Unis und ihre Entwickler und Studenten an der Lösung teilnehmen können. Code is Law sagt Lessig und er meint: Die Technik hat ein Problem geschaffen und kann es auch wieder beseitigen. Eine deutsche Beteiligung kann deutsche Aspekte in die Diskussion bringen. Resourcen für diejenigen, die zur Beseitigung des Problems beitragen können, sind wesentlich effektiver, als das Geld in ein neues Gesetz zu stecken, das die Phisher ohnehin nicht beeindrucken dürfte.

Bis dahin finde ich die Initiative des LKA Rheinland-Pfalz zu Phishing interessant: In einer Pressemitteilung werden eine ganze Reihe von Tips und Verhaltensregeln gegeben. Das LAWgical hat versucht einen solchen Angriff nachzuvollziehen und auch schon ein Anti-Phishing Tools gefunden.

01.06.05

EGVP zwischen Bund und BVerwG

Heute gab es eine Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts, dass zwischen Gericht und Vertreter des Bundesinteresses beim Bundesverwaltungsgericht (VBI) nunmehr EGVP eingesetzt werde. Jeder, also auch Anwälte und Bürger könnten nun mittels EGVP mit dem Gericht kommunizieren. Neugierig geworden, wollte ich mir die Spezifikation anschauen. Bei EGVP ist zwar das OSCI-Format als Spezifikation in der FAQ angegeben. Aber der Link zu OSCI fehlt. Bei OSCI angekommen fällt mir der ®-Klecks hinter dem Namen auf. Gut, denke ich, hat W3C® auch.

OSCI ist ein Projekt der Stadt Bremen. Es soll auch für andere mitentwickelt werden und die Benutzung durch das BVerwG bezeugt einen beachtlichen Erfolg. Auf der Seite osci.de findet man alle notwendigen XML Schemata. Das ist ebenfalls ein Zeichen von Qualität.

Dann kommt das Kapitel "Warum OSCI"?
OSCI bietet eine erhöhte Sicherheit im Gegensatz zu bisherigen Kommunikationsprotokollen. Dies geschieht durch die Trennung von Nutz- und Inhaltsdaten beim Transport und eine sehr gute Sicherung der Signatur durch die Berechung in einem äußerst aufwändigen Verfahren.

Das klingt, als wäre es aus dem Lastenheft für SOAP und Web Services abgeschrieben. Allerdings findet man keinen Hinweis auf die Spezifikationen. Denn Ziel von SOAP ist eben die Trennung von Nutz- (Header) und Inhalts- (body) daten. Vielleicht benutzen die Bremer ja wirklich diese Spezifikationen, aber sagen tun sie's nicht. Wenn sie weder SOAP noch WSDL benutzen, dann müssen sie sich schon die Frage gefallen lassen, warum das Rad neu erfunden wurde.

Die Folgen kann man schön an einem Dokument der IDABC sehen, welches ein Gateway zwischen dem europäischen IDA-Link und dem deutschen OSCI zeigt. Würden beide Systeme SOAP und WSDL benutzen, dann bräuchten sie kein Gateway.

Das Dokument zur European Interoperability Framework for pan-European eGovernment Services bringt vielleicht eine Milderung. Dort wird explizit die Forderung nach Open Standards erhoben. OSCI ist auf einem guten Weg, aber vielleicht kann die Verbindung zu Organisationen wie dem W3C noch verbessert werden, damit die Eigenentwicklung genau dort ansetzt, wo sie ansetzen soll.

Von hier aus sei ausserdem angeregt, dass die Verwaltung ein zentrales Register für die XML Schemata der Verwaltung schafft, damit auch hier Parallelentwicklungen vermieden und Transformationen vereinfacht werden. Die KBST sammelt nur Projekte und leider keine Daten.

25.05.05

Juritel.com

juritel.com ist ein neues interessantes Informationsangebot zum französischen Recht. Man sieht der site zwar an, dass noch nicht alles so etabliert ist, aber der Aufbau ist vielversprechend. Es handelt sich um ein kommerzielles Projekt, das durchaus Ähnlichkeiten zum JIPS aufweist. Die Zusammenarbeit mit Anwälten verschiedener Sprengel erscheint jedenfalls als gute Idee. Leider ist der Newsfeed nicht frei als RSS verfügbar, sondern nur gegen eine Registrierung zur Einbindung in eine Web-site. Es sieht also so aus, als sollten die Werbeeinnahmen nicht allzu stark geschmählert werden.

13.05.05

Semantic Web für Juristen

JurPC startet heute die dreiteilige Aufsatzreihe zum Thema "Semantic Web für Juristen". Jochen Notholt stellt die Erweiterung des bestehenden WWW vor und geht der Frage nach, wie Juristen davon profitieren können.

Der erste Teil zeigt an Hand praxisnaher Beispiele die Unterschiede zwischen HTML und XML: Während HTML auf die Darstellung von Dokumenten in Web-Browsern ausgelegt ist, lässt sich in XML-Dokumenten markieren, welchen Inhalt die einzelnen Teile des Dokumentes haben. Solche "schlauen Dokumente" lassen sich dann auch mit "dummen Maschinen" gezielt auslesen.

Ergänzend zur Aufsatzreihe hat Jochen Notholt im JuraWiki eine Seite mit weiterführenden Links sowie einem Glossar angelegt und steht dort auch für Rückfragen zur Verfügung.

02.05.05

Anti-Phishing-Tool

Nachdem wir schon häufiger über Phishing-Fälle berichteten, dürfen auch Hinweise auf Gegenmaßnahmen nicht fehlen.

Die SZ berichtet (in Zusammenarbeit mit PC Welt) über das Tool Fraud Eliminator, das sich als Plugin in den MSIE oder in Firefox einbinden lässt. Das Programm vergleicht aufgerufene Webseiten mit einer Phishing-Datenbank und warnt den Nutzer, wenn sich die Seite in der Datenbank befindet oder sonstige verdächtige Merkmale enthält. Die kostenlose Programmversion unterscheidet sich von einer kostenpflichtigen Version durch die Häufigkeit der Datenbank-Updates.

30.04.05

CIA World Factbook 2005

BeSpacific meldet, dass das CIA World Factbook inzwischen auf dem Stand vom 21. April 2005 erschienen ist. In die aktuelle Version wurde bereits der neue Papst aufgenommen.

07.04.05

Livebericht ICANN-Treffen

Live vom ICANN-Treffen (siehe auch JIPS-Nachricht) berichtet Lextext.

06.04.05

Sicherheitsmängel in Steuersoftware Elster

Das Fernsehmagazin Plusminus hat in seiner Ausgabe vom 05.04.2005 unter dem Titel "Elster-Zwang und Datenklau" auf gravierende Sicherheitsmängel in der Steuersoftware Elster hingewiesen.

Hintergrund ist, dass Unternehmen seit Anfang diesen Jahres verpflichtet sind, ihre Umsatzsteuer- und Lohnsteueranmeldungen online unter Verwendung von Elster abzugeben.

Zu den eher harmloseren Begleiterscheinungen des neuen Verfahrens zählen durch Überlastung der Rechner der Steuerverwaltung bedingte Übertragungsfehler, bei denen die Finanzbehörden die durch ihre eigene Technik bedingten Fristüberschreitungen mit Säumniszuschlägen zu Lasten der Steuerpflichtigen belegen.

Im Hinblick auf den Datenschutz als höchst problematisch habe sich jedoch erwiesen, dass die Authetisierung des meldenden Steuerpflichtigen ausschließlich über die Steuernummer und die Angabe des zuständigen Finanzamts erfolge. Gewerbetreibende sind verpflichtet, ihre Steurnummer auf ihren Rechungen anzugeben; sie sind daher für Außenstehende leicht in Erfahrung zu bringen. Zwar werden die Steuerdaten verschlüsselt übertragen, es sei jedoch für Dritte problemlos möglich, für einen Steuerpflichtigen ohne dessen Wissen oder Zustimmung fehlerhafte Meldungen abzugeben, was -im Fall einer Einzugsermächtigung - sogar zu unberechtigten Kontobelastungen durch die Finanzbehörden führen könne.

03.04.05

SelfHTML 8.1

Für alle, die sich beim Website-Entwurf nicht auf die "Künste" von WYSIWYG-Editoren verlassen möchten, ist die Dokumentation SelfHTML schon seit vielen Jahren ein zuverlässiger Begleiter. Bereits seit Karfreitag ist die gründlich überarbeitete Version 8.1 online, die nicht mehr vom "Erfinder" Stefan Münz alleine, sondern von einer 16-köpfigen Redaktion betreut wird (Mitglied ist übrigens auch Oliver García, verantwortlich für die Suchfunktion). Nach wie vor ist der Download der gesamten Dokumentation möglich, neuerdings auch über das BitTorrent-Netzwerk (via medienrauschen).

31.03.05

Dialer - bald auch für DSL-Nutzer eine Gefahr?

Bisher war man als DSL-Nutzer vor Dialern, die sich ohne Wissen des Nutzers über teure Mehrwertdiensterufnummern in das Internet einwählen, relativ sicher. Ein Restrisiko bestand nur für solche Anwender, die ihr altes Modem trotz DSL-Anschluss weiter an ihrem Rechner beließen - sei es aus Faulheit, um darüber Faxe zu versenden oder als redundanten Internetzugang für den Fall von DSL-Störungen.

Möglicherweise gibt es jedoch bald auch "Dialer" für DSL-Nutzer. Onlinekosten.de weist auf die gefahr hin, die vom so genannten "IP-Payment" ausgehen könnte. Dabei wird die Nutzung kostenpflichtiger Angebote über den Internetprovider des Kunden abgerechnet, der diesen über die IP-Nummer identifizieren kann.

Derzeit wird das System in Österreich getestet. Ob es dort bereits zu Missbrauchsfällen, z.B. durch Trojaner, die kostenpflichtige Seiten ohne Wissen des Nutzers anwählen, gekommen ist, ist noch nicht bekannt.

20.03.05

Hoax-Infos

Sie sind immer wieder ein Ärgernis, gerade dann, wenn sie von persönlichen Bekannten stammen: Hoax-Mails. Die morgen erscheinende Ausgabe des c't-Magazins weist auf die Angebote Hoaxbusters und Hoax-Info (TU Berlin) hin. Auf diese Seiten kann kurz und freundlich verwiesen werden, um naive Freunde über ihren Faux-Pas aufzuklären.

12.03.05

Screencasting

Nach Podcasting nun Screencasting? Beim Screencasting wird nicht nur ein Audiostream angeboten sondern zusätzlich ein Videostream des Bildschirms des Übertragenden. Für Unternehmen mag dies eine reizvolle Möglichkeit sein, mit ihren Werbepräsentationen auf diese Weise ein breites Publikum zu erreichen. Privatanwender werden sich den Softwarekauf jedoch vermutlich gut überlegen. Diese reißt mit $299 ein ziemliches Loch in die Haushaltskasse.

Google News anpassen

"Google News" wurde erweitert und kann nun individuell auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

09.03.05

Ten Minute Mentor

Die "Texas Young Lawyers Association" hat ein virtuelles Mentorenprogramm ins Leben gerufen. Unter "Ten Minute Mentor" stehen kurze Videopräsentationen einiger angesehener amerikanischen Juristen jedem Interessenten kostenlos zur Verfügung.

08.03.05

MGM v. Grokster

MGM v. Grokster wird am 29. März vor dem US Supreme Court verhandelt werden. Informationen, Dokumente sowie einige Audiodateien zu diesem Fall findet man auf den Seiten der Electronic Frontier Foundation.

28.02.05

Google-Spamming mit Partnerprogramm

Gerade habe ich über Google nach dem (sehr empfehlenswerten) e-Book "Lernstrategie Jura" (136 S. PDF) von Karl-Friedrich Lenz gesucht. Erstes Google-Suchergebnis ("lenz lernstrategie jura") ist eine sehr clevere Seite: Sie enthält im HTML-Quelltext mehrmals den Autorennamen und Buchtitel sowie eine automatische Weiterleitung zu amazon.de. Dieser Link enthält selbstredend eine bestimmte Partnerprogramm-Kennung.

Ich wette, das genannte Buch ist nicht das einzige, das auf diese Weise bei Google "ganz oben" erscheint. Ebenso unzweifelhaft ist m.E. die (wenigstens) wettbewerbsrechtliche Unzulässigkeit eines solchen Vorgehens. Oder?

23.02.05

Umfrage zum Musikkauf im Internet

"Wie sieht es mit der Akzeptanz des digitalen Rechtemanagements bei den Online-Kunden aus? Und wie sollte Ihrer Meinung nach eine faire Vergütung aussehen?"

Die Computerzeitschrift c't lädt zur Teilnahme an einer Umfrage ein, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsinformatik der Universität Hannover entstanden ist.

Die Umfrage läuft noch bis zum 27. Februar 2005. Leider erfordert die Teilnahme eine Anmeldung: "Damit jeder Teilnehmer den Fragebogen nur einmal ausfüllen kann."

... weiter zur Umfrage

Bookmarking für Juristen (1)

Ralf Zosel und ich waren neulich in einem Gespräch beide der Ansicht, das Thema Bookmarking sei in der Rechtsinformatik stark unterrepräsentiert. Deshalb mal als erste Anregung für die Forschung ein paar Programme, die in der aktuellen c't-Ausgabe (05/2005, S. 174) als "Online-Schnippselsammler-Programme" getestet werden:

Bewertungen der Nutzertests bitte über die Kommentarfunktion melden.

04.02.05

GovTrack

Eine interessante RSS-Anwendung zum E-Government, auf die InterAlia hinweist, ist das privat betriebene GovTrack. Daten über Kongressabgeordnete und Gesetzgebungsvorhaben werden so aufbereitet, dass (kostenlos) registrierte Nutzer sie direkt auf der Website oder per RSS-Feed verfolgen können. Das Motiv des Projektbetreibers ist einleuchtend formuliert:
"We could have better government if we could only make it simpler for people to see what their representatives are doing."

19.01.05

Elster-Formular 2004/2005

Die neue Version von Elster-Formular, mit der Steuerpflichtige ihre Erklärungen online an das Finanzamt übermitteln können, steht zum Download bereit.

Unternehmen, die keine Buchhaltungssoftware mit integrierter Elster-Schnittstelle verwenden, benötigen Elster-Formular übrigens nicht nur für die jährlichen Steuererklärungen, sondern auch für die monatlich zu übermittelnden Umsatzsteuer-Voranmeldungen.

14.01.05

USPTO Top 10

Das "Department of Commerce’s United States Patent and Trademark Office" (USPTO) hat die Top 10 der organisationen veröffentlicht, die im Jahr 2004 die meisten US-Patente zugesprochen bekommen hat.

10.01.05

VG Wort - Online-Meldesystem

Alle, die im letzten Jahr "offline" wissenschaftlich veröffentlicht haben, können ihre Meldungen bei der VG Wort mittlerweile auch online erstellen. Dadurch entfällt, von einer schriftlichen Bestätigung der einmaligen Anmeldung im System abgesehen, der Postweg für die künftigen Meldungen.

Die Meldefrist für 2005 endet wie gehabt am 31.01. Wer bis dahin seine Meldungen vornimmt, bekommt Vergütungen wie üblich im Sommer ausbezahlt. Insgesamt macht der Webauftritt der VG einen erheblich aufgeräumteren Eindruck als noch im letzten Jahr. Unter anderem gibt es jetzt auch einen Newsletter zu Urheberrechtsfragen.

03.01.05

Mind Mapping kostenlos

Ein häufiger Vorsatz fürs neue Jahr: Mehr Ordnung ins Leben bringen, das leidige Chaos endlich beenden. Mind Maps können dabei helfen. Einen kostenlosen Einstieg in die Materie ermöglichen die Tools FreeMind (Open Source) und Knowledge Map 2004 (für den privaten Gebrauch kostenlos) - auch 2005 noch verwendbar (via BildungsBlog).

22.12.04

Simple Wikipedia

An Wikipedia wird gemeinhin kritisiert, dass gerade die naturwissenschaftlichen Artikel häufig zu komplex und daher für Einsteiger in das jeweilige Thema ungeeignet sind. Über eine Recherche nach "Elizabeth I." bin ich gerade eher zufällig auf die "Simple English Wikipedia" gestoßen. Dort wird z.B. auf einer halben Seite erklärt, was es mit dem Begriff "Law" auf sich hat. Das erinnert zwar manchmal ein bisschen an Beiträge aus der Sendung mit der Maus, aber die haben ja bekanntermaßen auch ihren journalistischen Reiz (wie zuletzt dieser Blog-Artikel über Jamba gezeigt hat).

19.12.04

In Gedenken an Jessica

"Mehrfach vorbestrafter Sexualtäter missbraucht und tötet kaltblütig
meine kleine Tochter Jessica in seiner Bewährungszeit"

Die Mutter Ramona Popp hat eine umfangreiche Website eingerichtet, mit der sie auf das Verbrechen aufmerksam macht. Gästebuch und Forum zeugen von großer Anteilnahme. Ihren politischen Forderungen (z.B. strengste Anwendung der Gesetze für Sexualstraftäter und Mörder, Mörder und Sexualstraftäter müssen für immer ins Gefängnis) verleiht Ramona Popp auch mit der Gründung des Vereins "Kinder im Herzen" Nachdruck.

Ich habe im JuraWiki die Sammlung "OpferWebsite" begonnen. Wer kennt weitere Beispiele?

12.12.04

Kraft-Dissertation online

Dr. Matthias Kraft, derzeit als selbstständiger Berater für juristische Verlage tätig, hat seine Dissertation online veröffentlicht.

Die Arbeit zum Thema "Austausch juristisch relevanter Fakten zwischen heterogenen Anwendungen" kann man wohl als wissenschaftliches Fundament des Dienstes beck-online bezeichnen. "Technisch vielleicht schon etwas in die Jahre gekommen, haben die zugrundeliegenden Überlegungen noch nichts an Aktualität eingebüßt." - so die Ansicht des Autors.

10.12.04

Google Suggest

Peter Müller weist heute dankenswerterweise auf Google Suggest hin, das bereits mit deutscher Oberfläche zur Verfügung steht. Der Dienst soll die einfache Suche ergänzen, indem "ähnliche Begriffe" dynamisch in einem Drop-Down-Fenster inkl. der voraussichtlichen Trefferzahlen angezeigt werden.

Was da so downdroppt, hat mich aber bisher nicht so recht vom Hocker gehauen. Von "jura" direkt zu "jurassic park" oder, besser noch, "jurassic fart"? Danke, Google, darauf wäre ich von selbst nicht gekommen.

Dabei wäre die Funktion an sich eine tolle Möglichkeit, bei Google mal effektiv mit semantischen Begriffsverknüpfungen (siehe z.B. hier) zu arbeiten.

09.12.04

AcroWiki

AcroWiki ist ein Wiki für den Palm (Shareware, 15 US-$). An sich eine schöne Idee, aber die Umsetzung gefällt mir nicht so recht. Das Wiki ist zu eng an die normalen Palm-Memos gekoppelt.

Beim ersten Start wird erstmal ein Index aus allen bisherigen Memos angelegt. Dieser Index ist selbst ein Memo, d.h. er ist auch als normales Memo abrufbar und editierbar. Das gilt auch für alle Seiten, die im Wiki neu angelegt werden. Da der Palm ohnehin eine (übergreifende) Suchfunktion hat, bleibt als (m.E.)einziges besonderes Feature die Verlinkung der einzelnen Memos. Im Vergleich zu Projekt-/Konzept-Tools wie Progect, das auch noch ein Desktop-Frontend bietet und kostenlos ist, hat AcroWiki also (leider) eher wenig zu bieten.

26.11.04

Suchen mit Wikia

Bei der Suchmaschine Wikia (http://wikia.com) kann jeder (nach Anmeldung) den Such-Index ergänzen und ändern. Die letzten Änderungen können leider nur global ("RecentChanges"), nicht aber als Versionshistorie für jede einzelne Seite beobachtet werden. Zur Suchmaschine gibt es ein eigenes Wiki .

Über 360.000 Seiten sind bereits erfasst. Zum Stichwort "law" hat Wikia erst vier Einträge.

23.11.04

Biete Brox, suche Palandt

Bei buchticket.de wird auch juristische Fachliteratur zum Tausch angeboten: Kategorie "Recht". Zum Konzept der Bücher-Tauschbörse siehe schon law blog vom 26.09.04 (mit Kommentaren) und den ausführlichen Bericht heute in der FR.

22.11.04

eJustice Dialogue: "Internet-based legal decision support systems"

Am kommenden Montag (29.11.04, 14:00 Uhr) spricht Arndt Bohrer, Träger des Dieter-Meurer-Förderpreises, zum Thema "Internet-based legal decision support systems". Was das ist, wird derzeit im JuraWiki diskutiert. Die Veranstaltung wird per Live-Stream übertragen - mehr dazu auf der Website von eJustice Dialogues.

Google Scholar

Google wird akademisch:
"Google Scholar enables you to search specifically for scholarly literature, including peer-reviewed papers, theses, books, preprints, abstracts and technical reports from all broad areas of research."
Zwar scheint die aktuelle (englische Beta-)Version für deutsche Juristen von begrenztem Nutzen zu sein, aber sie zeigt immerhin, was der Dienst in Zukunft leisten könnte: Zum Beispiel eine gezielte Autorensuche und die Auflistung zitierter, aber nicht online auffindbarer wissenschaftlicher Werke.

15.11.04

Anonym tauschen

"Das Recht auf Anonymität und Datenschutz gilt auch für Nutzer von Tauschbörsen." So wirbt die Nutzwerk GmbH heute für ihren Proxy-Dienst SaferSurf.com in einer Pressemitteilung. Rechtsanwalt Stephan Hansen-Oest, Geschäftsführer der datenschutzkontor GbR, hat einige Kommentare zur "Technischen und rechtlichen Beschreibung zum anonymen Filesharing" (11 Seiten PDF) beigesteuert. Während sich datenschutzkontor bescheiden gibt, spricht Nutzwerk gar von einem "Gutachten".

11.11.04

Gemeinsame Presseerklärung zur Beteiligung der GEZ am Adresshandel

Die Datenschutzbeauftragten der Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein haben eine gemeinsame Presseerklärung zum Entwurf des 8. Rundfunkänderungsstaatsvertrages abgegeben.

09.11.04

E-Mailer Eudora jetzt mit "Phishing-Schutz"

Versender von Phishing-Mails benutzen oft einen Trick, um die Empfänger dazu zu bewegen, sich auf gefälschte Bankenseiten zu begeben: Während im Text der Mail die korrekte URL des jeweiligen Kreditinstituts angegeben ist, führt der dahinter verborgene Link auf die gefälschte Phishing-Seite.

Das bekannte und in einer werbefinanzierten Version kostenlose Mailprogramm Eudora bietet jetzt in der Version 6.2 eine Funktion, die eine Warnung ausgibt, falls eine im Linktext angegebene URL nicht mit dem dahinter verborgenen Link übereinstimmt und warnt so den Nutzer vor derart gefälschten Phishing-Mails.

Es bliebt abzuwarten, wie die Phishing-Versender auf diese Sicherheitsmaßnahmen reagieren werden. Vermutlich wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch dieser Schutzmachanismus umgangen wird.

08.11.04

Web Collaborator

Eine interessantes Tool, vorgestellt von Marcus Zillman: Der Web Collaborator. Möglicherweise ein Weg, umfangreichere juristische Texte online in Zusammenarbeit zu entwerfen. Das Jurawiki hatte sich hierzu nicht besonders gut bewährt.

01.11.04

Kunst und Justiz

Anfang 2004 haben Richter des Bundesverwaltungsgerichts den Verein "Kunst und Justiz im Bundesverwaltungsgericht e.V." gegründet, der nun auch eine eigene Homepage bekommen hat.

31.10.04

"Phishing" bald über Soziale Netzwerke?

Ein Bericht der BBC News malt ein düsteres Bild von der Zukunft des "Phishing" (wir berichteten hierüber). Dieses soll auf neue Web-Technologien ausgeweitet werden:
"Another such attack could mine social networks, such as Orkut, to find out who knows whom and use the names it finds to create fake e-mails that look like they come from a victim's friends or relatives.

"A phisher can find out whether a person in your 'personal network' list is a wife, a husband, a sister or a business associate, and take advantage of that," he said."

(Link gefunden im Inter Alia-Newsletter)

21.10.04

Webnote - Anwendungen?

Bei Netbib fragt man sich, ob und wozu man Webnote ernsthaft einsetzen kann. Ich frage mich das auch.

Erstmal kurz zusammengefasst: Mit Webnote kann man, ähnlich wie in einem Wiki, Seiten frei anlegen (durch Eingabe einer neuen URL). Auf diesen (frei zugänglichen) Seiten kann man PostIt-Notizen frei anlegen, ändern (in HTML-Notierung, also inkl. Links) und löschen. Die Ausgabe ist auch als RSS-Feed möglich.

Im Gegensatz zu Wikis, in denen die Texte immer linear angeordnet sind, bieten die PostIt-"Zettel" die Möglichkeit einer Strukturierung der Inhalte. Damit rückt das Tool in die Rubrik der Mind-Manager-Programme und eignet sich z.B. für gemeinsame Brainstorming-Sitzungen. Dazu wäre es natürlich schön, wenn man Seiten mit Zugriffskontrolle versehen könnte und außerdem einzelne Zettel, z.B. durch Linien oder Pfeile, miteinander verbinden könnte.

Arbeitsgruppen könnten sich ihre ToDo-Listen auf Webnotes-Seiten legen und als persönliche Homepages einrichten. Außerdem könnte die Site noch fertige "Code-Schnipsel" zur Verfügung stellen, mit denen man sich z.B. fremde RSS-Feeds auf einen PostIt-Zettel legen könnte.

Wer weitere Ideen, gerade für die juristische Anwendung hat, äußert sich bitte in den Kommentaren.

20.10.04

NoSoftwarePatents.com

Eine neue Kampagne gegen Softwarepatente in der EU wurde heute in 12 Sprachen unter der Adresse www.NoSoftwarePatents.com gestartet, teilt Florian Müller als Leiter der Kampagne in einer Pressemitteilung mit.

16.10.04

Google Desktop Search

Google hat seit dieser Woche ein neues Produkt auf dem Markt, die Beta-Version der "Google Desktop Search". Auf den ersten Blick fasziniert das Programm: Dokumente auf der Festplatte werden blitzschnell gefunden, kein Vergleich zur Windows-eigenen Dateisuche.

Das Programm hat allerdings auf den ersten Blick zumindest zwei Pferdefüße. Erstens: Es werden nur bestimmte Dateitypen indiziert, und zwar vor allem Microsoft-eigene Dateiformate sowie AOL-Chat und -Instant-Messenger-Archive. Abgesehen von HTML und Plain Text werden offene Standards und freie Software, wie z.B. Firefox und OpenOffice, (noch) nicht unterstützt. Wer viel mit diesen Programmen arbeitet, hat von der Google-Suche also wenig bis gar nichts.

Zweites Problem ist (mal wieder) die "Google Desktop Search Privacy Policy". Sie hinterlässt zumindest einen faden Beigeschmack:

"By default, Google Desktop Search collects a limited amount of non-personal information from your computer and sends it to Google. This includes summary information, such as the number of searches you do and the time it takes for you to see your results, and application reports we'll use to make the program better. You can opt out of sending this information during the installation process or from the application preferences at any time."

14.10.04

LexisNexis-RechtsNews: RSS-Feed

Der (noch) kostenlose Aktualitätendienst RechtsNews von LexisNexis (wir berichteten) bietet seinen RSS-Feed mittlerweile auch öffentlich an. Er enthält die jeweils 25 zuletzt online gestellten Meldungen.

13.10.04

BMWA-Broschüre "Arbeitsrecht" aktualisiert

Die Broschüre "Arbeitsrecht" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit wurde aktualisiert. Sie kann als Print- oder PDF-Version bezogen werden.

Update: Anscheindend wird die Broschüre derzeit nicht mehr über die Website des Ministeriums angeboten. Um weiteren Anfragen unserer Nutzer nach Zusendung der Broschüre entgegenzuwirken, haben wir daher den toten Link in diesem Beitrag entfernt. Für weitere Informationen wenden Sie sich ggf. bitte direkt an das Ministerium.

Bundesbeauftragter für Datenschutz im Chat bei "tacheles.02"

"tacheles.02" heißt die Chat-Reihe von tagesschau.de und politik-digital.de. Gast der letzten Chatveranstaltung war Peter Schaar, Datenschutzbeauftragter des Bundes. Das Transkript ist online abrufbar. Weitere Chattranskripte findet man im Archiv.

11.10.04

Verfassungstexte

Gegenwärtige und historische, nationale und internationale Verfassungstexte findet man unter http://www.verfassungen.de/.

08.10.04

Spambekämpfung Fragebogen

Die "DG Information Society" und die holländische EU-Präsidentschaft haben einen Fragebogen zur Spambekämpfung veröffentlicht. Antworten können noch bis zum 20. Oktober eingesandt werden.

Creative Commons in Großbritannien

Creative Commons Lizenzen sollen ab dem 1. November auch für Großbritannien verfügbar sein. Kommentare und Anmerkungen zu diesem Projekt werden noch bis zum 18. Oktober entgegen genommen.

07.10.04

Steuer-Newsletter

Ein kostenloser Steuer-Newsletter bietet aktuelle Steuerinfos sowie Tipps für die Praxis an. Über eine Suchmaske kann auf vergangene Ausgaben zugegriffen werden.

Kopien brauchen Originale

Zum Gesetzgebungsverfahren zur Novellierung des Urheberrechts hat das Bundesministerium der Justiz nun das Portal "Kopien brauchen Originale" online gestellt. Neben Gesetzestexten und dem Referentenentwurf findet man hier u.a. auch Chat-Transkripte, Links und ein Wissensspiel.

03.10.04

Website der "Birthler-Behörde"

Zum heutigen Tag der Deutschen Einheit möchten wir auf das Web-Angebot der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes
der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik
(BStU, besser bekannt als "Birthler-Behörde") hinweisen. Dabei ist vor allem die Rubrik "Die Stasi im Jahr 1989" hervorzuheben. Dort wird die Anbahnung und der offene Ausbruch des revolutionären Umbruchs in der DDR aus der Perspektive der Staatssicherheit anhand unzähliger Originaldokumente nachgezeichnet.

22.09.04

American Bar Association - WebShop

Die "American Bar Association" hat den eCommerce entdeckt und einen neuen WebShop eröffnet. Das Angebot beinhaltet auch "e-Products" zu stolzen Preisen. Ein Versand ins Ausland scheint möglich, die Versandkosten bekommt man jedoch erst während des Bestellvorgangs mitgeteilt.

17.09.04

EDV-Gerichtstag: Gesprächskreis "Freie juristische Internetprojekte"

Logo EDV-GTBei den freien juristischen Internetprojekten standen in diesem Jahr Kooperationen im Mittelpunkt des Interesses. Beim ersten Gesprächskreis im vergangenen Jahr hatte sich gezeigt, wie schwierig es für die freien Projekte ist, engagierte Mitarbeiter zu finden.

Wie sich jetzt herausstellte, pflegen die Projekte bereits vielfältige Kooperationen - auch zu kommerziellen Partnern. Als lukrativ für erfolgreiche Projekte mit entsprechenden Klick-Raten stellten sich Google AdSense und branchenspezifische Modelle dar.

Die freien Projekte kooperieren auch miteinander. Das reicht vom Bannertausch über die gezieltere Verlinkung bis hin zur Einbindung von Inhalten über RDF. "Echte" inhaltliche Zusammenarbeit zeigt sich aber nur in Ansätzen.

Diskutiert wurde die Schaffung von Semantic-Web-Standards für freie juristische Inhalte ebenso wie die Bündelung der Aktivitäten in einem gemeinsamen Portal, wobei man sich angesichts der begrenzten Kapazitäten der Utopie bewusst war.

Konkret wurde vereinbart, eine Liste freier juristischer Internetprojekte zu erstellen. Damit soll erreicht werden, dass im nächsten Jahr noch mehr freie Projekte die Gelegenheit nutzen, sich unter dem dem Motto "JurA ... Ich mach's Online" beim EDV-Gerichtstag zu präsentieren.

Das Protokoll zum Gesprächskreis entsteht im JuraWiki.

13.09.04

MoreGoogle

MoreGoogle ist eine interessante (und auch in deutscher Sprache verfügbare) Google-Erweiterung. Neben die Suchergebnisse werden Thumbnails eingeblendet, und es werden weitere Informationen geliefert.

09.09.04

Copyright WebQuest

"To develop an understanding of copyright law and how it applies to you, you need to develop a thorough understanding of what you are allowed to do under copyright, and, what you are not allowed to do. One way for you to get there is to critically analyze a number of copyright scenarios and discuss them from multiple perspectives."

So die Zielsetzung des Copyright WebQuest. Hier soll vor allem Nicht-Juristen das US-Copyright-Recht aus verschiedenen Perspektiven näher gebracht werden.

04.09.04

Google Search & Cache Filtering Behind China's Great Firewall

Die "OpenNet Initiative" hat einen neuen Bericht zur Internetzensur in China veröffentlicht. Erstmals wurde dabei auch Chinas Vorgehen beim Filtern des Google Caches näher beleuchtet.

25.08.04

Totally Absurd Inventions

Auf der Website "Totally Absurd Inventions" werden verrückte Erfindungen vorgstellt, auf die ein Patent angemeldet wurde. Diese Woche Patent Nr. 1 auf der Hitliste der seltsamstenErfindungen: der "Pants Pointer".

24.08.04

Lycos Discussion Search

Lycos bietet nun eine sich noch im Betastadium befindliche "Discussion Search" an. Durchsucht werden Onlineforen und -communities, Blogs sind jedoch ausgenommen.

20.08.04

RSSAuction --> RSSLegal?

Ein schönes Beispiel dafür, was man mit RSS-Newsfeeds alles anstellen kann: Mit dem Dienst RSSAuction lassen sich eBay-Auktionen sortiert nach zahlreichen Suchkriterien auf dem heimischen Feedreader anzeigen (gefunden bei intern.de).

Wie praktisch wären solche Dienste doch für uns Juristen: Gerichtsentscheidungen, Fachaufsätze, Kommentierungen, Ausbildungsliteratur etc. nach den Wünschen des Empfängers als Newsfeed zusammengestellt ...

18.08.04

Instant Recall

Ein neues Tool (BETA), das sich Recall Toolbar nennt, macht Ihre Seiten in vollem Umfang durchsuchbar; im übrigen auch lange nach deren Besuch.

Installieren Sie die Toolbar einfach im Internet Explorer; eine Version für Firefox ist (noch) nicht erhältlich. Danach wird ein durchsuchbares lokales Verzeichnis erstellt der Seiten, die Sie einmal (im Internet!) besucht haben ("browser history").

Anders ausgedrückt: Recall Toolbar macht nichts anderes, als Lookout für Outlook.

16.08.04

PDF-Tutorial

Das Netbib Weblog weist auf ein an der Uni Freiburg veröffentlichtes frei kopierbares Tutorial zum elektronischen Publizieren im PDF-Format hin. Bei der Gelegenheit sei auch auf eine sehr gelungene Jurawiki-Seite zum Thema hingewiesen, an deren Erstellung auch einige LAWgical-Redaktionsmitglieder aktiv beteiligt waren.

30.07.04

Vivísimo Clustering Engine

Im Zusammenhang mit dem unlängst erschienenen 9/11-Commission Report weisen die Handakte und Spiegel Online auch auf das spezielle Angebot von Vivísimo hin. Die "Clustering Engine" sortiert Suchergebnisse thematisch und ist auch über "9/11" hinaus einen genaueren Blick wert.

29.07.04

Zillman's Videos

Hier können Sie - am besten mit dem Windows Media Player 9.0 - die Ausgabe August 2004 der "Online Streaming Tutorial Videos on Searching the Internet" von Marcus P. Zillmann zu Suchmaschinen, Internet Directories, Intuitivem Suchen und schließlich zum "Deep Web" ansehen.

28.07.04

AxCrypt

AxCrypt heißt eine Datenverschlüsselungssoftware, die unter Windows 95/98/ME/NT/XP lauffähig ist und mit einer sog. AES-128-Verschlüsselungstechnologie und Kompression arbeitet. Die aktuelle Version ist 1.5.3.1 und kostenlos.

Die Software läuft unter einer GNU General Public Licence (GPL), deren wirksamer Einbezug in den Vertragsbestanteil erst noch vor wenigen Tagen bestätigt wurde.

27.07.04

Die richtige Vortragslänge

Ein Dauerproblem bei (nicht nur juristischen) Vorträgen: Sie sind meistens zu lang, weil die Referenten die Dauer ihres Vortrags häufig unterschätzen. Dieser Artikel auf akademie.de zeigt, wie sich mit Software-Unterstützung (v.a. mit Hilfe des Word-Plug-Ins "Sprechdauer Ermittlung") die voraussichtliche Dauer eines schriftlich ausformulierten Vortrags zumindest grob schätzen lässt.

17.07.04

"Auf Zeile schreiben" mit Word & OpenOffice

Ein häufiges Problem beim (Online-)Textentwurf: Die Einhaltung der erforderlichen Höchst- bzw. Mindestlänge. Dieser Artikel auf akademie.de zeigt, welche Funktionen Word und auch OpenOffice bieten, um die laufende Überwachung der Textlänge zu vereinfachen.

07.07.04

Freie juristische Internetprojekte beim EDV-Gerichtstag 2004

Logo EDV-GTIm JuraWiki haben die Vorbereitungen der freien juristischen Internetprojekte zum EDV-Gerichtstag 2004 begonnen. Auch dieses Jahr wird es wieder einen Gesprächskreis geben (siehe LAWgical vom 26.09.03). Darüber hinaus sind dieses Jahr erstmalig freie juristische Internetprojekte im Rahmen der Initiative JurA ... Ich Mach's Online! eingeladen, sich beim EDV-Gerichtstag zu präsentieren. Wer Interesse hat, kann sich hier eintragen.

02.07.04

JuraMail: Wegen Umbau geschlossen

"Der Umbau von juramail.de zu einer innovativen Plattform, die (angehende) Juristen ebenso anspricht wie juristisch interessierte Laien, hat sich aus verschiedenen Gründen, die nicht vorhersehbar waren, verzögert."

Dies war die letzte Mitteilung von Rolf-G. Mellage ("Inhaber") - vor einem halben Jahr - in der Rubrik "Aktuelles" bei JuraMail.

Was ist los mit der traditionsreichen (siehe nur archive.org) Website?

24.06.04

Google macht Juristen froh

muepe.de freut sich über Platz 1 für "peter + müller", ...jurabilis! weist auf seinen guten Pagerank hin. Google ist doch immer eine Meldung wert, auch für das LAWgical. ;-)

PR-Tour für Software-Patente

Mit dem heise-Chat der Bundesjustizministerin setzt sich Walter Simon kritisch auseinander ("PR Tour als Augenwischerei"). Nach Durchsicht des wirklich gut gemachten Transscripts bestätigt sich für mich mal wieder, dass ein Chat mit mehr als 5 Teilnehmern zu einem kontroversen Thema eine denkbar ungünstige Kommunikationsform ist. (Siehe hierzu schon ChatMitValéryGiscardd'Estaing.)

14.06.04

Douwe Osinga: Google Battle und mehr

Ich hatte mich gerade an das Spielchen "Google Battle" erinnert und wollte testen, ob ich wenigstens gegen einen der unbeliebteren Nationalspieler (z.B. "Christian Woerns") eine Chance habe. Leider nicht - im Gegensatz zu "Tim Berners-Lee", der selbst "Michael Ballack", "Zinedine Zidane" und "David Beckham" deutlich abhängt. Wer es schafft, einen deutschen Nationalspieler zu schlagen, melde sich bitte über die Kommentarfunktion.

"Google Battle" ist jedenfalls nicht nur ein schönes Spielzeug, sondern auch Teil der Homepage des Niederländers (!) Douwe Osinga, der mittlerweile bei Google angestellt zu sein scheint. Auf der Homepage (inkl. Blog) befinden sich eine ganze Reihe spannender, auf der Google API basierender Projekte sowie einige Google Hacks.

12.06.04

Die Gedanken sind frei

Eben Moglen ist Professor of Law & Legal History an der Columbia Law School und im Vorstand der Free Software Foundation. Anlässlich der Konferenz "Wizards of Operating Systems" (WOS) vom 10. bis 12. Juni 2004 in Berlin sprach die Netzeitung mit ihm über "die Zukunft von Musikindustrie, Microsoft und Murdoch sowie Brasiliens Weg in ein neues Copyright-Regime." Hier das Interview.

11.06.04

Nazi-Spam: Außergewöhnliche Adressatenauswahl

Bekannterweise wird Internet-Deutschland seit gestern von einer äußerst unangenehmen Spam-Welle rechtsextremen Ursprungs heimgesucht (vgl. zu technischen und juristischen Hintergründen nur diesen, diesen und diesen Artikel).

Was den Verfasser dieser Zeilen vor allem wundert, ist die ungewöhnliche Verteilung des Mailaufkommens. Auf seinem dienstlichen Mail-Account bei einem juristischen Verlag (mittelständisches Unternehmen), auf dem normalerweise Spam sehr effektiv gefiltert wird, trifft alle paar Minuten Nazi-Spam ein. Zu seinem privaten Mail-Account, normalerweise von Spam und Viren (dank Web-Veröffentlichung der Adresse) überflutet, ist jedoch noch keine der Mails vorgedrungen!

Für Erklärungsversuche steht wie immer die Kommentar-Funktion zur Verfügung.

02.06.04

US-Patent No. 6,727,830: Der Doppelklick

Nach einer Meldung des Sydney Morning Herald wurde am 27. April ein Patent an Microsoft erteilt über einen "time based hardware button for application launch", also mit anderen Worten: über den doppelten Mausklick. Erfunden haben ihn demnach Charlton E. Lui und Jeffrey R. Blum.
Eine ausführliche Beschreibung findet sich auf den Seiten des U.S. Patent and Trademark Office.

01.06.04

Website spioniert VR-Bank-Kunden aus

Etliche Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken erhalten in diesen Tagen Mails, in denen sie aufgefordert werden, sich auf die Seite vrnetworld-ebanking.net zubegeben und dort ihre Konten- und Kreditkartendaten zum Zeck des "Datenabgleichs" einzugeben. Bei dieser Webseite handelt es sich nicht um ein Angebot der VR-Banken, sondern um so genanntes Phishing, als das Ausspionieren von Daten zum Zwecke des Missbrauchs.
Ein unfangreicher Bericht zur Vorgehensweise der Datensammler findet sich bei ZDNet.

27.05.04

FOAF-Update: PLINK (Beta)

Vor einigen Monaten berichteten wir über einen Selbstversuch in Sachen FOAF sowie den (noch?) aktuellen Trend des online-unterstützten Social Networking. Leider blieb die erhoffte Resonanz durch die LAWgical-Leser bislang aus.

Das könnte sich ändern, denn mit dem neuen Dienst PLINK (Beta) wird die Veranschaulichung von FOAF-Beziehungen stark vereinfacht. Hier als Beispiel der Eintrag eines Redaktionsmitglieds. Eigene FOAF-Dateien lassen sich relativ einfach in den Dienst integrieren - wenngleich PLINK leider keine lokale Speicherung der Datei anbietet. Fragwürdige Dreingaben wie ein kostenpflichtiger SMS-Dienst und jede Menge Werbung runden das Angebot ab. Man darf gespannt sein, ob FOAF auf diese Weise endlich der große Durchbruch gelingt.

26.05.04

Microsoft gibt Anti-Viren-Leitfaden heraus

Microsoft bietet seit neuestem einen Leitfaden zum Thema "Virenabwehr" zum Download. Der Antivirus Defense-in-Depth Guide is bisher allerdings nur auf Englisch verfügbar.

13.05.04

Kostenlos: LexisNexis RechtsNews

Nachdem dem kostenpflichtigen Aktualitätendienst UpdateRecht aus dem Hause LexisNexis bisher kein großer kommerzieller Erfolg beschieden war, hat der Verlag sein Konzept umgestellt.

Die umfassenden Zusammenfassungen aus Gesetzgebung, Rechtsprechung und Fachpresse (!) stehen nun unter dem Namen RechtsNews kostenlos zur Verfügung - auch in Form eines wöchentlichen Newsletters. Im Gegensatz zu UpdateRecht sind die Beiträge jedoch nicht mit der Gesetzes- und Rechtsprechungsdatenbank des Hauses verknüpft. Dieses Manko dürften wohl viele Nutzer verschmerzen können.

12.05.04

KnowItAll: Die Zukunft?

Heute wurde gemeldet, Google plane in Kooperation mit der DARPA eine neue Suchmaschinen-Generation namens KnowItAll. Das zukunftsweisende Prinzip dieses Suchdienstes soll darin bestehen, dass aus bestehenden Suchindizes neue Ergebnislisten "geschmiedet" werden.

Diese Aussage überrascht aus folgendem Grund: Insbesondere die DARPA hat sich im Bereich des Semantic Web durch die Entwicklung des Ontologie-Standards DAML einen Namen gemacht. Und eben dieses Semantic Web wird gemeinhin als die eigentliche Zukunft intelligenter Suchmechanismen gesehen (vgl. nur diesen und diesen Artikel). Man darf also gespannt sein, was Google mit dem neuen Partner noch im Schilde führt...

07.05.04

Reuters.com RSS-Feeds

Auch Reuters.com bietet nun für seine Nachrichtenseiten diverese RSS-Feeds an.

04.05.04

TÜV für IT-Sicherheitsexperten

Ab Juni 2004 können und Datenschutzbeauftragte die Prüfung zum so genannten Teletrust Information Security Professional (TISP) am Fraunhofer-Institut für sichere Telekooperation ablegen. Dieses Experten-Zertifikat soll es erfahrenen Beratern und Mitarbeitern im Umfeld IT-Sicherheit ermöglichen, ihre Kompetenz eindeutig zu belegen.

02.05.04

Anti-Spam-Strategien

Nicht nur die Mailboxen der geplagten Benutzer werden von unerwünschten Werbemails (Spam) überflutet, sondern auch Foren haben zunehmend mit Reklame-Beiträgen zu kämpfen. Dort werden - oft automatisiert - "Kommentare" platziert, die nur dazu dienen, URLs zu meist zwielichtigen Seiten zu propagieren.

Dagegen haben sich sog. "Blacklists" bewährt, die bestimmte URLs sperren und z.B. per Plugin in Weblogs eingebunden werden können. Für Movable-Type z.B. gibt es MT-Blacklist. Für Wikis stellt sich das Problem nicht in gleicher Schärfe, da jeder die Reklame einfach wieder löschen kann, aber auch hier experimentiert man inzwischen mit Blacklists (siehe hierzu Security Policy für MoinMoin).

Juristen begegnen diesem Problem auf ihre Weise: Im Gästebuch von ELSA-Deutschland gibt es die Warnung:

"Beiträge mit kommerziellem Charakter sind unerwünscht. Wer sich mit einem Verweis auf eine kommerzielle Website in das Gästebuch einträgt, wird von uns gerichtlich auf Unterlassung in Anspruch genommen."

Laut Auskunft von Florian Kleinmanns ist der Gästebuchspam seit diesem Hinweis vor einem Monat schlagartig von zwei pro Woche auf Null zurückgegangen.

A9 - besser und gefährlicher als Google?

Der Virtualienmarkt im Perlentaucher widmet sich in seiner neuesten Ausgabe der Suchmaschine von Amazons Unternehmenstochter A9.

Neben der üblichen Index-Suche durchforstet A9 eine nicht unerhebliche Zahl digitalisierter (bei Amazon erhältlicher) Bücher im Volltext. Die Funktionen, die die neue Suchmaschine darüber hinaus bietet und das "Google-Syndrom" verschärfen, werden vom Autor kritisch unter die Lupe genommen.

18.04.04

Social Networking

Auch die Juristen haben das "Social Networking" für sich entdeckt. Während Standards wie FOAF noch im Experimentierstadium stecken (LAWgical vom 27.01.04), sind die "Social Portals" ( LAWgical vom 09.02.04) auf dem Vormarsch.

In der Kategorie "Business-Networking" hat hierzulande der Open Business Club nach eigenen Angaben bereits mehr als 400.000 Mitglieder angelockt. "Internet und Recht" taucht immerhin in der Liste der acht "aktivsten Netzwerke" auf. Der Sache nach handelt es sich um ein herkömmliches Web-Forum.

Das Social Networking ist für Juristen aber auch unter weiteren Gesichtspunkten wie z.B. dem Datenschutz interessant (LAWgical vom 12.02.04). Wer sich umfassend informieren will, sollte in die knapp 3-stündige Chaosradio-Sendung 89 reinhören (MP3 und OGG).

siehe auch JuraWiki:SocialNetworking

07.04.04

Spim-Mails im Kommen

Mit einem massiven Anstieg von Spims, das sind Spams in Instant-Messaging-Systemen, rechnet das kalifornische Technologie-Marktforschungsinstitut Radicati. Demnach soll sich die Zahl der Spims weltweit im laufenden Jahr auf 1,2 Mrd. verdreifachen. Dies sei zwar relativ wenig gegenüber der Zahl der Spams, die weltweit verschickt werden. Aber die Analysten warnen, dass Spim dreimal so schnell wie Spam zulegen.

03.04.04

c't-Emailcheck

Heise Online weist auf den neuen c't-Emailcheck hin. Schäden durch Viren, Würmer und ähnliches Ungeziefer lassen sich durch Schutzprogramme nicht völlig ausschließen. Die Seiten bieten daher zunächst kurze Erläuterungstexte, die über die größten Gefahrenquellen in Mails aufklären (HTML, Attachments, Programmfehler). Zusätzlich wird erklärt, wie man die gängigen Mailprogramme gegen diese Gefahren absichert. Zur Prüfung kann man sich schließlich Test-Mails zuschicken lassen, die das eigene System ohne "echtes" Risiko auf die Probe stellen.

02.04.04

Borland: Einführung elektronischer Signaturen

Wie die "Computerwoche online" heute berichtet, führt Borland nun elektronische Signaturen ein, die ein Auditing ohne Papierdokumenten erlauben.

24.03.04

"E-Papers": Pro und Contra

Wie das LAWgical bereits berichtete, steht die Druckausgabe der Süddeutschen Zeitung seit Anfang März nur noch als "E-Paper" im Netz. Welche Vor- und vor allem Nachteile diese Form der Veröffentlichung allgemein und speziell für die SZ haben wird, beschreibt dieser Artikel aus dem Perlentaucher.

23.03.04

Bundestags-Relaunch

Zur CeBIT wurde die Website des Bundestags renoviert. Hintergrund ist auch hier die Barrierefreiheit.

Momentan sind noch Teile des alten Auftritts abrufbar, z.B. der Stand der Gesetzgebung (GESTA). In der neuen Version wird offenbar nur noch die PDF-Variante angeboten. Schade, wenn die alte Seite abgeklemmt wird, funktioniert die schöne Weiterleitung aus dem JuraWiki nicht mehr.

Europäischen Patentanmeldungen

Wie aus einer Mitteilung des Europäischen Patentamts hervorgeht, können seit dem 22. März auch europäische Patentanmeldungen in elektronischer Form beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eingereicht werden.

15.03.04

BMJ - Neues Layout und Chat zum UrhG

Na endlich! Das BMJ hat seine Website übersichtlicher gestaltet, so dass man aktuelle Mitteilungen auf den ersten Blick findet und sich nicht mehr mit dem bisherigen - undurchschaubaren - Rotationssystem quälen muss.
Außerdem findet am Dienstag, 16. März 2004, 14.00 bis 15.00 Uhr ein Chat zur Reform des Urheberrechts (2. Korb) statt, bei dem jeder seinen Beitrag zur "kooperativen Gesetzgebung" leisten kann. Hintergrund-Infos zum Thema findet man auch auf den BMJ-Seiten.

08.03.04

"Freeping" bei Web-Polls

Kürzlich berichteten wir über eine etwas subtile Art, das Internet politisch zu instrumentalisieren, das "Google Bombing". Dass es auch stumpfer geht, zeigen jetzt Anhänger des amtierenden US-Präsidenten, die sich online zusammenschließen, um Web-Umfragen zu Gunsten ihres "Lieblings" zu manipulieren. Erstes Opfer in Deutschland: Spiegel Online.

Da bricht natürlich eine Welt zusammen für diejenigen, die das Online-"Voting" bisher für eine informative, demokratische und repräsentative Form der Meinungsumfrage hielten...

06.03.04

Filter gegen Spam-Lawine

Der IT-Software-Anbieter Ipswitch launcht mit der URL-Domain-Blacklist einen Filter, der Spam enttarnt, indem er den darunterliegenden Link mit einer Liste von Spam-Versendern vergleicht. Durch 18.000 Einträge, 20 Filter, statistische Parameterbestimmung nach Bytes, reversive DNS-Checks und SMTP-Filter können laut Ipswitch mehr als zwei Drittel der unerwünschten Werbemails identifiziert werden.

20.02.04

mindermeinung.de

In dem laut Impressum noch jungen Internetportal "mindermeinung" von engagierten Leipziger Jurastudenten, das einen durchaus ansehnlichen Eindruck macht, ist in der Abteilung Technik für Juristen von der "Nützlichkeit eines PDA zum Studium der Rechtswissenschaften" zu lesen. Sehr umfangreich, etliche Screenshots, Fußnoten - was will das Juristenherz mehr?

Nur: Was machen die Besitzer eines PocketPC?

19.02.04

Internet-Schutzgelderpressung in Österreich

Nach einem Bericht der Computerwelt.at wurden in Österreich Website-Betreiber durch die Drohung mit Distributed-Denial-Of-Service (DDoS)-Angriffen erpresst.
Hier scheint sich ein neuer Trend der Online-Kriminalität abzuzeichnen, da bereits im letzten Jahr ähnliche Fälle in Großbritannien gemeldet wurden und offenbar im Umfeld des letzten US-Superbowl auch Online-Wettbüros Zielobjekte waren.

17.02.04

Abmahnungen bei ebay

Bei intern.de findet man heute einen Bericht, über einen Rentner, der über ebay seine Werkzeuge verkauft hat und dabei unversehens ins Visier von Abmahn-Vereinen geraten ist, die ihn für einen professionellen Händler hielten.
Mehr zu den typischen Abmahngefahren im Zusammenhang mit ebay gibt's übrigens auf der Website www.abmahnwelle.de

.de-Umlautdomain-Registrierung ab 01.03.04, 10 Uhr

Wie die DENIC mitteilt, steht nun der genaue Startzeitpunkt für den Registrierungsbeginn von Internationalized Domain Names (IDN), die auch Umlaute und andere Sonderbuchstaben enthalten dürfen, fest:
1. März ab 10:00:00 Uhr MEZ

12.02.04

Datenschutz bei Orkut & Co.

Die neuen "Social Portals" (vgl. LAWgical-Beitrag) sind nicht nur eine feine Sache, um soziale Kontakte zu knüpfen, sondern möglicherweise auch für Marketingunternehmen ein gefundenes Fressen. Denn die Teilnehmer dieser Kontaktbörsen gehen oftmals sehr freizügig mit ihren Daten um, wobei auch den Betreibern der Datenschutz offensichtlich nicht allzu sehr am Herzen liegt.
Zu diesem Ergebnis kommt laut "The Register" Prof. Roger Clarke in seiner Studie "Very Black 'Little Black Books'" und er warnt daher vor allzu umfassender Datenoffenlegung.

11.02.04

W3C: Neue Semantic-Web-Spezifikationen

heise.de berichtet heute über die Veröffentlichung von Spezifikationen für Resource Description Framework (RDF) und Web Ontology Language (OWL) durch das W3C. Beides sind wesentliche Bestandteile des propagierten Semantic Web.

"Masterplan eGovernment" für Mecklenburg-Vorpommern

Wie die Regierung von Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, wurde dort am 29.01. ebenfalls (wie schon auf Bundesebene, vgl. LAWgical-Meldung) ein Masterplan der Regierung, diesmal zum E-Government, veröffentlicht. Durch "geeignete technische Infrastruktur und Neuorganisation der Verwaltungsabläufe" sollen die Behördenwege zu "Schnellstraßen" werden - auch wieder dabei: die Zauberwörter "effizienter" und "kostengünstiger"...

Fakten, Fakten, Fakten - aktuelle Berichte und Studien

In den letzten Tagen ist eine große Zahl von neuen Dokumenten mit Daten zu Online-Nutzung, Ausbau von Informationstechnik und Telekommunikation, E-Learning usw erschienen - hier ein "kleiner" Überblick für Interessierte mit seeehr viel Freizeit:

- BITKOM: Daten zur Informationsgesellschaft - Status quo und Perspektiven Deutschlands im internationalen Vergleich (29 Seiten pdf), vgl. auch Yahoo-Meldung

- Europäisches Medieninstitut: World Internet Project 2004 - Germany and the Digital World (91 Seiten pdf), vgl. auch ZDNet-Meldung

- RegTP: Jahresbericht 2003 - Marktdaten der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (138 Seiten pdf), vgl. auch Handakte-Meldung

- IBM und EIU: The 2003 e-learning readiness rankings (21 Seiten pdf), vgl. Yahoo-Meldung

- forsa: @facts-Jahresauswertung der monatlichen Erhebungen, vgl. heise-Meldung

- Fittkau & Maaß: W3B-Studien, u.a. zum Online-Banking (kostenpflichtig) , vgl. ZDNet-Meldung

09.02.04

EU: Wöchentlicher Bericht über gefährliche Produkte

Die EU-Kommission teilt heute mit, dass ab sofort wöchentlich eine Zusammenstellung mit Warnungen über gefährliche NonfoodKonsumerzeugnisse auf ihrer Website veröffentlicht wird.
Die erste Ausgabe ist bereits online.
Für Lebens- und Futtermittel gibt es übrigens bereits ein gesondertes Schnellwarnsystem.

06.02.04

Pilot-Versuch: Elektronische Patientenakte in NRW

Laut einer Pressemitteilung des Landes Nordrhein-Westfalen wurde dort heute "die bundesweit erste einrichtungsübergreifende elektronische Patientenakte zur Brustkrebsbehandlung für den Praxisbetrieb freigeschaltet".
Die sog. "Mamma@kte.nrw" soll als Test für ein System dienen, das in mehreren Stufen erprobt wird und schließlich die jeweiligen Patientendaten allen Ärzten und Krankenhäusern über ein Netzwerk verfügbar macht.

Essay "Das Ende des Internet?"

John Walker, Mitbegründer von Autodesk Inc., hat einen Text mit dem Titel "The Digital Imprimatur" geschrieben und auf seiner Homepage veröffentlicht, worin er die Entwicklung des Internet analysiert.
Unter "Das Ende des Internet?" wird das Dokument nun bei Telepolis in mehreren Teilen als deutsche Übersetzung angeboten.

05.02.04

Neue Dialer-Methoden

Über die neuen Methoden, wie Dialer-Betreiber an Geld kommen wollen, berichtete am Montag heise.de:
1) Dialer-Programme übermitteln durch einen Anruf die Telefonnummer des Betroffenen und der Betreiber versucht dann über Verzeichnisse die dazu passende Adresse herauszufinden, an die er eine Rechnung wegen angeblichen Dienstleistungen schickt (vgl. Verbraucherzentrale Niedersachsen).
2) Dialer wählen ausländische Nummern und die dortigen Telefongesellschaften teilen das eingezogene Geld mit den Betreibern - die RegTP ist dafür nicht zuständig und der "Kunde" hat kaum eine Abwehrchance.
3) Schon berichtet wurde über Verbindungen via Satellit.

30.01.04

Google vs. Booble

Über einen marken- bzw. urheberrechtlichen Streit berichtet heute intern.de: Die vor knapp zwei Wochen gestartete Suchmaschine für Erwachsene, Booble, die insbesondere Porno-Seiten durchsucht, wird von Google zur Unterlassung aufgefordert.
Google verlangt, dass jetzige Angebot vom Netz zu nehmen und die Nutzung ähnlich klingender Domains und ähnlicher Designs auch in Zukunft zu unterlassen. Booble beruft sich - in eigens veröffentlichten Legal Notices - dagegen auf die Freiheit der Parodie, was angesichts der Art des Angebots allerdings fragwürdig erscheint.

BMWA schreibt "Internetpreis des Deutschen Handwerks 2004" aus

"Zukunft gewinnen - Handwerker ans Netz" - unter diesem Motto schreibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gemeinsam mit T-Com, der Festnetzsparte der Deutschen Telekom AG, dem Zentralverband des Deutschen Handwerks, dem Wirtschaftsmagazin impulse und dem Deutschen Handwerksblatt den "Internetpreis des Deutschen Handwerks 2004" aus.

28.01.04

250.000 Dollar Kopfgeld auf Virenautor

Das US-Software-Unternehmen SCO hat eine Belohnung von 250.000 Dollar für Informationen ausgerufen, die zur Ergreifung und Verurteilung des Verantwortlichen für den Virus "MyDoom" führen. SCO arbeitet aus diesem Grund derzeit bereits mit den US-Sicherheits-Behörden Secret Service und FBI zusammen. Für den 01.02. wird eine Denial-Of-Service-Attacke auf die SCO-Website erwartet.

E-Learning: Kursbuch des Bundesbildungsministeriums

Auf der neu gestalteten (vgl. Beitrag im Handakte WebLAWg) Website des Bundesministerium für Bildung und Forschung findet sich seit 27.01.2004 das "Kursbuch E-Learning 2004".
In diesem 403-Seiten Dokument werden in einem Überblick die vom BMBF geförderten Hochschulkurse im Internet vorgestellt, nach Fachgebiet, Zielgruppe, Umfang, Sprache und Lernform gegliedert.

27.01.04

Deutsche Bibliothek ermöglicht zuverlässiges Zitieren von Online-Quellen

Die Deutsche Bibliothek hat ein neues System vorgestellt, wie man mit Hilfe sogenannter URNs wissenschaftliche Online-Veröffentlichungen zitieren kann, ohne befürchten zu müssen, dass die Quelle bald in den unendlichen Tiefen des Internet verschwindet (vgl. LAWgical-Beitrag zu diesem Problem).
Die URN ist eine Standard-Nummer, die von der Deutschen Bibliothek vergeben wird und durch eine Weiterleitung über den Server der Bibliothek immer zu der richtigen - weil regelmäßig aktualisierten - URL der Quelle führt.

praktikant24

Neuer Internet-Service der hessischen IHKs in Kooperation mit dem TTN-Hessen: Ein Rundum-Serviceangebot für die Zusammenarbeit hessischer Unternehmen mit Diplomanden, Studenten und Schülern bietet das neue Webportal praktikant24.de. Kernstück des Portals ist eine überregionale
Praktikums- und Diplomarbeitenbörse.

FOAF im Redaktions-Test

Rainer Langenhan weist dankenswerterweise auf FOAF hin. FOAF ist kurz gesagt eine Umsetzung des jüngsten "social networking"-Trends mit Hilfe von Semantic-Web-/RDF-Technologie. Ein hochinteressanter Ansatz also, dessen Potenzial wir nicht einmal zu erahnen wagen.

Was Langenhan verschweigt: Da sich gerade Juristen dem "social networking" nicht verschließen dürfen, hat er gestern abend an einem redaktionsinternen FOAF-Test teilgenommen. Zwischenergebnis sind die FOAF-Dateien von Sonja Hampel, Jochen Notholt, Ralf Zosel und eben Rainer Langenhan. Ralf Zosel war heute so frei, seine FOAF-Datei zur Wiki-mäßigen Bearbeitung (hier die Anleitung) freizugeben.

Wir rufen hiermit alle LAWgical-Leser auf, sich FOAF-Dateien anzulegen (am besten mittels Foaf-A-Matic), damit interessante Dinge anzustellen und uns (z.B. per Kommentar) darüber zu informieren. Auch wir werden weiterhin FOAF-Forschungen betreiben und hier im LAWgical ggf. darüber berichten. Zwischenzeitlich stehen wir für Verständnisfragen leider nicht zur Verfügung.

26.01.04

Neue E-Government-Studie: Wachstum in Europa verliert an Fahrt

Heute hat die Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young die 4. Ausgabe der Studie zum elektronischen Serviceangebot der Öffentlichen Hand (pdf-Datei, 54 Seiten), die sie im Auftrag der Europäischen Kommission durchführt, veröffentlicht.
Danach sind mittlerweile europaweit 67% aller behördlicher Dienstleistungen über das Internet nutzbar, Deutschland verbuchte einen Zuwachs von 4% auf jetzt 52%. Den größten Fortschritt hat Österreicht gemacht, wo auch bald ein neues E-Government-Gesetz in Kraft treten wird.
Auch der Bundesinnenminister hat sich übrigens schon zu den Ergebnissen geäußert und - wen wundert's - die deutschen Erfolge betont.

25.01.04

Erster "Safer Internet Day" am 06.02.2004

Am 6. Februar wird parallel in 12 europäischen Staaten und in Australien der erste "Safer Internet Day" gefeiert werden.
Dabei werden, im Rahmen der SAFER INTERNET Awareness Campaign, Aktionen und Projekte rund um das Thema Internet-Sicherheit für Kinder und Jugendliche durchgeführt werden.
Das Projekt wird von der EU sowie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

EU: Internetauftritt wird erneuert

Eine Pressemitteilung der EU informiert darüber, dass ihre Homepage in diesem Jahr Stück für Stück erneuert und verbessert wird, "um neue Zielgruppen, insbesondere junge Menschen, zu erreichen". Zu Beginn wurde vorgestern das neue Layout der Seite präsentiert.
Ein wenig nachdenklich stimmt aber, dass "grundlegende Fakten und Zahlen über die EU mit Hilfe witziger, animierter Grafiken und interaktiver Spiele präsentiert" werden sollen - angesichts der Tatsache, dass ein Besucher vor allem erwartet schnell und präzise zu seinen Informationen geleitet zu werden.
Das Ergebnis bleibt abzuwarten...

Die ganze Stadt auf einen Klick

München präsentiert sich mit einem neuen Stadtportal in der virtuellen Welt. Unter der Adresse "www.muenchen.de" war bisher nur ein Auftritt der Stadtverwaltung zu finden. Nun bietet die Homepage eine Plattform für alle Bereiche der Großstadt: Kino und Konzert, Kneipe und Kirche sowie – bundesweit einmalig – ein eigenes Portal für Kinder. Mehr dazu in der SZ.

20.01.04

Kostenlose Broschüre "99+1 Beispiele und Tipps zum Bundesdatenschutzgesetz"

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) stellte zusammen mit der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) eine neue 85-Seiten-Broschüre zum Datenschutz für Verbraucher vor.
Mit diesem Dokument sollen Hilfestellungen bei einem wirksamen Schutz der eigenen Daten gegeben werden, um so eine fortdauernde unkontrollierte Weitergabe von Kunden- und Verbraucherdaten zu verhindern und die "unterentwickelte Datenschutzkultur" der Deutschen zu verbessern.

18.01.04

Künftig IT-Spezialeinheiten bei hessischer Polizei

Der hessische Innenminister Bouffier hat heute angekündigt, dass bis Ende 2004 in den hessischen Flächenpolizeipräsidien IT-Spezialeinheiten eingerichtet werden, um verstärkt gegen Internetkriminalität vorzugehen. Den Aufbau der Einheiten lässt sich Hessen 750.000 EUR kosten.
(Quelle: heise)

Europäisches Steuerberater-Register

Die Europäische Steuerberater-Organisation Confédération Fiscale Européenne hat ein Steuerberater-Register im Internet gestartet. Hier können europaweit Steuerberater nach u.a. Regionen, speziellen Beratungsgebieten oder Sprachkenntnissen gesucht werden.

17.01.04

Digitale Kluft zwischen Geschlechtern

Teilweise massive Unterschiede in der Internet-Nutzung von Männern und Frauen ortet eine von der kalifornischen Universität in Los Angeles UCLA vorgestellte Studie aus dem "World Internet Project". Generell sind acht Prozent mehr Männer Internet-User als Frauen, ergab die Untersuchung, die in 14 Ländern in Asien, Europa, Lateinamerika und in den USA durchgeführt wurde. Besonders deutlich ist die digitale Kluft zwischen den Geschlechtern in Spanien und Italien.

In den südeuropäischen Ländern beträgt das Gender-Gap an die 20 Prozent. So sind im Italien 41,7 Prozent der Männer, aber nur 21,5 Prozent der Frauen Internet-User, in Spanien beträgt das Verhältnis 46,4 zu 27,2 Prozent. Kaum geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es dagegen in den USA (73,1 Prozent zu 69 Prozent) oder etwa Schweden (67,7 zu 64,4 Prozent). Deutschland liegt mit einem Mann-Frau-Abstand von 8,7 Prozentpunkten knapp über dem 14-Länder-Durchschnitt.

Generell, so die Studie, weist das Online-Verhalten quer über den Globus überraschend ähnliche Muster auf. "Der Internet-Gebrauch reduziert natürlich den Konsum des Fernsehens, während er auf der anderen Seite kaum Einschränkungen für das soziale Leben bedeutet", erklärte Jeffrey I. Cole, Leiter des UCLA Center for Communication Policy. Darüber hinaus hat das "World Internet Project" eine erstaunlich hohe Internet-Nutzung bei den ärmsten Schichten ergeben - wenngleich die digitale Kluft zwischen den Ärmsten und den Reichsten natürlich sehr stark ist. So haben in der Hälfte der untersuchten Länder immerhin 20 Prozent der Ärmsten Zugang zum Internet. In Schweden sind es aus dieser Schicht sogar fast 50 Prozent, in Korea 46,4 Prozent und in den USA 43,1 Prozent.

Allgemein ist der Anteil der Netizen in den USA mit 71,1 Prozent am höchsten. Es folgt - unter den untersuchten Ländern - Schweden mit 66,1 Prozent und Korea mit 60,9 Prozent. Deutschland liegt mit einem Anteil von 45,9 Prozent unter der magischen 50-Prozent-Marke. Quer durch alle untersuchten Länder hat die Studie ein weiteres überraschendes Resultat ergeben: Informationen aus dem Internet werden vom Großteil der User weltweit als genau und verlässlich angesehen.

Vgl. zu diesem Thema auch den Beitrag in diesem Weblog vom 13.01.2004.

16.01.04

W3C: Standard für mobile Web-Kommunikation

Das World Wide Web Consortium (W3C) hat gestern eine Empfehlung (W3C Recommendation) für Standards bei der Internetnutzung mit mobilen Geräten wie PDA oder Handy veröffentlicht.
Ziel der Initiative des W3C ist es, "Universal Access" sicher zu stellen – jeder User soll mit seinem Gerät die Möglichkeit haben, auf Web-Inhalte zuzugreifen, ohne dass etwa die Größe des PDA- oder Handy-Displays dies verhindert.

15.01.04

Elster-Formular für die Steuererklärung 2003 online

Unter https://www.elster.de/ssl/elfo/index.htm kann ab heute das neue ElsterFormular 2003 abgerufen werden.
Allerdings weist heise auch darauf hin, dass momentan noch Downloadprobleme auftreten, die wohl auf die hohe Transfer-Last zurückzuführen sind.

13.01.04

Online-Steuerrechner des Finanzministeriums fehlerhaft?!

Nach einer Meldung von Focus-online ist der Steuerrechner, den das Bundesfinanzministerium auf seiner Website anbietet, fehlerhaft.
Es darf spekuliert werden, ob die Experten und Programmierer des Ministeriums mittlerweile auch den Überblick im Steuerrecht verloren haben, da der Rechner wohl für Pendler eine stark überhöhte Entlastung ausgibt.

10.01.04

TGV: Drahtloser Internetzugang bei 300 km/h

Auf der Strecke Paris-Bordaux-Pau können Reisende in den französischen Hochgeschwindigkeitszügen TGV seit kurzem ihre E-Mails lesen, in das Firmen-Intranet gelangen oder spezielle Informationen via Internet abfragen. Der neue Service "CLIC TGV" nutzt ein drahtloses Netzwerk mit WiFi-Technologie (WLAN) und bietet durch die auf den Bahnhöfen installierten Funksender eine ausgezeichnete Verbindung.

Passagiere haben die Auswahl zwischen allgemeinen Informationen wie dem Tageswetterbericht, Nachrichten, thematischen Programmen, speziellen Bahninformationen wie Fahr- oder Bahnhofsplänen oder touristischen Informationen über die einzelnen Regionen, durch die der Zug fährt. Aber auch speziele Unterhaltungsmöglichkeiten wie Filme und interaktive Spiele kann man mit dem System nutzen.

Reisende mit eigenem WiFi-fähigen Notebook oder PDA können den rollenden Hotspot völlig kostenfrei verwenden. Wer kein entsprechendes Equipent besitzt, kann entsprechende Notebooks für acht Euro auf bestimmten Bahnhöfen ausleihen.

08.01.04

Hessische JU fordert ein Recht auf Privatkopien und startet eine Onlinekampagne

Die Junge Union Hessen kritisiert die Neufassung des Urheberechtes vom September 2003. Insbesondere das eingeführte Verbot der Umgehung technischer Schutzmaßnahmen und die damit verbundene Einschränkung des Rechts auf Privatkopien (§ 95a UrhG) sei nicht gerechtfertigt.
Um ihrer Forderung nach einem durchsetzbaren Recht auf eine Privatkopie Nachdruck zu verleihen, hat die JU die eine Onlineaktion unter "www.faires-urheberrecht.de" gestartet, bei der man durch Angabe seiner Daten mitmachen kann: "Die vollen Daten werden zu gegebener Zeit - zur Unterstützung unserer Forderung - der Bundesregierung übergeben." Toll!

Web.de und Yahoo suchen künftig ohne Google

Das deutsche Internetportal Web.de hat seinen Vertrag über die Suche im Internet mit der US-Firma Google nicht verlängert und wird jetzt mit dem Google-Konkurrenten Inktomi, der Yahoo gehört, zusammenarbeiten. Das berichtet die Zeitung Die Welt in ihrer heutigen Ausgabe. Hintergrund der Entscheidung sind laut Welt Probleme bei der Qualität der Suchergebnisse. Bei Google fänden sich zunehmend Einträge kommerzieller Anbieter, die nicht als solche gekennzeichnet seien. Im Segment "gesponserte Links", den Verweisen, die von Werbekunden bezahlt werden, arbeite Web.de aber weiterhin mit Google zusammen.

Auch Yahoo wird sich möglicherweise von Google trennen. Noch im ersten Quartal dieses Jahres will das US-Internetportal die Suche selbst übernehmen, schreibt die Welt unter Berufung auf Medienberichte. "Wir haben erkannt, dass es eine Riesenchance gibt, der andere große Player im Such-Geschäft zu sein", sagte Terry Semel, CEO von Yahoo.

05.01.04

7 Millionen .de-Domains

Die Zahl der registrierten Internet-Adressen mit der Endung ".de" für Deutschland wird im Januar 2004 erstmals die Schwelle von 7 Millionen überschreiten, lässt tecchannel verlauten. Dort ist auch eine tabellarische Übersicht der Domain-Verteilungen 01/2004 zu finden.

BSI mit neuer Website

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wendet sich mit einer neuen Website speziell an PC-Anfänger. Die Seite erklärt, welche Gefahren im Internet zu erwarten sind und wie man sich dagegen schützen kann.

Zusätzlich zu den Informationen hat das BSI auch eine kleine Sammlung kostenloser Sicherheitstools zusammengestellt. Darunter findet sich unter anderem auch ein Firewall, ein Pop-Up-Blocker und ein Dialer-Schutz. Außerdem: Recht im Internet (20 S. PDF).

02.01.04

Zeitplan für .eu-Domains veröffentlicht

Nach einem heise-Bericht hat die Vergabestelle EURid nun einen Plan mit den wichtigsten Terminen zur Einführung der .eu-Domain veröffentlicht. Danach soll im November 2004 die Phase der Live-Registrierung für die EU-Bürger beginnen, nachdem Markenrechtsinhaber bereits ab September bevorzugt ihre Domains registrien können.

30.12.03

10 Jahre DENIC - Glückwunsch!

Die DENIC (Deutsches Network Information Center), deren Betrieb am 1. Januar 1994 startete, feiert ihren 10. Geburtstag - herzlichen Glückwunsch!
Seit ihrer Gründung ist die Zahl der von der DENIC eG verwalteten .de-Adressen von 1.000 auf 7 Millionen gestiegen und die Top Level Domain .de damit die weltweit zweitgrößte nach .com geworden. Für den reibungslosen Ablauf sorgen derzeit 76 Beschäftigte und 11 Nameserver.

23.12.03

E-Government-Probleme in deutschen Städten

Nach einer Studie von SirValUse Consulting, über welche die Süddeutsche Zeitung berichtet, sind die Online-Angebote der 50 größten Städte Deutschlands nicht benutzerfreundlich genug.
50 % der digital angebotenen Formulare können beispielsweise nicht online ausgefüllt werden, sondern müssen vom Nutzer ausgedruckt und eingeschickt werden und bereits das Auffinden der Formulare ist oft zu kompliziert. Eine Besserung erhofft man sich von der Einführung der digitalen Signatur.

Webangebot des Arbeitsamtes für behinderte Menschen

Behinderte Menschen können eine neue Internetseite der Bundesanstalt für Arbeit nutzen, auf der sich Informationen zu Förderungen, individuellen Beratungen und Entscheidungshilfen bei der Berufswahl finden, teilt die BA in Nürnberg mit. Außerdem könnten sich auch Arbeitgeber über eine erfolgreiche Integration am Arbeitsplatz informieren.

20.12.03

Studie: "Kommunikations- und Informationstechnik 2010+3"

Die im Mai 2003 veröffentlichte Studie "Kommunikations- und Informationstechnik 2010+3" mit einer Analyse zu IT-Trends der nächsten zehn Jahre kann nach einer Meldung des BSI jetzt auch online kostenlos abgerufen werden.
Die pdf-Dateien stehen unter http://www.bsi.bund.de/literat/studien/trend2010/index.htm bereit.

BSI: Neue Ergänzung zum IT-Grundschutzhandbuch

Seit 16. Dezember 2003 ist beim Bundesanzeiger-Verlag die 5. Ergänzungslieferung zum IT-Grundschutzhandbuch verfügbar, die die neuen Bausteine Outsourcing, Internet Information Server, Apache Webserver, Exchange/Outlook 2000 und Archivierung enthält.
Wer allerdings nicht die 148 EUR für das Werk bezahlen will, der muss sich noch bis Ende Januar 2004 gedulden, dann nämlich wird die kostenlose Online-Version unter http://www.bsi.bund.de/gshb/deutsch/aktuell/bezug.htm zum Download zur Verfügung stehen.

BSI: Neues Modul zur Barrierefreiheit im E-Government-Handbuch

Gestern wurde innerhalb des Online-Handbuchs zum E-Government, welches vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur Verfügung gestellt wird, ein neues Modul freigeschaltet.
Die 133 Seiten große pdf-Datei enthält zum Thema barrierefreies E-Government einen Leitfaden für Entscheidungsträger, Grafiker und Programmierer.

18.12.03

Barrierefreies Angebot der Bundesanstalt für Arbeit

Nachdem im Weblog von barrierekompass.de bereits die mangelnde Barrierefreiheit des neuen Online-Angebots http://www.arbeitsagentur.de/ beklagt wurde, meldet ZDNet.de heute, dass die Bundesanstalt für Arbeit ihre Medien zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben ab 22. Dezember barrierefrei unter www.AusbildungBerufChancen.de im Internet zur Verfügung stellen wird.

16.12.03

Google: Direkte Suche nach US-Patenten

Google vereinfacht die Recherche nach US-Patenten: Wie intern.de und Perlentaucher kürzlich berichteten, bietet der Suchdienst durch die neue "Search By Number"-Option neben anderen Recherche-Erleichterungen die Möglichkeit, durch Eingabe "patent (Patent-Nr.)" direkt zur entsprechenden Seite des US-Patentamts zu gelangen. Nun warten deutsche Juristen nur noch auf "Search By Numbers" mit deutschen Rechtsquellen ...

15.12.03

eGovernment: Bundesinnenministerium stellt SAGA 2.0 vor

Das Bundesinnenministerium hat heute nach eigenen Angaben die neue Version des SAGA-Dokuments veröffentlicht.
SAGA steht für "Standards und Architekturen für eGovernment-Anwendungen" und soll durch Standardisierung die Interoperabilität im Datenaustausch zwischen den Kommunikationspartnern und IT-Anwendungen sicherstellen.

Erweitertes Informationsportal

Ab sofort bietet das Nachrichten- und Informationsportal der ARD-Tagesschau auch Nachrichten in englischer und türkischer Sprache an. Die Inhalte der neuen News- und Thementeaser werden von der Deutschen Welle zugeliefert. Inhaltlich umfasst das neue Angebot neben den aktuellen Topthemen des Tages Berichte aus den Rubriken "Current Affairs" und "Business & Economics".

12.12.03

LexisNexis erweitert Online-Dienste

Die Reed-Elsevier-Tochter LexisNexis, Anbieter von Wirtschafts- und Rechtsinformationen, hat heute die Einführung einer neuen Plattform für einen verbesserten Zugriff auf ihr Informationsangebot angekündigt. Der neue Service bietet einen schnelleren Zugriff auf alle Recherche- und Informationsquellen.

11.12.03

Health Academy gestartet

Die World Health Organization (WHO) informiert darüber, dass heute in Kooperation mit Cisco Systems in Genf eine Health Academy gestartet wurde, die der Weltöffentlichkeit - insbesondere auch Bewohnern ärmerer Länder - mit Hilfe des Internet einen besseren Zugang zu Informationen über Gesundheit und Krankheitsvorsorge bieten soll.
Dazu wurden 2 Pilotstudien gestartet an denen 20 ägyptische und 21 jordanische Schulen teilnehmen und die neue e-Learning-Umgebung testen - Fotos dazu finden sich auf der Seite von Cisco.

University of Salzburg Business School

Die University of Salzburg Business School ist ab sofort unter mit einem neuen Internet-Auftritt online, der hinsichtlich Informationsangebot, Benutzerfreundlichkeit und Design optimiert wurde. "Usability und schneller Zugriff auf gewünschte aktuelle Informationen ohne unnötige Schnörkel standen beim Relaunch im Vordergrund", so Mag. Martin Dachs, Internet-Verantwortlicher der smbs.

10.12.03

7-Punkte-Programm der Regierung zur Optimierung öffentlicher Beschaffungen

Nach Pressemitteilungen der Bundesregierung und des Innenministeriums, hat das Bundeskabinett heute den dritten Umsetzungsplan der eGovernment-Initiative BundOnline 2005 und ein 7-Punkte-Programm verabschiedt.
Mit Letzterem will die Bundesregierung die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen in der Bundesverwaltung organisatorisch straffen und dafür vermehrt neue Informationstechnologien nutzen. Schwerpunkte sind ein elektronisches System, über das Beschaffungen rechtsgültig und sicher abgewickelt werden können, und die Errichtung eines virtuellen Kaufhauses für die gesamte Bundesverwaltung, in dem Standardprodukte und -leistungen bestellt werden können.

09.12.03

Zoll jetzt auch unter Zoll.de erreichbar

Wie ZDNet berichtet, hat das Bundesfinanzministerium nach zweieinhalbjährigen Rechtsstreit erreicht, dass der Zoll künftig - neben der bisherigen Adresse http://www.zoll-d.de - auch unter http://www.zoll.de im Internet erreicht werden kann.
Die Beklagte, ein Softwareunternehmen, hatte sich die Adresse zu Marketingzwecken reserviert und kommerziell genutzt.

Mcert: IT-Sicherheit für den Mittelstand

Wie das Bundesinnenministerium mitteilt, wurde heute, in Kooperation mit dem Bundesverband Informationstechnologie, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) ein neues Angebot für Internet-Sicherheit im Mittelstand gestartet: Mcert (Mittelstand Computer Emergency Response Team).
Das System soll künftig durch verständliche Warnmeldungen und Handlungsempfehlungen per E-Mail auch für Nicht-Experten vorbeugenden Schutz gegen Bedrohungen von IT-Systemen bieten und dadurch die Sicherheit im Internet weiter verbessern. Im Jahr 2004 soll außerdem, so Bundesinnenminister Otto Schily, ein CERT für Bürger eingerichtet werden.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Den Gedanken an einer gesundheitlichen Prävention in allen Bereichen der Arbeitswelt will das neue Internet-Portal des Deutschen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) verbreiten. Träger des Netzwerks sind der BKK Bundesverband und der der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG).

PERINE

In der Pilotversion ist ein europäisches Internetportal für Bildungsforschung an den Start gegangen. Ab sofort können sich Interessierte in elf Sprachen bei PERINE, Kurzform für Pedagogical and Educational Research Information Network for Europe, über Themen rund um Bildung in Europa informieren.

08.12.03

Studie zur eGovernment-Nutzung

Nur etwa ein Viertel der Deutschen besucht offenbar die Online-Angebote der Behörden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von TNS Emnid durchgeführt wurde und ergeben hat, dass nur 26 Prozent der Gesamtbevölkerung und 55 Prozent der deutschen Internetnutzer eGovernment-Dienste nutzen.
Die Studie für Deutschland ist - ebenso wie eine 32 Länder-Studie zum eGovernment - kostenlos bei Emnid erhältlich.

07.12.03

Ebay und Google vor T-Online

Wie die FAZ berichtet, haben die Websiten von Ebay und Google erstmals mehr Besucher zu verzeichnen als T-Online. Der Grund für diese Änderung des Nutzerverhaltens wird in der Veränderung der Homepage von T-Online gesehen, die sich vom Nachrichtenportal zu einem kommerziellen Dienstanbieter gewandelt hat, wobei teilweise auch auf eine strikte Trennung von redaktionellen Beiträgen und Werbung verzichtet wird.
Auch scheint durch die wachsende Erfahrung der Internetnutzer die Bedeutung der großen Portale wie Yahoo und Lycos zugunsten der spezialisierteren Anbieter wie Amazon oder eben auch Ebay und Google zu sinken.

06.12.03

Nachtrag: "Virtueller Arbeitsmarkt"

Wir berichteten am 1.12. über die neue - und offensichtlich nicht besonders gelungene - Online-Arbeitsagentur der Bundesanstalt für Arbeit. In der heutigen Druckausgabe der SZ berichtet nun ein Betroffener von seinen Erfahrungen mit dem neuen Angebot. Bleibt zu hoffen, dass die "Kinderkrankheiten" schnell abheilen...

04.12.03

ITU World Telecommunication Development Report 2003

Ab 9.12. wird der ITU World Telecommunication Development Report 2003 auf den Seiten der International Telecommunication Union (ITU) zum Preis von 100 Schweizer Franken erhältlich sein. Wer sich aber vorab (zumindest teilweise) über die Ergebnisse informieren möchte, kann auf den kostenlosen Executive Summary (englisch) zurückgreifen.
FOCUS Online meldet dazu, dass nach der Studie nur 650 Millionen Menschen (etwa 10 % der Weltbevölkerung) einen Internetzugang haben, wobei sogar in den Industrienationen die Quote unter 50 % liegt. Haupthindernisse ist dabei weniger die Infrastruktur als vielmehr der Preis und auch die mangelnde Bildung.

03.12.03

Website zur globalen Sicherheitskultur

Die OECD hat eine Website zur Bekämpfung von Gefahren für Informations-Systeme und Netzwerke durch Computerviren und Hacker eröffnet. Die Seite wurde nach Angaben der Organisation gestaltet, um Regierungen, der Wirtschaft und der Öffentlichkeit zu helfen, die Risiken solcher Gefahren wie dem Win32-Blaster, der in diesem Jahr einen Schaden von zwei Mrd. Dollar verursachte, besser verstehen zu können.

Die neue Website mit dem Namen Culture of Security verbreitet Informationen über Initiativen, die entsprechend den OECD-Richtlinien für die Sicherheit von Informations-Systemen und Netzwerken die Arbeit aufgenommen haben. Die Richtlinien "Towards a Culture of Security" (5 S. PDF) wurden im letzten Jahr veröffentlicht.

Das OECD-Angebot will ebenfalls als Portal für andere relevante Websites dienen, um eine globale Sicherheitskultur in Gang zu setzen. In Zukunft sollen Weiterbildungs-Angebote für die Sicherheit von Informations-Systemen und Netzwerken auf der OECD-Seite zentralisiert werden.

02.12.03

EU-Kommission: Studie zu E-Government

Die EU-Kommission hat mitgeteilt, dass nach einer Studie über die Qualität und die Nutzung elektronischer Behördendienste fast 80 % aller Nutzer mit der Qualität dieser Online-Dienste zufrieden sind. Die Befragung, an der 28 114 Nutzer aus 18 europäischen Ländern teilnahmen, fand im Rahmen des Aktionsplans eEurope2005 statt.

Google stoppt Werbung von Internet-Apotheken

Der Suchmaschinenbetreiber Google will künftig Werbung von Internet-Apotheken, die rezeptpflichtige Medikamente via Web in den USA verbreiten, nicht mehr schalten. Google fügt sich mit dieser Maßnahme dem zunehmenden Druck der Regulierungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) und von Interessensverbänden, die Online-Werbung nur von lizensierten Internet-Apotheken erlauben wollen, berichtet das Wall Street Journal heute. Siehe auch die Beiträge in diesem Weblog vom 29.10.2003 und 22.10.2003.

Bericht über Server-Einbruch

Die freie Linux-Distribution Debian GNU/Linux hat einen Abschlussbericht zum Einbruch in vier Rechner des Projekts vorgelegt. Sehr detailliert werden die Schritte des Angreifers und die Gegenmaßnahmen dargestellt. Der Bericht ist auf englisch und u.a. auch auf deutsch verfügbar.

01.12.03

Neuer Trick: Internetverbindung via Emsat und Italsat

Laut der Informationsseite Dialerschutz wurde in Deutschland ein neuer Betrugstrick aufgedeckt. Ein bisher unbekanntes Dialerprogramm wählt völlig unbemerkt die Nummer zum Satelliten Emsat oder Italsat und stellt damit eine besonders teure Internetverbindung her. Die Kosten für eine solche Verbindung betragen etwa drei Euro pro Minute und werden von den Betroffenen meist erst anhand der Telefonabrechnung bemerkt.

Waren die illegalen Wählprogramme bisher meist auf eindeutigen Sex-Seiten zu finden, wartet das neue Dialerprogramm auch auf harmlosen Seiten mit Kochrezepten auf ahnungslose Opfer. Download und Einwahl erfolgt über ActiveX und bleibt daher vom User unbemerkt. Nach 30 bis 40 Minuten erfolgt eine automatische Trennung. Die Kosten für das neue Lebkuchen-Rezept per Satellit betragen danach etwa 89 Euro.

Wer hinter der Satellitenrufnummer steckt, ist bisher noch unbekannt. Laut internetfalle.de soll es sich entweder um einen holländischen Betreiber namens 147-1.exe oder um einen italienischen Dialer der Firma 7adpower handeln. Die Verbindungen über die Telefonnummern 0088 213881 0510, 0088 213881 1225 oder 0088 213881 1582 nutzten die Dienste von Emsat von Eutelsat und Telespazio des Italsat-F2-Satelliten.

Herkömmliche 0190/0900-Sperren schützen nicht vor der Satelliten-Einwahl. Wirksamen Schutz bieten nur entsprechende Hardwarelösungen mit Erlaubnislisten oder die explizite Sperre der Vorwahl 0088 beim jeweiligen Netzbetreiber.

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. startet Internetschlichtungsstelle

Wie T-Online meldet, hat Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. mit Förderung durch die Europäische Kommission (Generaldirektorat Gesundheit und Verbraucherschutz) und das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft das Internetportal ombudsmann.de zur Streitschlichtung beim Online-Shopping gestartet.
Die Schlichtungsstelle kann von Verbrauchern mit Wohnsitz in Deutschland zur Zeit kostenlos angerufen werden, wenn eine außergerichtliche Schlichtung eines Streits über Rechte und Pflichten aus einem Internetkauf gewünscht wird und der Verkäufer Unternehmer ist, der seinen Sitz in einem Mitgliedsland der EU hat.

"Virtueller Arbeitsmarkt"

"Hallo, ich heiße Bea" - nein, nicht die neueste Spam-Mail begrüßt so die genervten Internet-Nutzer, sondern der "virtuelle Arbeitsmarkt" der Bundesanstalt für Arbeit (BA), der am heutigen Montag an den Start geht. Die virtuelle Arbeitsberaterin soll die neugierigen Besucher des neuen Arbeitsamt-Angebots arbeitsagentur.de durch die einzelnen Bereiche des Arbeitsmarkts im Internet führen - was aber, wohl auf Grund noch nicht überall ausgefeilter Web-Präsenz, an manchen Stellen bislang mit einem leeren Browser-Fenster quittiert wird, teilt Heise mit.

27.11.03

Internet-Skandal aufgedeckt

Der österreichische Bundespräsidentschaftsbewerber Wolfgang Pöltl bringt im Zuge von Internet-Recherchen die Seite polizeisex.de bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige. Warum Justiz und Polizeibehörden nicht schon längst auf diese Homepage mit erotischen Inhalten aufmerksam wurden, stimmt Wolfgang Pöltl nachdenklich. Von dieser Homepage führt ein Link auf eine Internetseite mit sexuellem Inhalt. Die Homepage polizeisex.de selbst strotzt nur so von polizei-beleidigenden Sprüchen. Man darf gespannt sein, wie die Behörden nun reagieren.

26.11.03

Morgen Chat mit Paul Kirchhof

Paul Kirchhof, Ex-Verfassungsrichter und Professor für öffentliches Recht an der Uni Heidelberg, ist mit seinen Plänen zur Vereinfachung des Steuerrechts zu Gast im Chat von "tacheles.02".

Termin: Donnerstag, 27.11.2003 von 13.45 bis 14.45 Uhr

Verschiedene URLs stehen zur Auswahl:

http://login.tacheles02.de
http://poldi.tacheles02.de
http://sueddeutsche.tacheles02.de
http://tagesschau.tacheles02.de
http://tagesspiegel.tacheles02.de

Nachrichtenverständnis bei Google News

Die Google News werden immer beliebter. Die automatisierte Form der "Presse"-Auswertung ist jedoch aus journalistischer Sicht nicht unproblematisch, da z.B. auch Pressemitteilungen öffentlicher Einrichtungen erfasst werden. Welche Folgen das hat, zeigt ein Artikel der Perlentaucher.

Update: Microsoft hat jetzt auch einen Newsbot (Beta-Version England), Spiegel Online berichtet hierüber und über die Probleme der Newsbots im allgemeinen.

Politikaward

189 Einreichungen, 39 Nominierungen und zehn Gewinner. Siegerin in der Kategorie "Internet-Bürgerportal" wurde die Homepage der Bundesregierung. Der "Politikaward" ist zum ersten Mal verliehen worden,- eine Auszeichnung, die "herausragende Leistungen der politischen Kommunikation" würdigt

24.11.03

Online-Versteigerung durch Finanzämter und Zoll

Die bei Schuldnern gepfändeten Gegenstände wie beispielsweise Kraftfahrzeuge, Schmuck, Geräte der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik können per Internet ersteigert werden. Das Angebot der öffentlichen Versteigerung kann ohne Unterbrechung an sieben Tagen der Woche unter der Internet-Adresse zoll-auktion.de wahrgenommen werden. Die ersteigerten Artikel sind nach Abschluss der Versteigerung bei der zuständigen Dienststelle abzuholen oder werden nach Vereinbarung auch zugestellt.

"Send back your MP3s!"

Über eine Initiative mit ernstem Anliegen berichten Telepolis und Titanic Online: Durch Rücksendung illegaler Musikkopien an den rechtmäßigen Besitzer lässt sich effektiv das Gewissen entlasten. Beruhigend zudem, dass die Rücksendung nach den Richtlinien auch erfolgen darf, indem man die Dateien in Textdateien umwandelt und die dabei entstehenden Seiten per Paket oder Fax zurücksendet.

19.11.03

10 Jahre Juristisches Internetprojekt Saarbrücken

Das Juristische Internetprojekt Saarbrücken (JIPS) feiert sein 10-jähriges Bestehen. Die Entwicklung von einer studentischen Initiative zur bekanntesten deutschen freien juristischen Website ist nachzulesen unter "Wir über uns". Inzwischen werden Informationen in 15 Sprachen angeboten.

Den Verantwortlichen - Prof. Herberger und Prof. Rüßmann (IFRI) - und der gesamten Redaktion wünscht LAWgical als Kind des JIPS alles Gute.

16.11.03

Firmen bieten Jobs bevorzugt online an

In Deutschland wird mittlerweile jede zweite offene Stelle über das Internet vergeben. Der Online-Stellenmarkt Monster Deutschland hat am Freitag erste Ergebnisse einer noch unveröffentlichten Studie bekannt gegeben, die gemeinsam mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Frankfurt am Main und TMP Worldwide durchgeführt wurde. Laut Monster Deutschland besetzen die untersuchten deutschen Unternehmen derzeit 52 Prozent der Stellen über Online-Portale. Die firmeneigene Homepage spielt bei den Stellenvergaben eine wichtige Rolle. Immerhin 28 Prozent der Jobs werden darüber angeboten.

13.11.03

Google verbannt Dialer aus AdWords

Google-Kunden, die in irgendeiner Form für Dialerseiten werben, müssen Dialer und Dialer-Links ab sofort aus ihren Webseiten entfernen. Mit dieser Maßnahme möchte Google die Informationssuche effizienter und relevanter gestalten. Anzeigen für Websites, die die Internetnutzung für User beeinträchtigen oder das Vertrauen in das AdWords-Programm gefährden, werden ab sofort nicht mehr unterstützt, gab das Unternehmen heute bekannt. Das unangenehme "googlen" von Dialern soll damit der Vergangenheit angehören.

10.11.03

Christliche Suchmaschine

Eine Art Google für christliche Themen ist die von der Evangelischen Kirche in Deutschland betriebene Suchmaschine crossbot.de. Sucht man z.B. nach "Sünde", gelangt man mit Google zu ganz anderen Empfehlungen als mit crossbot. Interessant könnte die noch etwas spärlich besetzte Kategorie Kirchenrecht werden.

09.11.03

MT This!

Jason Shellen hat für alle Nutzer der Google Deskbar ein praktisches Feature geschaffen, mittels dessen die Funktion "Blog This!" (auch weiterhinh) zur Verfügung steht. Damit darüber hinaus auch "MT This!" möglich ist (für Anwender von MT!), hat Nico noch einige "Weiterentwicklungen" vorgenommen ...

Google Deskbar

Von Google gibt es ein neues Feature: die Google Deskbar. Die Deskbar integriert unter Windows 98, ME, 2000 und XP ein Suchfeld in die Taskleiste. Sucht man nach einem Begriff, so öffnet sich ein Minifenster, in dem die Suchergebnisse aufgelistet werden. Der Browser muss dafür nicht geöffnet werden.
Um die Deskbar, die bisher nur in Englisch zur Verfügung gestellt wird, nutzen zu können, wird der Internet Explorer 5.5 oder höher benötigt.

29.10.03

Uni-Ranking im Internet

Bei einem Durchschnitt von 46,1 Punkten bei 284 "getesteten" Universitäten und vergleichbaren Institutionen belegt (7 S. PDF) die Universität Saarbrücken gerade einmal Rang 51 (52,5 Punkte) ...

Kommentar der anerkannt-guten Site von Dr. Web zur "Studie" am 22.10.2003: "Herr Prof. Dr. Uwe Kamenz und sein Forschungsinstitut Profnet haben es wieder einmal mit einer provokanten Untersuchung in die Medien geschafft. Herzlichen Glückwunsch. Wie schon die Jahre zuvor fragt man sich, warum Profnet nicht erst einmal vor der eigenen Haustüre kehrt. [...]"

25.10.03

Internetauftritte von Rechtsanwaltskanzleien

Im Rahmen einer juristischen Diplomarbeit hat H. Dobel den Internetauftritt von 320 Rechtsanwaltskanzleien (17 S. PDF) untersucht. Eines von mehreren Ergebnissen lautet:

"Die Befragten fallen durch eine relativ hohe Affinität zum Internet auf. 82% sind länger als 30 Minuten am Tag online. Die häufigsten Nutzungsmotive sind in privater Hinsicht die Nutzung von E-Mail-Diensten, Suchmaschinen und Homebanking sowie in beruflicher Hinsicht E-Mail-Kommunikation mit Mandanten und Recherche bei juristischen Informationsdiensten."

24.10.03

Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen

Im Rahmen eine dreitägigen Konferenz haben deutsche und internationale Wissenschaftsorganisationen die "Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen" unterzeichnet. Bei Beiträgen nach dem "Prinzip des offenen Zugangs" räumt der Autor bzw. Urheber allen Nutzern ein freies, unwiderrufliches und weltweites Recht auf den Zugang zu seinen Daten ein und erteilt die Genehmigung, das Werk (unter korrekter Angabe der Autoren- bzw. Urheberschaft) zu nutzen, zu kopieren und digital weiterzuverbreiten. Über ein Online-Archiv sollen diese Beiträge bereitgestellt werden.

Raub- und Beutekunst online recherchieren

Gestern ging die verbesserte Version der seit April 2000 bestehenden "Lost Art Internet Database" online (www.lostart.de). Die Datenbank enthält Such- und Fundmeldungen zu Kulturgütern, die in der Zeit des Nationalsozialismus unrechtmäßig entzogen wurden.

Abgerundet wird das Angebot der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste durch eine umfangreiche Link- und Publikationsliste u.a. mit interessanten Nachweisen juristischer Literatur.

14.10.03

Yukon als Basis für eTimeManager

Die kommende neue Version des SQL Server, Codename Yukon, hat viele Neuerungen. So gibt es jetzt einen neuen Datentyp, der zum Speichern von XML Daten vorgesehen ist. Damit lassen sich alle geschäftsrelevanten Daten, die in dem immer populärer werdenden XML Format vorhanden sind, direkt speichern und verarbeiten. Auch Suchabfragen können direkt auf diese XML Daten durchgeführt werden.

06.10.03

Erster Internet-TV-Bericht der FH München

Was heutzutage im Internet mit entsprechendem Equipment möglich ist, zeigt die FH München: Unter dem Titel "Eine sehr gut Hochschule" wird ein 3-minütiger Internet-Fernsehbericht (ISDN/DSL/Speed-DSL) über den Besuch des chinesischen Bildungsministers Zhou Ji gezeigt. Der Beitrag ist das erste Projekt des Seminars "Tourismus TV", das der FB Tourismus erstmals in diesem Wintersemester anbietet.

30.09.03

Neuer Webauftritt der Universität des Saarlandes

Die neuen Internetseiten der Universität des Saarlandes sind von Einfachheit, Übersichtlichkeit und umfassender Information geprägt und stellen somit den sachlichen Stil der Universität in den Vordergrund. Auf auffällige Stilelemente, die von den eigentlichen Inhalten ablenken würden, wurde daher weitestgehend verzichtet. Aufbauend auf den Erfahrungen der letzten Jahre und der Analyse der Besucherfrequenzen wurde neben dem Layout und dessen strikter Trennung von den Inhalten vor allem die Navigation neu gestaltet. Der bei den meisten Hochschulen bewährte Einstieg über Rubriken wie "Aktuelles", "Studium", "Forschung" oder "Struktur" wurde beibehalten, aber auf die im wesentlichen nachgefragten Themen reduziert.

29.09.03

Wayback Machine mit neuer Suchfunktion

Die Wayback Machine hat nun eine eigene Suchmaschine, sie sich aber noch in der Betaphase befindet. Details zur Suchfunktionalität findet man auf der Hilfeseite.

28.09.03

Interview Phil Zimmermann

In der "SonntagsZeitung.ch" vom 28.09. gibt es ein Interview mit Phil Zimmermann, dem Erfinder der Verschlüsselungssoftware "Pretty Good Privacy". Weitere Details zu den Einsatzmöglichkeiten von PGP erhält man auf der offiziellen Homepage.

26.09.03

EDV-GT: BLK Neue Textsysteme in der Justiz

Logo EDV-GTZeit: Freitag 26.09.2003 um 9 Uhr HS 111
Referenten: Herr Regierungsdirektor Ehrmann, Justizministerium Baden Württemberg; Herr Richter am Oberlandesgericht Dimbeck; Herr Schürger, IT-Stelle Nordrhein-Westfalen

In dieser Arbeitsgruppe ging es um Textsysteme, welche die Arbeit in der Justiz mit sog. elektronischen Formularen wesentlich vereinfachen sollen, da ein wesentlicher Teil der Justiz in Text mündet. Dabei stellten drei Referenten die, in ihrem Bundesland, realisierten bzw. gerade in der Entwicklung befindlichen Textsysteme dar. Den Anfang machte das Textsystem JUSTUS, welches gerade in Baden-Württemberg entwickelt und zum Teil schon eingesetzt wird. Dabei wurde, wie bei entsprechenden Rahmenkonzepten in anderen Landesjustizverwaltungen auch, das Ziel verfolgt, den IuK-Einsatz durch Standardisierung zu vereinheitlichen und - mittel- und langfristig - unwirtschaftliche Abhängigkeiten möglichst zu vermeiden. Als Herstellerunabhängiges und standardisiertes Textformat wird hier auf XML/XMS gesetzt, wobei RTF als Druckformat verwendet wird. Danach stellte Bayerm durch Herr Dimbeck, Richter am OLG das Textsystem ForumSTAR vor. Es handelt sich dabei um ein Werkzeug zur Erzeugung aller in der Justiz benötigten Texte. Realisiert in Java, verwendet es XML sowohl als Datenaustausch- als auch als Dokumentenformat und ist somit völlig plattformunabhängig. Es enthält einen eigenen Editor mit den wesentlichen Funktionen, die für eine moderne Texterzeugung erforderlich ist. Weitere Software oder Lizenzen werden nicht benötigt, wobei auch viel wert auf Flexibilität, in Bezug auf die Formulargestaltung durch den Endnutzer, gelegt wurde. Den Abschluss bildete Herr Schürger von der IT-Stelle der Justiz in NRW mit dem bereits seit 1995 im Einsatz befindlichen System JUDICA / TSJ. JUDICA steht für "Justizunterstützung durch Instanzübergreifende Client/Server Applikation". Es handelt sich um ein Datenbankfachsystem, das im Auftrag des Justizministeriums NRW in enger Anbindung an die gerichtliche Praxis entwickelt worden ist. Das System stellt dem Benutzer alle verfahrensrelevanten Daten (wie die Besetzung des Spruchkörpers, Namen und Anschriften der Parteien etc.) zentral zur Verfügung und verbindet sie so für die Textverarbeitung mit TSJ (Textsystem Justiz). XML wird hierbei, da das Programm schon 1995 entwickelt wurde, noch nicht eingesetzt, ist allerdings in Planung. Kernbereich der Diskussionen waren Frage nach der Struktur der Programme, ihre Flexibilität, Sicherheit und natürlich Bedienerfreundlichkeit. Aber auch Fragen zur Akzeptanz durch die Nutzer bzw. zentral auch die Möglichkeiten der Benennung von vordefinierten Formularen im System.
(Das LAWgical-Team dankt Oliver Thamerus für seinen Bericht)

Multimedia Transfer

Wer nach der Hitzeperiode jetzt wieder einen kühlen Kopf hat, kann sich noch bis zum 15. Oktober beim Softwarewettbewerb "Multimedia Transfer" bewerben. Studierende, Absolventen, junge Selbstständige sowie junge Wissenschaftler aller Fachgebiete können mit innovativen Ideen attraktive Geldpreise und einen Messestand auf der Bildungsmesse "Learntec" in Karlsruhe gewinnen. Gefragt sind Projekt- und Abschlussarbeiten in den Kategorien E-Learning, Creative Design, Tools, Webtechnologien, Hot Trends, Barrierefreiheit und Women's Special.

25.09.03

EDV-GT: XML-Erfahrungen aus Österreich

Logo EDV-GTXML wird in Österreich in verschiedenen juristischen Anwendungen eingesetzt. Der Arbeitskreis "XML-Erfahrungen aus Österreich" stellt einige dieser Anwendungen überblicksartig dar und gab konkrete Beispiele wie die „elektronische Akte“, wobei auf Vor- und Nachteile des Systems hingewiesen wurde. Gleichzeitig wurden Erfahrungen mit dem Management von XML-Projekten im Allgemeinen dargestellt. Dabei ging es vor allem um Probleme der Budgetierung, Zeitpläne nicht aus den Augen zu verlieren, sowie darum ob XML für ein Projekt überhaupt sinnvoll eingesetzt werden kann. Diese Ergebnisse wurden abschließend durch nützliche Umsetzungstips abgerundet. Angesprochene Themen der Teilnehmer waren vor allem der aktuelle Stand laufender XML-Projekte in Österreich, sowie die Funktionsweise in der Praxis und deren Sicherheit, welche näher erläutert wurden.
(Das LAWgical-Team dankt Oliver Thamerus für seinen Bericht)

EDV-GT: Elektronischer Rechtsverkehr und Anwaltschaft

Logo EDV-GTIn dem von Herrn Richter am Amtsgericht Dr. Wolfgang Viefhues moderierten Arbeitskreis standen die Auswirkungen des Elektronischen Rechtsverkehrs, insbesondere des JKomG auf die anwaltliche Tätigkeit im Mittelpunkt. In dem Referat von Prof. Dr. Mathias Groß (FH Lüneburg) wurde das Projekt EMFAD präsentiert, wobei es sich um die Entwicklung eines neuartige elektronischen Kommunikationssystems handelt, das ohne e-mail-Verkehr auskommt und die vollständige elektronische Mandatsbearbeitung ermöglicht. Daran schlossen sich weitere Beiträge der aus der Anwaltschaft kommenden Redner (RA Dr. Helmut Redeker, RA Helmut Becker und RA Ralf Binder) an, wobei vor allem auf derzeit bestehende Akzeptanzprobleme elektronischer Justizkommunikation hingewiesen wurde. Eine besondere Schwierigkeit stelle die Lage bei der qualifizierten elektronischen Signatur dar. Moniert wurde, daß die Anforderungen in den verschiedenen Verfahrensordnungen nicht miteinander übereinstimmen. Auch dürfe der Anwaltschaft nicht die Lösung technischer Umsetzungsprobleme bei der Verwendung verschiedener Standards zugemutet werden. RA Becker wies warnend darauf hin, daß die Anwaltschaft aber auch hinsichtlich der Verwendung elektronischer Kommunikation -vor allem innerhalb der europäischen Gemeinschaft- konkurrenzfähig bleiben müsse.

Es besteht Einigkeit, daß die Vorteile des elektronischen Rechtsverkehrs nur dann zum Tragen kommen können, wenn alle Beteiligten, insbesondere unter Integration der Anwaltschaft, kooperieren und zu gemeinsamen Lösungen kommen.
(Das LAWgical-Team dankt Jan Geiger für seinen Bericht)

EDV-GT: BLK Elektronischer Rechtsverkehr

Logo EDV-GTDie Bund-Länder-Kommission für Datenverarbeitung und Rationalisierung in der Justiz berichtete über ihre Aktivitäten zur Einführung des Elektronischen Rechtsverkehrs.

In der Vergangenheit wurde das bundesweite Portal zur Veröffentlichung von Insolvenznachrichten unter http://www.insolvenzbekanntmachungen.de eingeführt, in das inzwischen fünf Bundesländer ihre Bekanntmachungen einstellen. Ein elektronisches Handelsregister ist unter http://www.handelsregister.de in Vorbereitung. Ein elektronischer Bundesanzeiger wird als wünschenswert erachtet. Alle Online-Dienste der Justiz sollen zukünftig über ein einheitliches Portal erreichbar sein.

Aufgrund des Formvorschriftenanpassungsgesetzes und des Zustellungsreformgesetzes können Schriftsätze bei Gericht elektronisch eingereicht und zugestellt werden. Das Justizkommunikationsgesetz wird elektronische Akten ermöglichen. Ein Regierungsentwurf des Justizkommunikationsgesetzes wird für das Jahresende vorbereitet. Die elektronische Akte soll ab 2005 eingeführt werden. Elektronische Bekanntmachungen wird es schon früher geben.

Die Vorteile von elektronischen Akten liegen in einer Beschleunigung der Kommunikation, einer Kostenersparnis und einer einfacheren Fristenkontrolle. Die elektronische Akte bietet vielfältige Suchmöglichkeiten, ist ständig verfügbar und ermöglicht die einfache Übernahme von Daten. Die Akteneinsicht wird online, als Ausdruck der Akte oder durch Übermittlung der Datei möglich sein.
Zukünftig wird es nur noch elektronische Akten oder Papierakten geben. Hybridakten, die teils aus Papier teils aus elektronischen Akten bestehen, sollen vermieden werden. Die Justizverwaltungen werden durch Rechtsverordnungen über die Einführung der elektronischen Akte entscheiden. Die elektronische Aktenführung soll die elektronische Verfügbarkeit aller Dokumente sicherstellen. Eine elektronische Akte hindert den Richter nicht daran, sich Ausdrucke von der Akte zur weiteren Bearbeitung anzufertigen.

Der Austausch von elektronischen Daten soll durch den bundesweit einheitlichen Standard XJustiz (http://www.xjustiz.de) im XML-Format ermöglicht werden. Der Entwurf von XJustiz aus dem Jahre 2002 wurde grundlegend überarbeitet. Der Programmierstil wurde stringenter und schlanker gestaltet. Zur Identifizierung von Datensätzen werden statt GUID nunmehr XML-keys verwendet. Ferner wurde die Einbindung der Fachmodule geändert. Fachmodule sollen für bestimmte Bereiche wie das Familienrecht oder den Versorgungsausgleich das Grundmodul ergänzen. Die Fachmodule werden unabhängig vom Grundmodul sein und die Daten aus dem
Grundmodul auslesen können.

Die Version 1 von XJustiz steht unmittelbar vor ihrer Fertigstellung. In Zukunft wird es erforderlich sein, bei der Gerichts- und Anwaltssoftware Schnittstellen zu integrieren, um den Datenaustausch zu ermöglichen. Außerdem werden weitere Fachmodule entwickelt werden.
(Das LAWgical-Team dankt Bernd Lorenz für seinen Bericht)

Dialerdatenbank

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post bietet seit gestern eine Datenbank an, die alle registrierten Dialer beinhaltet.

24.09.03

Neue Websites eröffnet

Zum EDV-Gerichtstag nehmen am 25.09. vier neue Websites ihren Betrieb auf: