Mein Führerschein ist in Gefahr - jedenfalls wenn ich der Mail einer “Nadine Köhler” glauben soll. Frau Köhler schreibt:
Guten Tag,
machen Sie jetzt online die Fahrprüfung:
http://www.DeinFuehrerschein.info
Anhand amtlichen Prüfungsbögen testen Sie, ob Sie zum Autofahren
geeignet sind. Sie können sich sowohl als Fahranfänger, als auch als
Führerschein-Inhaber testen.
Wenn Sie gleich am test teilnehmen, werden Sie noch exklusiv mit einem
Erste-Hilfe-Set fürs Auto belohnt, das Sie per Post nach Hause erhalten.
Jetzt gleich teilnehmen: http://www.DeinFuehrerschein.info
Lesen Sie außerdem aktuelle Informationen über den Führerschein:
- Wie viel dürfen Sie trinken, um den Führerschein nicht zu gefährden?
- Wie viele Punkte dürfen Sie in Flensburg "sammeln"?
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Führerscheinstelle
Frau Köhler arbeitet also bei der Führerscheinstelle und sorgt sich um meinen Führerschein und rät mir zur Überprüfung meiner theoretischen Fahrkenntnisse. Und als Belohnung für den Selbsttest gibt es sogar ein Erste-Hilfe-Set fürs Auto. Welch' unerwartetes Weihnachtsgeschenk - bei meinem Erste-Hilfe-Kasten ist unlängst das MHD abgelaufen. Also gleich mal nachsehen...
Die Website von “DeinFuehrerschein.com” empfiehlt sich als “für alle Führerscheinklassen geeignet” und “von Fahrlehrern empfohlen”. Bevor der Test beginnen kann, ist nur noch ein kleines Anmeldeformular auszufüllen. Bis jetzt habe ich noch an keiner Stelle irgendetwas von Kosten gelesen. Lediglich ein kleiner, relativ unverdächtiger Hinweis, dass die IP-Nummer gespeichert werde und das übliche Kästchen, mit dessen Aktivierung man die Kenntnisnahme der AGB bestätigt.
So ganz ohne Haken ist die Sache jedoch nicht. Dieser offenbart sich allerdings nur den Nutzern, die Gebrauch von der Scrollleiste machen. Bei Auflösungen von 1024x768 oder kleiner unterhalb des Bildschirmrandes lauert das Kleingedruckte. Dort steht unter anderem:
“Der Preis für die Teilnahme am Online-Test beträge (sic!) einmalig 64,80 Euro und ist sofort fällig.” Von diesem Weihnachtsgeschenk, das übrigens nicht von einer amtlichen Führerscheinstelle, sondern einer “First Online Services AG” aus Zürich stammt, lässt man am besten die Finger!
Solche Internet-Vertragsfallen tauchen in jüngerer Vergangenheit immer häufiger auf und treten die Nachfolge der Dialer-Sites an, die durch das entschlossene Vorgehen der Bundesnetzagentur und den Trend zu DSL-Anschlüssen deutlich weniger geworden sind. Weiterführende Informationen zu Internet-Vertragsfallen bietet z.B. verbraucherrechtliches in seinen
FAQ Internet-Vertragsfallen.
Kommentare
Mo, 08.02.2010 10:41
Ich habe manchmal das Gefü hl, dass bei der Telekom d ie linke Hand nicht weiß, was die rechte macht. Als ich im ver [...]
Mi, 20.01.2010 19:47
tja die lady versuchts hal t immer wieder.aber sie ka nn mir gerne 3000 euro sch icken,dann bin ich alle so rgen los u [...]
So, 17.01.2010 18:38
Die Mitarbeiter der Europä ischen EDV-Akademie des Re chts, arbeiten eng mit Exp erten der Landesmedienanst alt, des s [...]
So, 17.01.2010 18:21
Danke für den Hinweis. Ich hätte mir gewünscht, dass die Botschaft verstanden und der Faden aufgegriffen wird. Übr [...]
So, 17.01.2010 18:13
Eine interessante Idee, da s mit dem Vertrag. Ob sich davon ein Gericht überzeu gen wird lassen, bliebe ab zuwarten. [...]