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NIFIS e.V. - die Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit lädt alle Interessierten recht herzlich dazu ein, sich auf dem 2. NIFIS-Forum für angewandte Informations-Sicherheit am 26. März 2009 aus erster Hand über aktuelle Trends und Risiken, die die Sicherheit von morgen bestimmen werden, zu informieren.
Das NIFIS-Forum soll den Mitgliedern und „Freunden“ von NIFIS eine Plattform schaffen, um sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Informations- und Internetsicherheit zu informieren uns auszutauschen. Die Teilnehmer erwartet ein interessantes Programm mit hochkarätigen Referenten, praxisbezogenen Vorträgen und sicherlich spannenden Diskussionen zu aktuellen Sicherheitsthemen. Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft werden aktuelle Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Die Teilnahme am NIFIS-Forum ist kostenfrei.
Update: Das für den 26. März geplante 2. NIFIS-Forum für angewandte Informationssicherheit kann leider nicht wie geplant stattfinden. Die Veranstalter habe das Forum aus organisatorischen Gründen abgesagt. Eventuell wird die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Mittwoch, 4. März 2009Juristen-Wiki auf der CeBITKanzleien benutzen für die täglichen Workflows Standard-Software, welche z. B. die Kanzleibuchführung regelt, automatisch Fristen verwalten oder Mahnverfahren abwickelt. Dennoch gibt es wichtige Bereiche, in denen Informationen nur unsystematisch abgelegt werden und nicht für alle Mitarbeiter gleichermaßen zugänglich sind.Genau dort kann ein Wiki hilfreich sein. Informationen, die Referendaren bei der Einarbeitung helfen, Rahmeninformationen über Mandanten, Fragen zur Kanzleiorganisation und juristische Arbeitshilfen wie Aufsätze, Entscheidungen, Gesetze und Kommentare oder Internetressourcen können ohne technische Vorkenntnisse in ein solches Wiki eingepflegt werden. So wirbt die EsPresto AG aus Berlin für ihr "Juristen-Wiki", das auf der CeBIT vorgestellt wird, in einer Pressemitteilung vom 27.02.09. Die Demoversion ist auch online verfügbar. Die Idee, ein Intranet-Wiki zum Wissensmanagement einzusetzen, ist nicht neu, aber gut, vgl. hierzu schon:
Es gibt unzählige Wiki-Enginges. Ich selbst habe - nicht nur im Intranet-Einsatz - mit MoinMoin die besten Erfahrungen gemacht. Wir setzen MoinMoin im JuraWiki ein und ich hatte das vor Jahren auch bei juris und am IfRI "eingeschleppt", vgl. auch schon LAWgical vom 22.01.07. Vor ein paar Jahren hatte ich bei der EEAR einen Workshop für den Wiki-Einsatz in Unternehmen angeboten. Meiner Erfahrung nach ist das weniger eine technische , als viel mehr eine "kulturelle" Herausforderung, ein Wiki zum Leben zu bringen - im Intranet nicht anders als "in freier Wildbahn". Damals war die Nachfrage nach dem Kurs gering. Ob jetzt die Zeit reif ist für Ansätze von Wikinomics in der Kanzlei?
Geschrieben von Ralf Zosel
in Internet und Software
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08:21
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Tags für diesen Artikel: cebit, eear, EsPresto, ifri, intranet, juris, kanzlei, moinmoin, wiki, wikiwikiweb, xwiki
Montag, 16. Februar 2009Creative Commons Australia - Case Studies als Buch
Creative Commons in Australien bietet ein Buch mit Case-Studies zu den Creative Commons Lizenzen in Down Under. Das Werk mit dem Titel "Building an Australasian Commons" ist natürlich unter CC ("by") lizenziert und als PDF erhältlich. Es kann auf der Seite von Creative Commons Australia heruntergeladen werden. Autorin ist Rachel Cobcroft. Das Werk wird herausgegeben von dem Creative Commons Clinic research Programm, das von dem Australian Research Council Centre of Excellent for Creative Industries and Innovation in Zusammenarbeit den Creative Commons Australia und Creative Commons international gebildet wurde.
Dienstag, 10. Februar 2009Safer Internet Day im Saarland
Zum heutigen EU-weiten Tag der Internetsicherheit starten laut einem Bericht des Saarländischen Rundfunks eine Reihe von Veranstaltungen im Saarland, in denen über die Gefahren der Internetnutzung aufgeklärt wird. Schüler, Lehrer und Eltern zum kompetenten Umgang mit dem Internet zu befähigen ist aber darüber hinaus eine Aufgabe, der sich der Anfang 2008 ins Leben gerufene Arbeitskreis Internet angenommen hat - ganz unabhängig von Aktionstagen. Dem Arbeitskreis gehören neben Vertretern der Landesmedienanstalt Saar, der Polizei, des Ministeriums für Bildung, Familie, Frauen und Kultur auch Vertreter der Hochschule für Technik und Wirtschaft, der Dienststelle des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit sowie der Europäischen EDV-Akademie des Rechts an. In einer Reihe von auf Abruf bereitgestellten Vorträgen im Rahmen von Eltern-/Schüler-Informationsabenden an verschiedenen Schulen im Saarland wurden die Gefahren der Internetnutzung, besonders aber Verhaltensweisen zu deren Vermeidung erläutert. Darüber hinaus bietet die Europäische EDV-Akademie des Rechts in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur auf Abruf eine Webmaster-Schulung insbesondere, aber nicht ausschließlich für die Betreuer von Schul-Homepages an. Hier soll eine Hilfestellung gegeben werden, damit das besondere und weit über die normale Dienstausübung hinausgehende Engagement von Lehrern und Schülern nicht Gefahr läuft, ins Fadenkreuz kommerziell agierender Abmahner zu geraten. Insoweit ist das Saarland gut aufgestellt und bietet die besten Voraussetzungen dafür, modellhaft die für den kompetenten Umgang mit dem Internet erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse nicht nur der nachwachsenden Generation, sondern auch deren Eltern näher zu bringen und Berührungsängste abzubauen.
Freitag, 21. November 2008Social Community und Datenschutz
In zahlreichen Informationsveranstaltungen sensibilisieren unter anderem der saarländische Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, die Landesmedienanstalt Saar und das Landeskriminalamt des Saarlandes sowie die Europäische EDV-Akademie des Rechts und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Saarbrücken junge Menschen im Umgang mit persönlichen Angaben innerhalb der sehr populären Social Communitys. Erst kürzlich hat unter anderem hierzu der Landesjugendserver in Zusammenarbeit mit dem LfDI das Angebot datenparty.de gestartet, das bundesweit Modellcharakter hat.
Wie sollen sich aber die Anbieter von Social Communitys verhalten? Hierzu hat der Düsseldorfer Kreis auf seiner Sitzung in Wiesbaden am 17. und 18. April 2008 einen Beschluss gefasst, in dem er in einer auch für Nichtjuristen verständlichen Sprache Empfehlungen ausspricht, die die Gesetzeslage berücksichtigen, aber auch darüber hinausgehen. Sie sind nach Ansicht vieler Datenschutzrechtsspezialisten nicht nur sinnvolle Anhaltspunkte für eine rechtskonforme Gestaltung von Social Communitys, sondern können darüber hinaus werbewirksam werden und im Zuge der Datenskandale der jüngeren Zeit verlorenes Vertrauen der User zurückgewinnen helfen. Der Beschluss ist im Internet auf den Seiten des Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit abrufbar. Freitag, 19. September 2008EDV-GT: Europäische EDV-Akamdemie des Rechts
In einem durch Frau Hinkers moderierten Arbeitskreis wurden am heutigen Vormittag vier der zahlreichen Projekte der Europäischen EDV-Akademie des Rechts, deren Gesellschafter das Saarland und der Deutsche EDV-Gerichtstag e.V. sind, vorgestellt. Nach Begrüßung der Zuhörer durch den neuen Geschäftsführer der EEAR, Herrn Alfred Gass, in deutscher und französischer Sprache stellte der Präsident des Landgerichts Saarbrücken, Herr Freymann, die Software zur IT-gestützten Geschäftsverteilung im LG Saarbrücken vor. Diese ermögliche eine größere Verteilungsgerechtigkeit und sei in ihrer Anwendung sehr komfortabel. Entgegen der Bedenken aus Kreisen der Zuhörer habe die Verfahrensweise dazu gührt, dass die Geschäftsverteilung keinen Anlass mehr zu Diskussionen gebe. Im Ergebnis ließen sich die vorhandenen personellen Ressourcen effizienter nutzen.
An zweiter Stelle präsentierte Herr Kirmes von Mentana Soft den in diesem Jahr gegründeten Software-Industrieverband Elektronischer Rechtsverkehr (SIV-ERV). Er erläuterte dabei die Hintergründe unter Verweis darauf, dass der Verband sich von den übrigen Interessenverbände deutlich unterscheide. Dabei würden die Verbandsmitglieder durch eine neutrale Stelle, die EEAR, representiert, die nicht eigene wirtschaftliche Interessen im Hinblick auf die von den Verbandsmitgliedern entwickelten Lösungen zu verfolgen, sondern die Interessen der Mitglieder insgesamt wahrnehmen könne. Ferner zeigte Herr Tillmanns auf, welche Arbeiten bereits in Angriff genommen wurden und in einem Ausblick auf das Jahr 2009 wies er auf die in Aussicht genommenen Projekte hin. Als drittes Projekt wurde durch Herrn RiAG Tillmanns (Hessisches Ministerium der Justiz) das Zentrale Schutzschriftenregister vorgestellt und die Vorzüge des Systems erläutert. Dazu ging er auf die klassische Handhabung einer Schutzschrift bei Gericht ein und stellt heraus, dass der Einsatz des ZSR im Gegensatz zur konventionellen Vorgehensweise Ressourcen schone, da sich seitens des Gerichts mit einer Schutzschrift erst auseinander gesetzt werden müsse, wenn tatsächlich ein Antrag eingehe, was in der Regel nur in den wenigsten Fällen der Hinterlegung einer Schutzschrift auch erfolge. Nicht unerwähnt ließ Herr Tillmanns, dass zwar die Richter derzeit nicht ohne eine Gesetzesänderung dazu gezwungen werden könnten, auf das ZSR zuzugreifen, aber dass nach Überprüfung der Rechtslage, eine Dienstanweisung an die Geschäftsstellen eine Recherche im ZSR vorschreiben könne. Abschließend stellte Herr Gärtner, Fianzvorstand der NIFIS e.V., die Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit vor. Dabei erläuterte er im Überblick die Mitgliederstruktur, den Aufbau der Initiative, die Leistungen des Vereins und seine Arbeitsweise. In seinem Vortrag stellte er heraus, dass der mit der ISO 27001 und dem Handbuch IT-Grundschutz des BSI ein umfassender Schutz bezweckt sei, der aber die Möglichkeiten insbesondere kleinerer und mittlerer Unternehmen schnell übersteige. Daher gelte es Wege zu finden, einen sachgerechten Schutz zu realisieren und diesen auch im Wege von Zertifizierungen nachzuweisen. Ferner sei feststellbar, dass obgleich die Bedrohungslage qualitativ und quantitativ alarmierend sei, die Investitionen in einen sinnvollen Schutz zurück gingen. Donnerstag, 24. Juli 2008Creative Commons Lizenzen in der Version 3.0
Seit heute sind die Creative Commons Lizenzen in der Version 3.0 in Deutschland verfügbar. Creative Commons hat aus diesem Anlass eine Pressemitteilung herausgeben. Als Legal Lead der CC Deutschland hat die Europäische EDV-Akademie des Rechts die Erstellung der Lizenzversion 3.0 begleitet. Die Umsetzung und Anpassung der us-amerikanischen Lizenz-Vorbilder ins deutsche Recht und die deutsche Sprache erfolgte durch die Mitglieder des regelmäßig am Institut für Rechtsinformatik tagenden Affiliate-Team. In enger Zusammenarbeit haben insbesondere John Weizmann und Sarah Leiendecker ganz wesentliche Beiträge dazu geleistet, dass die Lizenzen nunmehr zur Verfügung stehen. Über die wichtigsten Neuerungen informiert CC Deutschland auf seiner Website sowie in der bereits erwähnten Pressemitteilung.
Dienstag, 22. Juli 2008Der Trend zum Online-Pranger
Bewertungsportale wie MeinProf oder SpickMich erfreuen sich großer Beliebtheit und haben auch bereits die Gerichte beschäftigt. Dies nicht nur in Deutschland und nicht immer mit demselben Ergebnis. Über einen neueren Trend berichtet nun auch T-Online. Das us-amerikanische Portal "RottenNeighbor.com" ermöglicht die Bewertung von Nachbarn. Beabsichtigt war ursprünglich damit, potenziellen neuen Nachbarn anzuzeigen, wie es um den sozialen Frieden in der betreffenden Gegend bestellt ist und dem Interessenten eine Entscheidungshilfe zu bieten.
Immer häufiger finden sich aber unsachliche Bemerkungen in dem Portal. Diese stammen nicht nur von Amerikanern über ihre amerikanischen Nachbarn. Auch immer mehr Deutsche entdecken diesen vermeintlichen Service, um einmal nach Herzenslust sich über den ungeliebten Nachbarn und dessen Marotten auslassen zu können. Die Betroffenen stehen den bisweilen anzutreffenden Tiraden einigermaßen Machtlos gegenüber. Die Entfernung eines Kommentars in dem Portal ist zwar vorgesehen, aber nur wenn dies von Nutzern mehrfach gefordert ist. Auch gerichtliche Hilfe ist wenigstens zeitnah nicht zu erreichen, da Server und Anbieter in den USA beheimatet sind. Da bleibt oft nur, selbst zur Tastatur zu greifen und zum Gegenangriff überzugehen. Auf diese Weise werden Nachbarschaftstreitigkeiten zunehmend online ausgetragen. Es gibt leider nicht nur dieses negative Beispiel. Auch die neuen Social Networks wie "Wer-kennt-wen", "Lokalisten.de" oder "Gesichterparty.de" werden immer wieder dazu missbraucht, persönliche Abneigung gegenüber einem Menschen öffentlich kund zu tun und den Betroffenen bisweilen der Lächerlichkeit preiszugeben. Zu einer besonders gefährdeten Gruppe gehören Ausbilder in Betrieben und Lehrer nicht nur an den allgemeinbildenden Schulen. Diese finden in Einzelfällen ein Profil von sich in einer der vorgenannten Plattformen, das aber nicht von ihnen selbst, sondern von Schülern erstellt und mit allerlei Gehässigkeiten angereichert wurde. Dabei gehört der Hinweis, der Ausbilder liebe es, Azubis Klarsichthüllen nach Durchsichtigkeit sortieren zu lassen, noch zu den harmlosen Äußerungen. Die deutschen Anbieter reagieren in der Regel schnell. So genügt ein kurzer Anruf beim Betreiber und die betreffende Seite wird aus dem Netz genommen und für die weiteren Ermittlungen der Polizei gesichert (so. z.B. bei "Gesichterparty.de"). Die Auswirkungen für die Betroffenen sind aber unter Umständen drastisch. Dies reicht hin bis zu einer mehrwöchigen Arbeitsunfähigkeit. Den zumeist jungen Tätern ist nicht bewusst, welche Folgen ihr tun für ihr Opfer hat. Nicht zuletzt dies sollte zum Anlass genommen werden, über die Einhaltung bestimmter "Benimmregeln" im Internet wieder nachzudenken und dies in die Schule zu tragen. Genau dies hat sich remus - ein Projekt der Europäischen EDV-Akademie des Rechts - zum Ziel gesetzt, denn es kann der frömmste nicht in Frieden leben... Zu diesem Thema s. auch: Beck-Blog vom 23.07.2008. Freitag, 11. Juli 2008EEAR: 4. Merziger medienrechtliches Seminar
Derzeit findet in den Räumen der Sparkasse Merzig das 4. Merziger medienrechtliche Seminar statt. Das Seminar wird geleitet von Dr. Cole (Universität Luxembourg), Prof. Dr. Herberger (Universität des Saarlandes) und Dr. Ory. Standen am Vormittag Referate der Saarbrücker Studentinnen und Studenten auf der Tagesordnung, wurde vor der Mittagspause noch das Themenfeld "Creative Commons" eröffnet. Nach der Mittagspause wurde dieses Thema mit der Vorstellung eines Dissertationsthemas wieder aufgegriffen. Nach der Vorstellung eines weiteren Dissertationsprojekts zu Ontologien ist die Reihe nun an den Teilnehmerinnen der Uni Luxembourg. Diese präsentieren derzeit europarechtliche Aspekte medienrechtlicher Fragestellungen anhand Rechtsprechung auf nationaler und europäischer Ebene mit einem Schwerpunkt auf dem französischen Recht.
Dieses Seminar bietet allen medienrechtlich Interessierten interessante neue Einblicke in spezifische Fragestellungen, die von den Referenten in hervorragender Manier vorgetragen und erörtert werden. Sich ergebende Fragen werden hier jeweils im Anschluss an einen Vortrag ausführlich diskutiert. Auf diese Weise eröffnet die Seminarteilnahme einen regen Austausch unter Juristen, die sich aus den verschiedenen Blickwinkeln der jeweiligen Rechtsordnung, in der sie arbeiten, einem gemeinsamen Thema nähern. Bereits jetzt darf man sich auf die Fortsetzung dieses Austauschs auch außerhalb dieser Veranstaltung freuen. Montag, 21. April 2008EEAR & FirstSquare starten browserbasierte Austauschplattform
Die Europäische EDV-Akademie des Rechts hat eine neue Plattform zur Übermittlung von Gerichtsentscheidungen in Betrieb genommen. Die Plattform wurde von FirstSquare entwickelt und in Kooperation mit der EEAR für die Anforderungen der Datenbank KMK-Hochschulrecht modifiziert und angepasst. Die Plattform erleichertet die Arbeit in Bezug auf das Einstellen gerichtlicher Entscheidungen in die Datenbank enorm und führt zu einer merklichen Effizienzsteigerung. Näheres teilen die EEAR und FirstSquare in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.
Donnerstag, 20. März 2008Wandel des Rechts durch juristische Datenbanken?Lassen grundlegende Veränderungen in den Arbeitstechniken die Ergebnisse - eben das, was als Recht gesprochen wird, - wirklich unberührt? Konkret etwa: wird das Recht durch mehr Informationen 'besser' - oder wird es zukünftig eher 'gegoogelt'? Diesen Fragen wird Prof. Dr. Hans-Joachim Strauch in seiner Eröffnungsrede zum 3. Merziger Datenbankenforum Recht am 22.04.08 nachgehen. So steht es in der Ankündigung der Europäischen EDV-Akademie des Rechts (EEAR). Professor Strauch geht also davon aus, dass die Qualität der Rechtsprechung leidet, wenn versucht wird, die zunehmende Fülle an Informationen (ausschließlich?) durch Google zu erschließen. Warum ist das eigentlich so? Das Hauptkriterium für Google ist die Popularität einer Website und das kann im juristischen Kontext gefährlich sein. Werden beispielsweise beliebte Gesetzessammlungen nicht mehr gepflegt, kann es Jahre dauern, bis sie bei Google von der Spitze der Trefferliste verschwinden. Zwar lässt sich über die erweiterte Suche auch Google gezielter für die juristische Recherche einsetzen und in Google Coop gibt es interessante Ansätze für kollaborative Recherchen. Aber in den speziellen juristischen Datenbanken ist nun mal einfach mehr drin, vor allem auch Meta-Informationen, die gezielte Abfragen auf die Daten ermöglichen, so dass z. B. das Außerkrafttreten einer Norm berücksichtigt werden kann. Das verspricht, eine spannende Diskussion in Merzig zu werden. Dabei wird man bestimmt beklagen, dass viele sofort losrecherchieren in der Hoffnung, so um das Nachdenken herum zu kommen. Das funktioniert aber nur in seltenen Glücksfällen - jedenfalls nach heutigem Stand der Technik. Vor einem Jahr war ich das erste Mal beim Merziger Datenbankforum Recht und das war eine sehr interessante Veranstaltung (siehe LAWgical vom 17.04.07). Die Anmeldung ist auch diesmal wieder online möglich. Ob ich selbst teilnehmen kann, wird sich noch zeigen.
Geschrieben von Ralf Zosel
in Internet und Software, Termine
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Freitag, 21. September 2007EDV-GT: EEAR - Zentrales Schutzschriftenregister und Datenschutzaudit
Das Zentrale Schutzschriftenregister und das Team Datenschutzaudit wurden im Arbeitskreis der Europäischen EDV-Akademie des Rechts (EEAR)vorgestellt.
Assessorin Katrin Wolf erläuterte die Vorteile des von der EEAR betriebenen Zentralen Schutzschriftenregisters (ZSR) und demonstrierte die Vorgehensweise für Rechtsanwälte sowie Gerichte. So können Schutzschriften nach erfolgter Registrierung (noch kostenlos, später wird eine Gebühr von 45€ erhoben werden) durch einen Rechtsanwalt im word-, pdf- oder tif- Format im Register abgelegt werden. Dazu sind Angaben zum Antragsteller, möglichen Antragsgegner sowie die Antragsschrift zwingend notwendig. Die Geschäftsstellen der derzeit beteiligten Gerichte haben sich dazu verpflichtet, bei Antragseingang auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zuerst im ZSR nach möglicherweise hinterlegten und für den Antrag relevanten Schutzschriften zu suchen. Wird eine solche Schutzschrift gefunden, gelangt sie durch die Geschäftsstelle zum zuständigen Richter. Die Landgerichte Bremen, Mannheim, Mosbach, Nürnberg-Fürth, Saarbrücken, Heidelberg, Hamburg und Waldshut-Tiengen sind bereits registriert, weitere Anträge auf Registrierung liegen vor. Besonders hervorgehoben wurde die Zeit- und Kostenersparnis gegenüber der konventionellen Methode. So entfällt für die Gerichte der Aufwand der Registrierung, Verwahrung und Archivierung eingereichter Schutzschriften. Auch Rechtsanwälte profitieren, da sowohl Aufwand als auch Druck- und Versandkosten eingespart werden können. Ein weiterer Vorteil ist in der bundesweiten Verfügbarkeit zu sehen, was besonders bei einem fliegenden Gerichtsstand eine enorme Arbeitserleichterung bedeutet. Der Vorstellung folgte eine Diskussion über eine mögliche Ausweitung des Projekts sowie den notwendigen Datenschutz. Zudem wurden Bedenken bezüglich der Überprüfung der Nutzer geäußert, die Suchfunktion thematisiert, sowie die Notwendigkeit der Einreichung einer signierten Schutzschrift erörtert. Herr Rechtsanwalt Jürgen Kuck der Kanzlei Hoffmann, Liebs, Fritsch & Partner referierte über das Team Datenschutzaudit. Erläutert wurden die Funktion und die Bemühungen der interdisziplinären Spezialistengruppe, welche trotz mangelnder nationaler Ausgestaltung von Datenschutzvorschriften gegründet wurde. Das Team hofft, dem Gesetzgeber konkrete Vorschläge zur Verbesserung unterbreiten zu können, um Defizite der datenschutzrechtlichen Vorschriften auf nationaler und europäischer Ebene zu beheben. Eine Ausnahme bildet das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), welches sich mit dem Thema Datenschutz in Sachen Recht und Technik befasst. Durch die Einführung eines Datenschutzaudits wird eine Vereinheitlichung sowie Verbesserung auf dem Felde des Datenschutzes durch Zertifizierung angestrebt. Durchgeführt werden könnte dies durch die Beteiligung verantwortlicher Stellen, die ihre Verfahren und Produkte beim späteren Zertifikataussteller registrieren und anschließen anhand einer standardisierten Methode mit veröffentlichten Kriterien überprüfen lassen. Die Überprüfung erfolgt durch speziell ausgebildete Auditoren, das Zertifikat bestätigt Geschäftspartnern und Mitarbeitern gegenüber, dass die Einhaltung von Datenschutzvorschriften überprüft wurde. Die EEAR käme dabei die Position der Zertifizierungsstelle zu. Weitere Ziele sind die ständige Aktualisierung und Fortschreibung des Kriterienkatalogs, der Vorgehensweisen bei einem Audit sowie die ständige Verbesserung der Ausgestaltung des Akkreditierungsverfahren. Im Anschluss an die Präsentation wurde angeregt über den Unterschied der Produkt- bzw. Prozesszertifizierung sowie die jeweiligen Vorteile diskutiert, mögliche Konkurrenzen mit anderen Zertifikaten angesprochen und der Vorschlag, Anbieter statt deren Produkte zu zertifizieren um das Vertrauen zu stärken, zur Sprache gebracht. Das LAWgical-Team dankt Anna Marie Tschirley für ihren Bericht
Geschrieben von Iris Speiser
in EDV-Gerichtstag
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15:48
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Tags für diesen Artikel: datenschutz, edv-gerichtstag, edv-gt, edvgt, edvgt2007, eear, register, schutzschrift
Donnerstag, 20. September 2007EDV-GT: Arbeitskreis Modellierung von Geschäftsprozessen
Zu Beginn stellte Daniela Freiheit, Geschäftsführerin der Europäischen EDV-Akademie des Rechts und Moderatorin des Arbeitskreises, den organisatorischen Stand der Dinge im Bereich Geschäftsprozessmodellierung (GPM) in der Justiz vor und machte deutlich, dass auf diesem Gebiet bislang erst wenige interdisziplinäre Aktivitäten zu verzeichnen sind.
Es folgte eine allgemeine Einführung durch Dipl. Kff. Angela Dovifat, wiss. Mitarbeiterin an der FHVR Berlin, zu Zielsetzungen und Methoden der Modellierung von Geschäftsprozessen (u. a. Vor- und Nachteile von klassischer und exemplarischer Geschäftsprozessmodellierung) und zu den wichtigsten Unterschieden, die dabei zwischen Justiz und Wirtschaftswelt zu beachten sind. Vor allem bei Strukturen, in denen verschiedene Arbeitsprozesse ineinander greifen und auch verschiedene Organisationseinheiten an ein und demselben Vorgang beteiligt seien, könne die Modellbildung zu umfassender Optimierung beitragen. Betont wurde von Frau Dovifat auch, dass eine Modellierung nie Selbstzweck sein dürfe, sondern immer im Vorhinein klar sein müsse, was damit erreicht werden soll. Es schloss sich an ein Vortrag von StA Matthias Kegel, IT-Dezernent der Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg, in welchem die Sinnhaftigkeit von Modellierung in der Justiz beleuchtet wurde. Ein Pilotprojekt dazu ist inzwischen in Zusammenarbeit mit Fraunhofer FOKUS in Berlin angelaufen. StA Kegel machte deutlich, dass sich die Justiz sich in mancherlei Hinsicht in einer ähnlichen Situation befindet wie die Privatwirtschaft Anfang der 1990er Jahre, als dort die Modellierung von Geschäftsprozessen sehr massiv Einzug hielt. Es sei jedoch zu beachten, dass in der Justiz historisch geprägte Organisationsformen vorherrschen, und dass eine GPM auch darauf abgestimmt sein müsse, dass das „Unternehmensziel“ der Justiz nicht Profitmaximierung, sondern möglichst effiziente Justizgewährung für die Bürger sei. StA Kegel leitete dann zum folgenden Vortrag über, bei dem ein einzelner Vorgang exemplarisch und mit Hilfe des Werkzeugs ADONIS modelliert und anschaulich gemacht wurde. Vorgestellt wurde diese Arbeit von Anne Kathrin Müller, Diplomandin an der FHVR Berlin, die im Rahmen ihrer Diplomarbeit die „Anforderung und Zusendung von Anklageschriften“ zwischen zwei Staatsanwaltschaften beispielhaft analysiert hat. In einer Schritt-für-Schritt-Darstellung wurde nachvollziehbar dargestellt, welche Vielzahl von Arbeitsschritten den relativ einfachen Anforderungsvorgang einer Strafakte ausmacht. Dank der dadurch entstandenen Transparenz der Abläufe konnten anschließend Maßnahmen aufgezeigt werden, die die Zahl der daran beteiligten Akteure von 7 auf 2 reduzieren und die durchschnittliche Durchlaufzeit einer Aktenanfrage drastisch reduzieren helfen. Den Abschluss des Vortragsteils bildete eine Präsentation von Dietmar Kirschbaum, Ri OVG Thüringen, und Dr. Lars Algermissen, ERCIS Münster zur prozessorientierten Modernisierung der Justizverwaltung mit der PICTURE-Methode. Dieses Verfahren steht in gewisser Weise methodisch zwischen der klassischen Geschäftsprozessmodellierung und der exemplarischen Modellierung, die sich auf einzelne Szenarien beschränkt. Aufgrund von Forschungsergebnissen konnten im Bereich öffentliche Verwaltung insgesamt 24 Bausteine ermittelt werden, durch die sich jeweils verschiedene wiederkehrende Arbeitsabläufe kapseln lassen, was den Weg zu einer wesentlich schnelleren und besser handhabbaren Modellierung komplexer Verwaltungsvorgänge eröffnet. So kann die benötigte Zeit pro Geschäftsprozess im Schnitt auf ein Sechstel reduziert werden und die Modellierung – nach einer kurzen Einführung – auch direkt durch die beteiligten Mitarbeiter erfolgen. Die Übersichtlichkeit der Modelle ist größer als bei vielen anderen Modellierungsmethoden, wobei nicht zwangsläufig eine als problematisch einzustufende Verkürzung der Komplexität eintritt, da die einzelnen Bausteine sich über Attribute inhaltlich genauer beschreiben lassen. Nun sei man dabei, die bisher nur für die öffentliche Verwaltung entwickelten Bausteine auf ihre Übertragbarkeit auf den Justizbereich zu überprüfen. Richter Kirschbaum berichtete, dass die Stabsstelle am OVG Thüringen das Ziel verfolgt, bis 2009 die gesamte IT-Infrasturktur zu vereinheitlichen, zukunftsfähig zu machen und alle zukünftigen Anforderungen (insb. bzgl. ERV) abbilden zu können. Man stoße dabei aber schnell auf technische Probleme, und das vorhandene Personal ist entweder kaum involviert oder aber eher verwirrt durch Prozessanalysen. So sein man nun auf die PICTURE-Methode umgestiegen und habe durchweg bessere Ergebnisse erzielt als zuvor mit den hauseigenen Versuchen mit der VISIO-Software. Sowohl bei der Modellierung als auch bei anschließenden Eingriffen in die Abläufe müssten alle Beteiligten mitgenommen werden, und insbesondere die Richter auch tatsächlich mitentscheiden können. Dies werde durch die Verwendung von PICTURE möglich. In der anschließenden Diskussion trat vor allem die Frage in den Vordergrund, ob die Reduktion der Modellkomplexität durch Kapselung von wiederkehrenden Mustern in nur wenigen verschiedenen Bausteinen nicht gerade viele Optimierungsmöglichkeiten verdecke, da man oft doch gerade die untersten Ebenen der Abläufe analysieren müsse, um sinnvolle Optimierungen vornehmen zu können. Dr. Algermissen verwies dazu zunächst auf die Attribute der Bausteine, die eine Vielzahl von Anpassungen erlaubten, räumte darüber hinaus aber ein, dass das Verfahren durchaus kein Wunderwerkzeug und nicht für jede erdenkliche Analyse geeignet sei. Häufig sei aber gerade die Komplexität einer Modellierung die Ursache dafür, dass sie nicht vorgenommen wird oder damit in der Praxis nichts angefangen werden könne.
Geschrieben von Iris Speiser
in EDV-Gerichtstag
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Dienstag, 22. Mai 2007Web 2.0 Vortrag online
Der Vortrag von Bernt von zur Mühlen zur Eröffnung des 2. Merziger Datenbankenforum Recht 2007 (siehe LAWgical-Beitrag vom 17.04.07) kann jetzt bei JurPC nachgelesen werden. Ich habe die Rede als fundierten und kurzweiligen Überblick zum Phänomen Web zwo null in Erinnerung und kann die Lektüre nur empfehlen.
Dienstag, 17. April 20072. Merziger Datenbankenforum Recht 2007
Heute fand das 2. Merziger Datenbankenforum Recht 2007 an der Europäischen EDV-Akademie des Rechts statt. Das Schwerpunktthema lautete "Web 2.0 - Zukunftsmusik oder aktueller Entscheidungsbedarf für juristische Datenbankenanbieter".
Die Veranstaltung begann mit einer Überraschung: Die Europäische EDV-Akademie des Rechts wurde schon heute als Ort im Land der Ideen ausgezeichnet. Nach der Begrüßung von Prof. Dr. Maximilian Herberger gab Bernt von zur Mühlen einen breit angelegten und interessanten Überblick zum Thema Web 2.0. Es folgte eine rege und überaus spannende Diskussion in sehr angenehmer und offener Atmosphäre. Neben den großen Anbietern wie juris und Beck waren auch Makrolog, 123recht.net und einige andere vertreten. Wie kaum anders zu erwarten kreiste die Debatte immer wieder um Google als dem Maßstab in Sachen Web 2.0. Hier Auszüge aus meinen Notizen: Im Strom von Google Geschäfte machen. Das Aal-Prinzip (andere arbeiten lassen). Rechtlicher Rahmen - Geld verdienen - Qualität (Vertrauen). Gründung paralleler Geschäftsideen. Auch ohne ausdrückliche Beantwortung der Eingangsfrage wurde klar, dass sich die juristischen Datenbankanbieter und Verlage den Herausforderungen des Web 2.0 jetzt stellen müssen, um nicht von der Entwicklung überrollt zu werden. Bei der juris-Delegation wurde das Gespräch auf der ja nur kurzen Heimfahrt angeregt fortgesetzt und wird uns hier sicherlich noch weiter beschäftigen. Probleme mit dem Internetzugang bei Web 2.0-Tagungen kennen wir schon. Nach dem Mittagessen hatte das WLAN dann zwar funktioniert und ich wollte auch ein bisschen Web 2.0 praktizieren, während wir darüber redeten. Die Diskussion war dann aber doch zu spannend, so dass ich mich - obwohl noch deutlich unter 39 - doch gegen "Multitasking" entschied.
Geschrieben von Ralf Zosel
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17:33
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Kommentare
Mo, 08.02.2010 10:41
Ich habe manchmal das Gefü hl, dass bei der Telekom d ie linke Hand nicht weiß, was die rechte macht. Als ich im ver [...]
Mi, 20.01.2010 19:47
tja die lady versuchts hal t immer wieder.aber sie ka nn mir gerne 3000 euro sch icken,dann bin ich alle so rgen los u [...]
So, 17.01.2010 18:38
Die Mitarbeiter der Europä ischen EDV-Akademie des Re chts, arbeiten eng mit Exp erten der Landesmedienanst alt, des s [...]
So, 17.01.2010 18:21
Danke für den Hinweis. Ich hätte mir gewünscht, dass die Botschaft verstanden und der Faden aufgegriffen wird. Übr [...]
So, 17.01.2010 18:13
Eine interessante Idee, da s mit dem Vertrag. Ob sich davon ein Gericht überzeu gen wird lassen, bliebe ab zuwarten. [...]