In dem von Łukasz Krasoń-Becker moderierten
Arbeitskreis "Internetsicherheit" gab Prof. Herberger zunächst eine kleine Einführung, in der er auf das Spannungsfeld "Rechtsinformatik - Informationsrecht" hinwies, das fundierte Kenntnisse der technischen Infrastruktur erfordere. Das Problem der Unkenntnis sei in Juristenkreisen aber leider noch immer vorhanden, wie die Website
daufaq.de zeige.
Hauptreferent Rigo Wenning (
W3C) skizzierte in seinem Vortrag zunächst die Funktionsweise von Internetbanking und die potentiellen Schwachstellen der Verfahren, die einen unbefugten Eingriff zulassen, bevor er sich mit dem speziellen Phänomen des Phishing beschäftigte. Der Vorgang des Phishing umfasse im Wesentlichen drei Phasen, das Spamming der Mail, die Sammlung der Daten, die Anwendung der Daten und den Rückfluss des Geldes.
Zunächst müsse der Phisher beim Opfer einen Irrtum erregen. Die hierzu verwendeten Mails würden zunehmend in "besserer Qualität" verbreitet. Dass die Nutzer letztendlich die gefälschten Seiten, auf die sie geleitet werden, als echt ansehen, sei sowohl auf Schwächen im Browser, für den Nutzer unverständliche Sicherheitsroutinen als auch Verwechslungsmöglichkeiten bei Domainnamen zurückzuführen. So gewähre z.B. das Schloss-Symbol in der Statuszeile des Browsers keinerlei Sicherheit, da die Sicherheitsinformationen des Browsers für den Nutzer nicht nachvollziehbar sei und man relativ leicht bei Anbietern wie Verisign Zertifikate erzeugen könne, die keine echte Authentisierung bieten.
Sichere Authentisierungssysteme würden hingegen von den Anbietern nicht genutzt, da diese zu wenig Möglichkeiten bei der Anpassung des Designs böten. Die
IETF arbeite jedoch bereits an Neuerungen der HTTP-Authentifizierung, die hier Abhilfe schaffen soll.
Zum Abschluss berichtete Prof. Herberger noch über eine Gerichtsentscheidung, die die Handlung naiver Dritter, die von den Phishern als Helfer zur Weiterleitung der erbeuteten Gelder eingesetzt werden, als Beihilfe zum Computerbetrug einstufe.
Im Verlauf der abschließenden Diskussion wurden sowohl die juristische Bewertung der einzelnen Tathandlungen als auch technische Sicherheitskonzepte zur Bekämpfung von Phishing thematisiert.
Weitere Eindrücke von diesem Arbeitskreis vermitteln auch die Blogbeiträge, die Daniel Dingeldey während der Veranstaltung live verfasst hat:
Kommentare
Mo, 08.02.2010 10:41
Ich habe manchmal das Gefü hl, dass bei der Telekom d ie linke Hand nicht weiß, was die rechte macht. Als ich im ver [...]
Mi, 20.01.2010 19:47
tja die lady versuchts hal t immer wieder.aber sie ka nn mir gerne 3000 euro sch icken,dann bin ich alle so rgen los u [...]
So, 17.01.2010 18:38
Die Mitarbeiter der Europä ischen EDV-Akademie des Re chts, arbeiten eng mit Exp erten der Landesmedienanst alt, des s [...]
So, 17.01.2010 18:21
Danke für den Hinweis. Ich hätte mir gewünscht, dass die Botschaft verstanden und der Faden aufgegriffen wird. Übr [...]
So, 17.01.2010 18:13
Eine interessante Idee, da s mit dem Vertrag. Ob sich davon ein Gericht überzeu gen wird lassen, bliebe ab zuwarten. [...]